A 52: Marl macht Druck auf Gladbeck

Die Marler SPD hat sich in einem Brief an den Gladbecker Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) für den Ausbau der Bundesstraße B 224 zur Autobahn 52 ausgesprochen; und zwar auf der kompletten Länge zwischen Gelsenkirchen-Buer und Essen-Nord (A 42).

Ein Gespräch soll möglichst bald folgen. Der Marler Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel und der dortige Stadtverbandschef Michael Groß (MdB) heben in dem Brief an Roland vor allem die Bedeutung des Autobahnausbaus für die gesamte Wirtschaft in der Emscher-Lippe-Region hervor. Auch der Chemiepark in Marl benötige das Projekt.

Die Gladbecker Bürger hatten sich im Jahr 2012 im Ratsbürgerentscheid bekanntlich mehrheitlich gegen die Autobahn ausgesprochen und damit auch den Tunnel-Ausbau auf Gladbecker Kerngebiet gestoppt. Die Marler Sozialdemokraten glauben nun aber, in Gladbeck den politischen Willen wachsen zu sehen, das Autobahn-Projekt auf voller Länge doch noch stadtverträglich umzusetzen. Die jüngste Ankündigung von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD), das Bottroper A-52-Teilstück zwischen A 2 und A 42 auf jeden Fall zu realisieren, habe neue Bewegung in die Diskussion gebracht.