A 52: Desinteresse bei Jugendlichen
12.02.2012 | 17:51 Uhr 2012-02-12T17:51:00+0100
Gladbeck.Viele Parteien und Organisationen veranstalten zurzeit Infoveranstaltungen zum möglichen Ausbau der A 52. Die Junge Union Gladbeck (JU) wollte mit ihrem Angebot am Samstag vormittag vor allem Jugendliche ansprechen. Doch kaum ein junger Gladbecker fand an dem Morgen den Weg in die CDU-Geschäftsstelle, so dass die Erläuterungen zum Ausbau von CDU-Vorstandsmitglied Andreas Willmes quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfanden. Ebenso wie die Einführung von Ratsherr und stellvertretendem Bürgermesiter Hans-Joachim Kalb in das Prozedere der Abstimmung beim Ratsbürgerentscheid.
JU-Vorsitzender Jan Sporkmann (19) zeigte sich denn auch enttäuscht von der geringen Resonanz. Seine Erklärung lautet allerdings: Er glaubt nicht, dass es ein pauschales Desinteresse der Gladbecker Jugendlichen an der Abstimmung zum Ausbauvorschlag gibt, es gebe unter den Gladbecker Jugendlichen jedoch viele, die nicht glauben, dass sie durch die Abstimmung etwas ändern könnten. Für sie sei die aktuelle Diskussion daher kein Thema.
Unter den JU-Mitgliedern stellt Sporkmann durchaus größeres Interesse fest, was sich im recht leeren Sitzungssaal am Samstagvormittag allerdings nicht so darstellte.
Sporkmann selbst befürwortet die zur Abstimmung stehende Tunnellösung und sieht vor allem die Aufhebung der Trennung der Stadt als großen Vorteil. Er fordert alle Jugendlichen auf, sich am Ratsbürgerentscheid zu beteiligen, denn besonders sie seien von einem möglichen Ausbau betroffen. „Die 60- bis 80-Jährigen betrifft ja maximal die Umbauzeit“, stellt er fest.
Deshalb hatten zumindest die anwesenden JU-Mitglieder durchaus Fragen an die Referenten. Sie wollten wissen, wie sich der Lärm an den Tunnelausgängen entwickeln würde und stellten fest, dass die Bezeichnung „Sportallee“ für die Straße am Stadion irreführend sei. Hans-Joachim Kalb kritisierte außerdem die Absenkung des Quorums bei Ratsbürgerentscheiden auf 15 Prozent. Seine Meinung: Damit könnten auch Minderheiten ihre Interessen durchsetzen.
Im Hinblick auf das mangelnde Interesse der jungen Gladbecker sehen die Jungpolitiker indes eine große Gefahr: „Desinteresse birgt ein großes Risiko. Viele wissen dann gar nicht, worüber sie abstimmen.“ Auf einer nächsten Sitzung wird der Stadtverband auch eine eigene Position zum Bürgerentscheid erarbeiten.
17:59
Herr Sporkmann, ich glaub ich les nicht richtig. Was wollen Sie denn damit andeuten? Wenn es um die Zukunft der Stadt geht, den älteren und alten Menschen am besten bei einem Bürgerentscheid das Wahlrecht entziehen? Übrigens, am Ende der Umbauzeit, 2023, ist ein heute 60 jähriger 71 Jahre alt. Gestern habe ich noch gelesen, daß man in Zukunft wohl bis 72 Jahre arbeiten soll ?!?! Und übrigens, die Umbauzeit, daß heißt, für viele die letzten Jahre ihres Lebens, wird, wenn man im Einzugsbereich einer Großbaustelle wohnt, schrecklich werden. Und deshalb sollen diese älteren Bürger auch über ihre ganz persönliche Zukunft mitentscheiden. Wenn Sie es mit Ihren 19 Jahren nicht schaffen, daß Ihre Generation am Wahltag den Ar**h hoch kriegt, dann ist das eben so.
19:53
man kann auch meinen ,daß das Interesse an der CDU abgenommen hat?
die SPD / Grüne werden das gleiche spüren.
Ich bezweifel das es an einem Desinteresse an Politik liegt... es liegt mehr an einem desinteresse der eigenen Stadt aber der neue Ju Vorsitzende Kritisiert alte menschen und veranstallllltet eine Info-Runde zu Zeiten wo andere seines alters noch im Bett liegen!!!!