A-52-Ausbau: 500 wollen’s wissen
09.02.2012 | 20:04 Uhr 2012-02-09T20:04:00+0100
Gladbeck. Mit großer Spannung wurde dieser Termin erwartet: Am Donnerstagabend ging die erste von sechs A-52-Infoveranstaltungen in Regie der Stadt über die Bühne.
500 Menschen kamen in die Stadthalle, um Illustrationen und Planskizzen zum möglichen A-52-Ausbau inklusive des 1,5-Kilometer-Tunnels zu sehen und um die Ausführungen von Bürgermeister Ulrich Roland, Gutachter Prof. Martin Lühder und Leitendem Ministerialrat Michael Heinze vom NRW-Verkehrsministerium zu hören.
Schon auf dem Weg in die Halle wurde nochmals deutlich, wie kontrovers das Thema ist: Das Netzwerk der A-52-Bürgerinitiativen hatte sich am Stadthallen-Eingang mit Flyern und orangenen Luftballons postiert und appellierte an die Gladbecker, beim Ratsbürgerentscheid am 25. März mit „Nein“ zu stimmen.
In der Halle begann um 19 Uhr eine A-52-Präsentation mit zahlreichen hörens- und sehenswerten Detailpunkten:
„Wir schreiben heute Stadtgeschichte“, sagte der Bürgermeister in seiner Begrüßungsansprache. „So etwas hat es in dieser Stadt noch nicht gegeben.“ Ulrich Roland erinnerte unter anderem an die enge Verzahnung von Leben, Arbeiten und Wohnen in der Region - auch die Unternehmen bräuchten moderne Verkehrswege, um erfolgreich zu sein. Roland: „Die Frage ist: Wollen wir Industrieland bleiben?“ Dann übernahm 1. Beigeordneter Rainer Weichelt die Moderation des auf insgesamt drei Stunden angelegten Info-Abends. Auch Weichelt betonte das Besondere dieser Versammlung: „Es ist eine tolle Erfahrung, hier vor Ihnen zu sitzen“, sagte der 1. Beigeordnete. „Das zeigt, dass Demokratie funktioniert.“
Prof. Lühder eröffnete die Reihe der Vorträge
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich längst ein hochinteressiertes Publikum in der Stadthalle eingefunden und das auf den Sitzen ausliegende Info-Material zum Ratsbürgerentscheid am 25. März begutachtet - inklusive einer planerischen Darstellung des A-52-Ausbauvorschlags von Bottrop-Boy (Brauckstraße) bis zur Stadtgrenze Gelsenkirchen-Buer.
Die Reihe der Vorträge eröffnete Prof. Martin Lühder, der auch die jahrzehntelange Entwicklung hin zur jetzigen A-52-Kompromisslösung skizzierte. Nach den Worten von Prof. Lühder, von Michael Heinze und Ulrich Roland hatten dann die Bürger per Saal-Mikrophon das Wort - eine intensive Diskussion begann, über die die WAZ noch im Detail berichten wird.
20:40
Liebes Klaerchen
Kucken sie doch mal auf folgende Berechnung vom Bundesverkehrsministerium - dort steht die Zahl 140.700 KFZ/24h.
Vertrauen sie nicht auf die Bedeutung von Autobahnnummern für Verkehrszahlen, wenn der Weg von der A 2 zur A 1 auf dem neuen Weg um fast ein Zehntel kürzer ist.
http://www.stoppt-a52.de/bewertung.pdf
18:18
Sehr geehrter Herr Jung,
tatsächlich haben Sie im Info-Punkt "nur" 5 Karten bekommen, 1 weitere wurde in Ihre Geschäftsstelle gebracht. Das sind dann doch 6, oder?
Sehr geehrter Herr Bresser Barnebeck,
tatsächlich waren am letzten Samstag um 11:45 Uhr nur noch 4 Karten im Infopunkt verfügbar. Ich habe dann in einem Telefongespräch mit dem Bürgermeisteramt "drei" Karten für die Fraktion angefragt und zwei Karten (die angeblich jedem zustehen) für meine Familie. Dies wurde auch zugesagt. Die fehlende Karte wurde einem Fraktionsmitglied im Rathaus mitgegeben.
Diese 5 Karten wurden auch genutzt. Wenn ich aber an die leeren hinteren Ränge in der Stadthalle denke, frage ich mich, wer sich die Arbeit macht Karten im Rathaus abzuholen und dann nicht zur Infoveranstaltung zu gehen. Möglicherweise wurden doch größere Kartenkontingente ("Jeder konnte so viele Karten holen wie verfügbar waren.") abgegeben. Dann wären auch die vielen freien Plätze erklärlich. Aber hier werden Sie sicher keine Aufklärung leisten wollen, vielleicht werden auch nur die Zahlen viel zu groß.
Sehr geehrter Herr Bresser Barnebeck,
tatsächlich waren am letzten Samstag um 10:45 Uhr noch 4 Karten im Info-Punt verfügbar. In einem Telefongespräch mit dem Bürgermeisteramt habe ich "drei" Karten für die Fraktion DIE LINKE angefragt und zwei Karten privat (die angeblich jedem zustehen) für meine Familie. Dies wurde auch zugesagt, die fehlende Karte wurde einem Fraktionsmitglied im Rathaus mitgegeben. Diese 5 Karten wurden dann am Donnerstag auch genutzt, also eingentlich alles in bester Ordnung.
Wenn ich aber an die leeren hinteren Ränge in der Stadthalle denke, dann frage ich mich, wer macht sich die Arbeit die Karten im Rathaus abzuholen und geht dann nicht zur Infoveranstaltung? Solten jedoch größere Kartenkontingente abgegeben worden sein ("Jeder konnte so viele Karten holen wie verfügbar waren."), dann wären die rund hundert leeren Plätze erklärlich. Hierzu haben Sie sich noch nicht geäußert.
00:11
von Redakteur_Stadt_Gladbeck | #6
Sehr geehrter Herr Deffte,
ihre Darstellung entspricht leider nicht der Wahrheit. Das einzige was unwidersprochen stehen bleiben kann ist „in Absprache mit dem Bürgermeisterbüro“. Die weitere Darstellung hat in etwa die gleiche Qualität wie ihre Beschreibung der 50 bis 60 Meter breiten Autobahn 52, mit der Sie letzten Samstag einen interessierten Bürger nachhaltig verschreckt haben und die ich von einem Redakteur so nicht erwartet hätte.
20:17
Nachtrag: Damit ich nicht falsch verstanden werde: Mit dem Zitat wende ich mich an Herrn Michalowsky und seine Gesinnungsfreunde !!!
20:10
Fazit:
"Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten"
(von Oscar Wilde)
19:29
Was ist das denn für eine Nummer?
Der Herr Landtagsabgeordnete behauptet, die Linke hätte nur 3 Karten für die Veranstaltung bekommen, tatsächlich hat der linke Fraktionsvorsitzende aber 6 bekommen.
Da ich hier ja gelernt habe, dass Michalowski nicht lügt, kann das nur heißen, dass er nicht bis 6 zählen kann.
Und so einer spielt sich hier als Verkehrsexperte auf und pöbelt einen Fachhochschulprofessor öffentlich dafür an, dass er Geld für seine Arbeit bekommt.
Ich vermute mal, dass dieser Professor glücklich wäre, wenn er für seine Arbeit so viel Kohle bekommen würde wie Michalowski von unseren Steuergeldern einsackt.
Es kann natürlich sein, dass Herr Jung seinem Landtagsabgeordneten nicht gesagt hat, wieviel Karten er tatsächlich bekommen hat, weil er ihn in der Stadthalle nicht dabei haben wollte.
Und ich hatte schon vermutet, Michalowski hätte gekniffen.
Was mich noch interessieren würde: Warum schleppt die Stadt den Linken und den Bürgerinitiativen eigentlich die Karten hinterher?
Sind die was besseres oder können die nicht laufen?
Ich musste meine Karten selbst abholen und mein Nachbar hat gar keine mehr bekommen. Na ja, vielleicht klappt´s noch in Brauck.
17:08
Ich war mit meinem Mann als Gladbecker Bürger auch auf der Veranstaltung. Welche im übrigen sehr interessant war. Wir hatten nicht den Eindruck, dass das Publikum handverlesen war. Natürlich waren auch die politischen Parteien und einige städt. Angestellte vor Ort. Aber es passen nun mal nur eine begrenzte Anzahl an Personen in die Stadthalle. Obwohl ich vorher noch sehr kritisch zum Ausbau eingestellt war, kann ich nach dieser Veranstaltung nur sagen, dass der Ausbau unserer Stadt nur gut tun kann. Das der Verkehr zunehmen wird ist allen klar, aber er würde auch ohne Ausbau zunehmen und unseren Kindern würden wir mit einem "Nein" für immer die Chance nehmen die Emissionen durch Lärm und Feinstaub unter die Erde zu verbannen. Im Übrigen bin ich heute die BAB 59 durch Duisburg gefahren. Auch hier wächst durch den Mercator Tunnel ein Teil der Stadt wieder zusammen. Wir sagen "JA" zum Tunnel und damit ja auf dem Weg zu einem Stück mehr Lebensqualität...
15:39
Sehr geehrter Herr Michalowsky,
ihre Darstellung entspricht leider nicht der Wahrheit. Herr Jung, Fraktionsvorsitzender der Gladbecker DIE LINKE, hat von uns im A 52-Infopunkt in Absprache mit dem Bürgermeisterbüro stellvertretend für seine Partei insgesamt sechs Karten bekommen. Wir waren sogar noch so nett und haben darauf hingewiesen, dass Karten für die Veranstaltung benötigt werden. Dies war anscheinend nicht bekannt.
15:21
"Jeder konnte so viele Karten holen wie verfügbar waren."
@ andihouben: Das stimmt so nicht! Selbst die Fraktion DIE LINKE hat im Rathaus nur drei Karten bekommen - auch nach einer Rückfrage im Bürgermeisterbüro gab es nicht mehr.
14:15
Die Karten gab es umsonst im Rathaus abzuholen. Jeder konnte so viele Karten holen wie verfügbar waren. Die Begrenzung diente offensichtlich dazu, festzustellen wie viele Leute zur Veranstaltung kommen. Schließlich muss man ja auch Brandschutzvorschriften einhalten. Ich arbeite übrigens nicht bei der Stadt und hatte auch Karten.
Das währe ja noch schöner wenn die Karten auch noch bezahlt werden sollten !!
Brandschutzvorschriften muss man auch einhalten wenn nur einer kommt !!