450 ehemalige Opelaner kommen aus dem Kreis

Rund 450 Menschen aus dem Kreis Recklinghausen waren bis vor wenigen Tagen Opelaner, jetzt sind sie ehemalige Opelaner. Und sie haben, wenn es nach Hermann Oecking geht, überdurchschnittlich gute Chancen auf neue Stellen.

„Opelaner kommen auf dem Arbeitsmarkt gut an. Sie haben ein gutes Image“, so der Geschäftsführer der TÜV Nord Transfer, dem vorübergehenden Arbeitgeber der ehemaligen Opel-Beschäftigten. Der TÜV betreibt die von Opel finanzierte Transfergesellschaft, mit deren Hilfe die Auto-Beschäftigten von gestern ihre Anstellung von morgen finden sollen.

2500 frühere Opelaner kamen jetzt in den Bochumer Ruhrcongress zu einer Auftaktinformationsveranstaltung von TÜV und Bundesagentur für Arbeit. Für sie kommt es jetzt darauf an, sich so schnell wie möglich zu bewerben, heißt es. Denn: Die größten Chancen haben diejenigen, die sich möglichst schnell neuorientieren und bewerben.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermittlung bei einem Unternehmen im Ruhrgebiet erscheinen nicht schlecht. Der TÜV wird in der Transfergesellschaft mit einem Betreuungsschlüssel von 1:40 arbeiten, das heißt auf einen Berater kommen 40 Klienten.

Altersdurchschnitt 50 Jahre

Zum Vergleich: Bei der Arbeitsagentur liegt der Schlüssel bis 1:120 bis 1:130. Oecking: „Wir sind auch nur gute Handwerker, wir machen im Prinzip nichts anderes als die Bundesagentur für Arbeit auch macht, wir gehen nur mit einer größeren Intensität daran.“

Hemmnisse seien allerdings das Durchschnittsalter von 50 Jahren und die Frage, ob es Vorbehalte bei den Arbeitgebern in der Frage gebe, wie schnell sich jemand, der bei einem großen Industriebetrieb tätig war, auf kleinere Strukturen umstellen kann.