21 Osterfeuer bisher bei der Stadt Gladbeck gemeldet

Osterfeuer, wie bei Bauer Hegemann in Gladbeck, ziehen scharenweise Publikum an.
Osterfeuer, wie bei Bauer Hegemann in Gladbeck, ziehen scharenweise Publikum an.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Anmeldefrist in Gladbeck läuft ab. Müll-Verbrennen und Brandbeschleunigersind verboten. Appell: Rücksicht auf Nachbarschaft, Kleintiere und Vögel.

Gladbeck..  Ostern ist das höchste und älteste Fest in der christlichen Kirche. Damit verknüpft sind – mit regionalen Unterschieden – verschiedene Traditionen. Dazu zählen das Osterlamm-Backen und auch das Osterfeuer. Der Brauch des Holz-Entzündens besteht bereits seit dem achten Jahrhundert. Die Feier der Osternacht beginnt mit der Weihe des Osterfeuers vor den Kirchen. Hintergrund dieses Brauches: „Jesus ist das wahre Licht“ – dafür steht die Osterkerze, die am Feuer entzündet wird. Im Laufe der Zeit ließen in jener Nacht nicht nur Kirchengemeinden aufgeschichtete Holzscheite in Flammen aufgehen, sondern auch Vereine und andere Gruppen. Gladbeck bildet da keine Ausnahme. Die Feiern, z. B. am Kotten Nie, ziehen stets ein großes Publikum an. Tim Deffte, Pressesprecher der Stadtverwaltung: „Bis Montag lagen uns 21 Anmeldungen vor.“ Noch bis zum heutigen Freitag können Osterfeuer beim Ordnungsamt angemeldet werden – dies ist „Muss“ für ein Abbrennen der Holzhaufen in der Osternacht. Und auch bei der Durchführung gilt es einiges zu beachten.

Kein behandeltes Holz!

1Verbrannt werden dürfen ausschließlich „geeignete trockene pflanzliche Rückstände“; dazu zählen unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt. Wichtig: Ein Osterfeuer ist keine Gelegenheit, Abfall oder Sperrmüll loszuwerden!

2Das Brennmaterial sollte erst einige Tage vor dem Entzünden gesammelt und aufgeschichtet werden, „um das Ablagern von fremden Müll, Hausrat und so weiter zu vermeiden“.

3Auch aus Tierschutzgründen wird Organisatoren ans Herz gelegt, einen Holzstoß nicht zu früh zu errichten. Grund: Kleintiere – beispielsweise Hasen und Igel – könnten sich dorthin zurückziehen. Außerdem nutzen Vögel gerne die Holzberge, um sich darin Nester zu bauen. Deshalb bitten die Stadtverwaltung und der Naturschutzbund Deutschland (NaBu) darum, das Brennmaterial noch einmal umzuschichten, bevor der Stoß in Flammen aufgeht.

Vorsicht walten lassen!

4Sie sollten eine Selbstverständlichkeit sein: Rücksichtnahme auf die Anwohnerschaft und Vorsicht. Niemand sollte gefährdet oder – zum Beispiel durch starke Rauchentwicklung – belästigt werden. Feuerstellen dürfen nicht in der unmittelbaren Nähe von Gebäuden, Bäumen und Strauchwerk eingerichtet werden.


5 Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehört, ausreichend Löschmittel wie Sand oder Feuerlöscher parat zu halten. Brandbeschleuniger sind tabu.


6Weitere Auskünfte und Anmeldeformular: Ordnungsamt, Eckhardt Habicht, Zimmer 52, Neues Rathaus, Tel. 02043/99 24 37.