170-Meter-Bahnsteig ist Pflicht. . .
30.09.2012 | 13:20 Uhr 2012-09-30T13:20:00+0200
Gladbeck. Der Umbau des Bahnhofs in Zweckel wird zur planerischen Herausforderung, denn der Platz für die Neugestaltung ist äußerst knapp.
Das Projekt kann vorausssichtlich frühestens im Verlauf des Jahres 2014 in Angriff genommen werden. Das bestätigte jetzt nochmals Sprecherin Sabine Tkatzik vom Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) gegenüber der WAZ. Zuvor wird die Stadt (wie am Samstag berichtet) die Straßenbrücke an der Beethovenstraße (Baujahr: 1914) sanieren.
Alle Hoffnungen - etwa in Reihen des Seniorenbeirats geäußert - dass es zu einer superschnellen Umbaulösung im Zweckeler Bahnofsbereich kommt, werden sich also nicht erfüllen.
Nicht lokale Gründe spielen für diese Zeitplanung zum Bahnhofsumbau eine wichtige Rolle - vielmehr spiegelt sich hier die Landes- und Regionalpolitik: Zur Umsetzung des neuen Verkehrskonzepts für das nördliche Ruhrgebiet benötigt die Deutsche Bahn (DB) für die dann längeren Züge 170 Meter lange Bahnsteige.
Wie schon im Bau- und Planungsausschuss dargestellt erstreckt sich der Zweckeler Bahnsteig derzeit bis zur Brücke Beethovenstraße, künftig reicht er aber darüber hinaus, um die gewünschte 170-Meter-Länge zu erzielen. Die Brücke der Beethovenstraße muss deshalb im Zuge der Sanierung im Bereich der Gleise breiter angelegt werden, um den Bahnsteig in neuer Länge bis direkt unter die Straße führen zu können.
Dass etwa die Züge der Nordwestbahn (NWB), die derzeit aufgeteilt auf drei Nahverkehrslinien auf den Zweckeler Gleisen verkehren, eine Bahnsteig-Länge von 170 Metern gar nicht benötigen, spielt in dieser aktuellen Planung offenbar keine entscheidende Rolle. Auch Sabine Tkatzik vom VRR unterstrich gegenüber der WAZ nochmals, dass man sich jetzt an der gewünschten 170-Meter-Bahnsteiglänge orientiere - was gerade in Zweckel wegen der nahen Straßenbrücke (im Norden des Haltepunktes) und wegen der ebenso nahen Bahnweiche (im Süden des Haltepunktes) nicht leicht zu bewerkstelligen sei. Weichen sind im unmittelbaren Bahnhofs- und Haltebereich der Zü ge nicht zulässig - so bleibt also nur die Bahnsteig-Erweiterung in Richtung Norden.
Bei der kommenden behindertengerechten und barrierefreien Gestaltung des Haltepunktes ist das nicht der einzige planerische Knackpunkt: Der Bahnhof Zweckel befindet sich bekanntlich in einem recht tiefen Gelände-Einschnitt, so dass auch die fußläufige Anbindung mit Rampen und/oder Aufzügen hier auf engstem Raum baulich bewältigt werden muss.
14:36
Die Züge der Nordwestbahn fallen eh ständig aus. Die brauchen in der Zukunft daher vielleicht gar keinen Bahnsteig mehr. Man muss angesichts der viele Verspätungen und Ausfälle echt darüber nachdenken, die Linien an einen anderes Verkehrsunternehmen zu übertragen. Denn so kann es mittel und landfristig nicht weitergehen.
Vor allem der "inoffizielle" Anschluss der RB43 an die RB46 fällt konsequent aus. In der letzten Zeit fährt die RB43 Richtig Dorsten immer etwa 30s vor der Einfahrt der RB46 Richtung Gelsenkirchen ab. Das ist mir in der letzten Woche drei mal passiert und hat mich voll angekotzt. Das nenne ich besten Service. Vor allem wenn man bedenkt, wie oft die RB43 ausfällt und zu spät kommt, wirkt es nahezu lächerlich, dass die RB43 in Wanne-Eickel (wo sie 5 Minuten Pause macht) auf die Sekunde genau abfahren muss...
Es wäre wirklich gut, wenn die WAZ öfter über dieses Problem berichten würde. Die NWB brauch diesen Durck (im Bahn-Kessel :P ) anscheinend, um pünktlich zu sein.
08:17
....Bei der kommenden behindertengerechten und barrierefreien Gestaltung des Haltepunktes ist das nicht der einzige planerische Knackpunkt......
Nur so eine Idee:
Kann man bei solch einer neuen Bahnsteiglänge den vorhandenen Bahnübergang an der Söllerstr. nicht zur barrierefreien Gestaltung mit einbeziehen?