16. Seniorenwegweiser Gladbeck gibt Hilfen an die Hand

Cemile Tosun (l.) und Ines Grewer von der Seniorenberatung Gladbeck im Fritz-Lange-Haus an der Friedrichstraße stehen den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite.
Cemile Tosun (l.) und Ines Grewer von der Seniorenberatung Gladbeck im Fritz-Lange-Haus an der Friedrichstraße stehen den Bürgern mit Rat und Tat zur Seite.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Städtischer Ratgeber bietet in aktualisierter Auflage Informationen und Kontakte zu einem breiten Themenspektrum. Leser erhält wissenswerte Fakten.

Gladbeck..  Diese Zahl verblüfft selbst Expertin Ines Grewer, als sie den bisher aktuellen Stand (Stichtag 30. Juni 2014) erfährt: „Fast ein Drittel der Gladbecker Bevölkerung ist 60 Jahre und älter: 21 074 Menschen!“

Aber bei dieser Altersgruppe pauschal von „Senioren“ zu sprechen, das kommt Grewer und ihrer Kollegin Cemile Tosun nicht über die Lippen. Folglich ist es auch nicht einzugrenzen, an wen er sich richtet, der druckfrische Ratgeber der Stadt. Er heißt zwar „Seniorenwegweiser“, aber: Er ist für jeden Interessierten gedacht – für ältere Menschen ebenso wie für Angehörige oder jüngere Generationen. Denn die Themen, die kompakt auf fast 80 Seiten aufbereitet sind, können in vielen Situationen Hilfe bieten.

Nicht nur für Senioren

Diese Erfahrung macht Ines Grewer, Sachgebietsleiterin der städtischen Seniorenberatung, immer wieder. Ein Beispiel: „Eltern mit einem pflegebedürftigen Kind können sich ebenfalls an uns wenden – Pflegebedürftigkeit kann auch junge Menschen treffen.“ Sie und ihre Kollegin Cemile Tosun stellen fest: Gerade dieser Themenkomplex macht – neben dem Wohnen im Alter – ein Gros der Anfragen aus, die an die städtische Seniorenberatung im Fritz-Lange-Haus herangetragen werden. Die Problematik stellt auch im „Wegweiser“ ein wichtiges Kapitel dar.

Persönliche Beratung

Übersichtlich finden Leser dort unter anderem Fakten, Kontakte zu Ansprechpartnern, Behörden und Einrichtungen sowie Hilfsangebote. Das Themenspektrum reicht von A wie „Aktiv im Alter“ bis W wie „Der letzte Weg“, der unter anderem über Fragen zum Testament, Palliative Pflege und Formalitäten in einem Todesfall informiert. Neu aufgeführt ist in diesem Seniorenwegweiser der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamtes Recklinghausen, der in seiner Nebenstelle Gladbeck Hilfen für ältere Menschen mit psychischen Störungen – und für Angehörige – bietet.

Wer durch das Heft blättert, kann ebenfalls erfahren, wer im am 5. Dezember 2014 neu gewählten Seniorenbeirat sitzt. „Wir haben auch die Beträge für Pflegesachleistungen aktualisiert“, greift Ines Grewer ein weiteres Beispiel für die Überarbeitung des Vorgängerheftes heraus. Doch längst nicht nur ernsten Themen widmet sich der Ratgeber: Auch Freizeitangebote, beispielsweise auf kulturellem Parkett, haben ihren Platz.

All diejenigen, denen die Auskünfte schwarz auf weiß nicht genügen, können Grewer & Co. um Rat bitten. Cemile Tosun beobachtet: „Viele Senioren haben eine Hemmschwelle, sich an die Stadtverwaltung zu wenden.“ Da falle der Gang ins Fritz-Lange-Haus leichter: „Wir knüpfen dann Kontakte.“ Individuelle Termine und Hausbesuche seien möglich. Das Angebot der Seniorenberatung nutzten im vergangenen Jahr 2600 Menschen.