Das aktuelle Wetter Gladbeck 11°C
Rettungsdienst

145 000 Euro Schaden

25.09.2012 | 17:43 Uhr
145 000 Euro Schaden
Foto: Mathias Schumacher

Gladbeck. Wie in der WAZ berichtet sind in der Vergangenheit nicht alle Rettungsdiensteinsätze der Feuerwehr zeitnah abgerechnet worden. Jetzt benennt die Stadt ersmals eine Schadens-Schätzung.

Auch die Piratenpartei hatte sich in die Diskussion zu diesem Thema eingeschaltet und vermutet, es sei dadurch der Stadt ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.

Das weist die Stadtpressestelle jetzt in einer aktuellen Mitteilung zurück: Das Rechnungsprüfungsamt schätzt nach diesen aktuellen Angaben der Stadtverwaltung den durch die verspätete Abrechnung entstandenen Gesamtschaden auf rund 145 000 Euro (ausgelöst durch Zinsverluste).

Der Rechnungsprüfungsausschuss wurde jetzt über das Ergebnis der entsprechenden Prüfung und erste organisatorische Konsequenzen informiert. Weitere Maßnahmen würden noch geprüft, so die Stadt. Unter anderem wurde zwischenzeitlich mehr Personal für die Abrechnung der Rettungsdienstgebühren geschult. Dadurch sei ein flexiblerer Einsatz auch bei krankheitsbedingten Ausfällen sichergestellt, so dass die Abrechnung künftig immer zeitnah erfolge. Zudem sei die Kontrolle des Abrechnungsverfahrens und des internen Berichtswesens verbessert worden.

Das Rechnungsprüfungsamt hat laut Stadtpressestelle in den vergangenen Monaten im Auftrag von Bürgermeister Ulrich Roland die Abrechnung der Rettungsdienstgebühren detailliert geprüft.

Nach einem Wechsel in der Sachbearbeitung der Verwaltung war - wie berichtet - aufgefallen, dass in der Vergangenheit nicht alle Rettungsdiensteinsätze der Feuerwehr zeitnah abgerechnet worden waren. In diesem Zusammenhang hatte die Piratenpartei vermutet, es seien der Stadt möglicherweise Schäden in Millionenhöhe entstanden.

Die Stadtpressestelle führt aus: Seit 2002 habe es tatsächlich Rückstände bei der Abrechnung der Rettungsdienstgebühren gegeben. Dieser Rückstand sei zwischenzeitlich komplett aufgearbeitet worden. Alle Gebühren seien mittlerweile abgerechnet. Eine Verjährung von Ansprüchen sei in keinem Fall eingetreten, damit habe es bei den Rettungsdienstgebühren auch keinen Einnahmeverlust gegeben. Allerdings seien der Stadt nach den Ermittlungen des Rechnungsprüfungsamtes seit 2002 durch die verspätete Abrechnung Zinsverluste entstanden. Diese Verluste seien in den letzten zwei Jahren aufgrund eines ungewöhnlich hohen Rückstandes, verursacht durch technische Probleme (Fehler in der Anwendersoftware) und krankheitsbedingte Personalausfälle, entstanden. Sie könnten nicht genau beziffert werden, da hierfür in jedem Einzelfall Fälligkeit, tatsächliche Zahlung und die in diesem Zeitraum gültigen Zinssätze berechnet werden müssten.



Kommentare
30.09.2012
08:53
145 000 Euro Schaden
von KarlWintersen | #9

Ich möchte an dieser Stelle niemanden zum Piratentum bekehren.
Ein kritisches hinterfragen sollte uns jedoch Vorbild sein.
Jeder kann mehr tun als alle 4-Jahre „die da oben“ wählen.

Wieso Weshalb Warum
Wer nicht fragt bleibt dumm

30.09.2012
08:51
145 000 Euro Schaden
von KarlWintersen | #8

Liebe Mitleser,
ich habe mich in den vergangenen Tagen mit der Materie beschäftigt und bin auf folgendes gestossen.
Die Feuerwehr gibt Jährlich einen Tätigkeitsbericht an die Verwaltung.
In diesem sind die Einsatzzahlen von Rettungs- und Krankenwagen ausgelistet.
Jede fahrt hat einen festen Gebührensatz mit welchem sie bei der Krankenkasse abzurechen ist.
Durch einfaches gegenüberstellen von Einsatzzahlen und Zahlungseingängen hätte dieser schaden auffallen müssen.

Überhaupt nicht verstehen konnte ich die Argumentation das die PIRATEN auf eine zu hohe Schadensumme kommen um von „eigenen Problemen abzulenken“.
1.- Handelt es sich bei einem reinem Zinsschaden mit Sicherheit um eine Ursprungssumme im Millionen bereich.
Aber ist
2.- Ein Führendes Mitglied der PIRATEN GLA zugleich ein mündiger und kritischer Bürger welcher sich auch in seinem Ehrenamt bei eben dieser freiwilligen Feuerwehr GLA das denken nicht verbieten ließ und lässt.
“Hut ab 33-45 hätten wir solche Leute gebraucht“.

Ic

28.09.2012
21:26
Und wo sind jetzt die Millionenschäden lt. Ankündigung ?
von Gladebecker | #7

Ein Zinsschaden ist auch ein Schaden und 145 T€ sind in der heutigen Zeit keine kleine Summe.
Aber wenn so ein Problem schon vor 10 Jahren (2002) bestand, dann ist davon auszugehen, dass da ein grundlegender Fehler im System besteht und da frage ich mich als Bürger der Stadt, warum tauchen solche Baustellen erst bei BM Roland auf.

Kann es sein, dass sein Vorgänger im Amt sich um solche "Banalitäten" nicht gekümmert hat?
Ansonsten wäre man in der Verwaltung das Thema doch schon in 2003/04 angegangen und hätte die Probleme beseitigt.

Und die Millionenschäden von unseren Piraten suche ich immer noch. Nur auf Pressegeilheit aus aber nicht auf Schadensreduzierung.
Was hindert die "künftige Staatspartei" sich konstruktiv mit der Verwaltung auseinander zu setzen.

Aber dann müssten unsere Seeräuber ja bekennen, dass die Probleme schon untersucht und man intern dabei, sie zu beheben.

Aber nur eine negative Nachricht ist eine WAZ-Nachricht und lenkt von den Problemen der Piraten ab.

27.09.2012
10:42
145 000 Euro Schaden
von festus04 | #6

Ich kann den Kommentar von H.KarlWintersen nur zustimmen. Erstaunlich ist wie schnell aufeinmal die ausstehenden Rettungsgebühren bezahlt wurden. Das Rechnungsprüfungsamt hat doch nun den Vorfall genau überprüft, dann muss es doch wohl möglich sein, um wieviel Rettungsgebühren es sich gehandelt hat, die in den letzten 10 Jahre nicht ordnungsgemäß abgerechnet wurden, oder sind diese Zahlen für den Bürger nicht zugänglich. Wenn schon denn schon, dann bitte alle Zahlen auf den Tisch und nicht nur die Schadenssumme von 145000 Euro.

26.09.2012
14:48
145 000 Euro Schaden
von KarlWintersen | #5

Ich glaube, geschätzte mit kommentatoren, wir übersehen ein wichtigen Aspeckt.
Egal ob es nun "nur" 145000€ Schaden sind oder wie von den PIRATEN befürchtet ca.1 Million.
Wir alle können dankbar für eine Partei sein welche nachfragt und eben nicnt zulässt das so etwas in Zeiten allgegenwärtiger Sparbemühen unter den Teppich gekehrt wird.
Aber soll doch jeder selbst einmal nachrechnen, wie hoch der Schaden, auch an glaubwürdigkeit, wirklich ist.
Wie viele Rückstände bei der Gebühreneintreibung muß es denn gegeben haben das allein an Zinsen !!!145.000€!!! zusammen kommen?

Da, so meine Meinung, hat jemand mehr als einen guten Büroschlaf gehabt.
Danke PIRATEN.

K. Wintersen

2 Antworten
145 000 Euro Schaden
von GeizIstGeil | #5-1

die Piraten haben den Schaden nicht aufgedeckt, seit gut einem halben Jahr bevor die Piraten öffentlich auf diese Problematik aufmerksam machten, arbeitete die Stadtverwaltung bereits daran, die Rückstände aufzuarbeiten.

145 000 Euro Schaden
von ichliebekoenigsblau | #5-2

ach ja ?? hat noch nicht einmal die Verwaltung behauptet ! wer will sich jetzt in "Unschuld" waschen ; ;-))

wie auch immer
ES ist ein - ZINSSCHADEN - in Höhe von 145.000 € entstanden
Wie hoch muss dann der Betrag, der ja angebl. beglichen ist, und
wie schon anderweitig kritisch hinterfragt, dann gewesen sein?

Und wieviele Rechnungs-Empfänger sind evtl. schon verstorben ?
Wieviele Zahlungs-Unfäg und anderes ?

Soo einfach kann man das nicht abtun !

25.09.2012
22:27
145 000 Euro Schaden
von festus04 | #4

In den letzten 10 Jahren wurden, so ein Bericht der Stadt 300 Mitarbeiter abgebaut und weitere 50 Arbeitsplätze sollen ja wohl in der Zukunft nicht mehr besetzt werden.
Da liegt es doch nahe, das sich solch eine Situation wie ich sie beschrieben habe auch eintreten kann.

25.09.2012
22:03
145 000 Euro Schaden
von widukind58 | #3

Ist doch schön, wenn man wie festus04 über ein gefestigtes Weltbild verfügt. Da stören dann auch die Fakten nicht so.
Um beurteilen zu können, ob Stellenabbau der Grund ist, müsste man wissen, ob in diesem konkreten Aufgabenbereich Stellen gestrichen wurden oder ob es deutlich mehr Fälle gegeben hat, die abgerechnet werden mussten.
Für mich liest sich das eher so, als ob sich da über Jahre langsam ein Abrechnungsstau aufgebaut hat, der dann zum Problem wurde, als der Mensch, der dort verantwortlich war, krank und der Rückstau dadurch größer wurde. Wenn dann noch Software-Probleme dazu kommen, kann das schnell eskalieren.

Gut, dass es wenigstens dann auffiel und der Schaden noch begrenzt werden konnte. Mich würde noch interessieren, wie die Piraten zu ihrer Behauptung eines Millionenschadens gekommen sind. Einfach bei den Nullen vertan oder schlicht üble Nachrede?

2 Antworten
145 000 Euro Schaden
von ichliebekoenigsblau | #3-1


Glauben Sie echt alles was Sie hier zu lesen bekommen ?

;-))

145 000 Euro Schaden
von GeizIstGeil | #3-2

die Piraten hatten bestimmt nicht mehr damit gerechnet, dass die Rückstände in Millionenhöhe noch vollständig aufgearbeitet werden könnten, weil vieles ja auch schon hätte verjährt sein können und gingen deshalb von einem derart hohen Schaden aus.

25.09.2012
21:26
145 000 Euro Schaden
von ichziehebaldweg | #2

Das Problem dabei ist nur, Herr Festus, dass die Sache seit fast 10 Jahren schief läuft. Wer hat da wohl nicht aufgepasst? An der Arbeitsverdichtung durch ständigen Stellenabbau kann es liegen, muss es aber nicht.

25.09.2012
19:40
145 000 Euro Schaden
von festus04 | #1

Peinlich, Peinlich. Immer weniger Personal bedeutet Arbeitsverdichtung und die daraus resultierenden Krankheitsbedingten Ausfälle. Solche Zuständen führen dann dazu und da darf man sich nicht wundern, wenn Arbeitsabläufe nicht mehr so funktionieren wie sie unbedingt notwendig sind.

Aus dem Ressort
Heribert Jäger ist ein Meister der edlen Tropfen
Weinkenner
Er ist ein Weinliebhaber durch und durch und hält mit seinem Wissen auch nicht hinterm Berg: Seit 40 Jahren bittet Heribert Jäger zu Weinseminaren und entzückte mit seinen edlen Tropfen und launigen Geschichten rund um den Wein in all der Zeit mehrere hundert Gladbecker. Nun ist Schluss damit.
Gladbecks erster Kumpel gab Lindemannweg seinen Namen
Straßen der Stadt
Der Lindemannweg in Butendorf passt so gar nicht in den Reigen der Straßennamen in dem Viertel zwischen Horster- und Landstraße, in dem alles irgendwie mit dem Bergbau zusammenhängt. Denkt man! Aber tatsächlich hat auch dieser Straßenname mit dem Bergbau zu tun.
Neue Wohlfühloase für Senioren in Gladbeck
Soziales
Der umfangreiche Millionenumbau im Elisabeth-Brune-Seniorenzentrum ist abgeschlossen. Die Einrichtungist jetzt noch gezielter auf die Bedürfnisse der zunehmend dementen Bewohner abgestimmt. Ein Snoezel-Raum mit Wasserbett, Disco-Kugel und Lichteffekten lädt zum Entspannen ein
Große Koalition im Kreistag kommt nicht voran
Politik
Seit der Kommunalwahl verhandeln SPD und CDU über eine mögliche Koalition. Immer wieder hakt es. Aktuell löste das Hickhack um die Besetzung von Verwaltungsratsposten der Sparkasse im Vest den nächsten Konflikt aus. Gladbecker Kreistagsmitglieder hoffen aber noch auf eine Einigung.
Nach 66 Jahren trafen sich einstige Gladbecker i-Dötzchen
Gesellschaft
16 Damen und Herren, die Ostern des Jahres 1948 als i-Dötzchen ihren ersten Tag an der damaligen evangelischen Johannesschule in Gladbeck erlebten, besuchten die frühere Stätte ihres Lernens. Heute heißt ihre frühere Lehranstalt „Regenbogenschule“. Und nicht nur der Name hat sich geändert.
Das Parken in der City von Gladbeck soll teurer werden
Höhere Parkgebühren in der Innenstadt - macht das Sinn?

Höhere Parkgebühren in der Innenstadt - macht das Sinn?

 
Fotos und Videos
Gladbeck von oben
Bildgalerie
Aus der Luft
Familientag
Bildgalerie
Weltkindertag
Köngisschiessen
Bildgalerie
Schützenfest
Grünröcke ziehen durch Zweckel
Bildgalerie
Schützenumzug