114 Bommel wippen im Lauftakt
06.12.2009 | 14:41 Uhr 2009-12-06T14:41:00+0100
Gladbeck. Gelungene Premiere am Nikolaustag: Über 100 Läuferinnen und Läufer starteten zum 1. Gladbecker Nikolauslauf. Sie hatten ihren Spaß dabei und taten gleichzeitig Gutes. 900 Euro kamen für das Internationale Mädchenzentrum Brauck zusammen.
Nikolaus, komm' aus dem Haus; pack' die große Tasche aus . . . die Sporttasche in diesem besonderen Fall, denn am Sonntag war der erste Gladbecker Nikolauslauf angesagt. 113 Nikoläuse und -läusinnen ließen sich nicht lange bitten, setzten die rote Mütze auf und ihre Füße pünktlich um 10 Uhr am Rosenhügeler Markt in Bewegung.
Keine zwei Stunden später hielt Ute Breuker-Gerbig, die Leiterin des internationalen Mädchenzentrums Brauck, schon einen Scheck über 900 Euro in Händen. Denn der gute Zweck stand als treibende Idee hinter diesem Nikolaus-Erstling, den Axel und Robin Gai und Raimund Keysberg von der Sportgruppe „Phönix Brauck” der Freiwilligen Feuerwehr ins Laufen gebracht hatten. In Rekordzeit und mit Unterstützung der Stadt, bei der sie mit ihrer Idee auf weit offene Ohren gestoßen waren.
Mit „Ho Ho Ho” war die fidele Gruppe ins Rennen gegangen, gestartet per Böllerschuss vom SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Frank Nickel. Ein nicht alltägliches Bild, 113 weiße Bommel im Lauftakt wippen zu sehen – das heißt: 114 waren es, denn auch der Hovawart-Mischling „Archie” trug stilecht und gelassen das rot-weiße Nikolaus-Accessoire auf seinem Hunderücken.
Mit „Ho Ho Ho” liefen die Nikolaus-Läufer zehn Kilometer, einige Regentropfen und eineinviertel Stunden später auch durch das rot-weiß gestreifte Zielband auf dem Nikolausmarkt, der seinen Namen noch nie so sehr verdient hatte, wie in diesem Augenblick. Alle hatten die Strecke gut bewältigt, die vom Rosenhügeler Markt durch Brauck, den Südpark, entlang der Mottbruch-Halde, durchs Pelkumer Feld und rund um Wittringen zur Innenstadt führte – abgesichert von der Polizei, mit deren Hilfe auch der geschlossene Sprung über die B 224 an der Kösheide problemlos klappte.
Die Organisatoren vorweg erreichten alle zusammen auch wieder den Willy-Brandt-Platz: Stadtsprecher und Fun-Runner Peter Breßer-Barnebeck, eindeutiger Sieger bei der Länge des Nikolaus-Bommels, andere Nikoläuse und eine nette Nikoläusin in kompletten Kostümen und natürlich auch „Archie”, der seine beiden zweibeinigen Mitläufer sicher ins Ziel gebracht hatte.
Die waren ganz begeistert von der Idee und auch vom Ablauf dieses ersten Gladbecker Nikolauslaufes. „Super, toll”, schwärmten Christa und Andreas Wichmann, die als Fun-Runner auch andere Strecklenlängen gewohnt sind. Anders als ihr Vierbeiner, der zwar oft mit ihnen mitlaufen darf, eine solche Veranstaltung mit so vielen Menschen aber zum ersten Mal und mit Bravour bewältigte. „Eine schöne Idee ist das, kurz vor dem Jahresschluss noch einmal zu so einem Lauf ganz ohne Konkurrenzdenken zusammen zu kommen”, meinen Frauchen und Herrchen jedenfalls.
Mit ihrem Lob standen sie nicht allein da. „Schön, so eine sportliche Feuerwehr zu haben”, sagte etwa Bürgermeister Ulrich Roland. Und auch die Initiatoren selbst zeigten sich am Ende mehr als zufrieden. „ Wir hatten nicht damit gerechnet, heute noch so viele Nachmeldungen zu bekommen”, freute sich Axel Gai jun. darüber, dass nach Abzug aller Ausgaben noch so viel für das Mädchenzentrum zusammengekommen war. „Wunderbar auch, dass das Feld zusammengeblieben ist. Polizei, Feuerwehr und die Stadt haben uns super unterstützt.” Da ist es fast selbstverständlich, dass er mindestens an ein nächstes Mal denkt: „Ich hoffe, dass noch einiges nachkommt.”
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