1000 Anmeldungen für einen Selbstversuch

Zunächst hatte die Gladbeckerin ihr Buch im Selbstverlag herausgebracht. Bei einem Autoren-Workshop im Rahmen einer Buchmesse präsentierte Sandra Boltz ihr Werk. Unter den Zuhörern war der Chef des Kamphausen Verlags, der anschließend Interesse bekundete.

Vor der Veröffentlichung testeten die Profis aber zunächst den Markt und riefen im März via Internet dazu auf, wer Interesse habe, sich bei einem Selbstversuch am „ICare“-Programm zu beteiligen. Knapp 1000 Anmeldungen folgten und belegten den Verkaufswert, so dass das im September veröffentlichte Buch mittlerweile in zweiter Auflage als 178-Seiten-Druckwerk erschienen ist (14,95 Euro; ISBN 978-3-89901-844-8). Die WAZ stellt in Kurzform einige Kapitel des Selbstlernprogrammes vor:

Am zweiten Tag der ICare-Challenge geht es um Dankbarkeit. Am Morgen gilt es, an den Fingern fünf Dinge abzuzählen, für die man dankbar ist, zum Beispiel einfach, dass die Sonne scheint. Bei jedem Blick auf das Glücksarmband solle man sich dann bewusst für eines dieser Dinge bedanken. Dies steigere das Wohlbefinden, trage zu guter Laune und Wohlbefinden bei.

Der sechste Tag des Selbstlernprogrammes ist dem ganz normalen Alltag gewidmet. Die Aufgabe für den Leser lautet: „Praktizieren Sie während Ihrer ganz alltäglichen Routinehandlungen Achtsamkeit.“ Ganz banal zum Beispiel das warme Duschwasser, den Geruch der Morgenluft oder den Geschmack des Mittagessens wahrnehmen und somit dem Alltäglichen mehr Beachtung zu schenken. Dies befähige dazu, aus grüblerischen Gedanken auszusteigen und den tatsächlichen Moment selbstbewusster wahrzunehmen.

Am achten Tag geht es darum. innere negative Kritiker aufzuspüren und diesen frei zu geben. Von negativen Glaubenssätzen wie „das werde ich nie lernen“ gilt es sich so zu verabschieden, da diese sich negativ auf das Selbstvertrauen und die Selbstachtung auswirken.