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Wichtig: Der Plan für die Finanzen

01.03.2011 | 19:20 Uhr
Wichtig: Der Plan für die Finanzen
Thomas Werner und Eva Kühn gaben den Neuntklässlern wichtige Hinweise. Foto: Jennifer Kappe

Gevelsberg.www.deutschland-im-plus.de

„Verantwortungsvoller Umgang mit dem eigenen Budget“ lautete gestern das Unterrichtsthema der neunten Klassen der Städtischen Realschule. In 90-minütigen Unterrichtseinheiten sollte den Schülerinnen und Schülern eine finanzielle Grundbildung sowie der nachhaltige Umgang mit Geld vermittelt werden.

Eva Kühn, eine der sechs anwesenden Referenten von „Deutschland im Plus -- Stiftung für private Überschuldungsprävention“ aus Nürnberg erklärt: „23 Prozent der 18- bis 25-jährigen sind verschuldet. Meistens wegen ihres unkontrollierten Konsumverhaltens“. Häufig seien Handyrechnungen, Fast-Food-Konsum, Kleidungskäufe und Disco-Ausflüge die Ursachen. Daher sei es wichtig, dass die Jugendlichen möglichst früh verantwortungsbewusst und sinnvoll mit ihrem Geld umzugehen lernen.

Die Schüler hatten im Vorfeld einen Fragebogen ausgefüllt, so dass sich die Referenten einen Überblick über die finanzielle Situation verschaffen konnten. Unter dem Motto „Konsum geplant -- Budget im Griff“ wurden gestern dann zunächst allgemeine Begriffe wie fixe und variable Kosten erklärt. Danach erhielten die Schüler wertvolle Tipps und erstellten jeweils einen individuellen Budgetplan. Sie überlegten auch, welche weiteren Einnahmequellen sie neben dem Taschengeld und Geldgeschenken erschließen können.

Als Evi Berkey, Klassenlehrerin der 9a und Betreuerin der Berufswahlorientierung, von der Stiftung angeschrieben worden war, war sie von der Idee begeistert. „Insbesondere bei Jugendlichen ist es wichtig, dass sie den Umgang mit ihren Finanzen erlernen. Mit 18 Jahren kann man einen Kredit aufnehmen, doch viele junge Leute sind sich nicht über die Folgen bewusst“, sagt sie.

„Die Referenten der Stiftung kommen nicht aus der Schule, das steigert die Glaubwürdigkeit“, meint Schulleiterin Ruth Dahlhaus. „Uns Lehrern würden die Schüler weniger Aufmerksamkeit für das Thema schenken“.

Die Märkische Bank unterstützt das Schulprojekt „Deutschland im Plus“ und damit die finanzielle Bildung der Jugendlichen mit einer Spende von 5000 Euro. Damit konnten an der Realschule und an fünf weiteren Schulen im Geschäftsgebiet diese Unterrichtseinheiten durchgeführt werden.

Interessierte können sich kostenfrei von der Stiftungswebsite einen Budgetplaner als Applikation für das eigene Handy runterladen:

Jennifer Kappe

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