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Viele Wege führen ins Berufsleben

04.10.2012 | 19:00 Uhr
Viele Wege führen ins Berufsleben
In der Sporthalle West lauschten und 20 Zehntklässler der Städtischen Realschule und knapp 150 Schüler des kommenden doppelten Abiturjahrgangs des Städtischen Gymnasiums dem Vortrag von Sebastian Wegener über sein Verbundstudium bei der Firma Beinlich Pumpen GmbH.Foto: Hartmut Breyer

Gevelsberg. Die Sporthalle West wurde gestern zum Hörsaal, das Foyer zum Messegelände. Bei der Schüler-Unternehmer-Börse informierten sich die kommenden Realschulabgänger und Abiturienten über eine Vielzahl von Berufen und Ausbildungsmöglichkeiten bei heimischen Unternehmen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Initiative „Abi two business“ statt. Bürgermeister Claus Jacobi und Ideengeberin Viola Thor erläuterten den Schülern das Ziel der Initiative. „Wir wollen es mit einem starken Netzwerk von Unternehmen schaffen, euch eine Perspektive zu geben“, sagte Jacobi an die Schüler gerichtet.

Rund 30 Firmen stellten sich vor

Im kommenden Jahr werden durch den doppelten Abiturjahrgang besonders viele Schüler an die Universitäten strömen. Zugleich klagen viele Unternehmen über Fachkräftemangel, erläutert Viola Thor. Daher sollten Unternehmen im kommenden Jahr zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten. Zudem müssten die Schüler darauf aufmerksam gemacht werden, dass nicht immer das Universitätsstudium der Weg der Wahl sein müsse. Auch duale Studiengänge oder Weiterbildungsmöglichkeiten böten Karrierechancen.

Rund 20 Realschüler und knapp 150 Gymnasiasten nutzten gestern das Angebot. Sebastian Wegener, der im Vorjahr sein Abitur in Gevelsberg gemacht hatte, stellte in einem Vortrag seinen Verbundstudiengang bei der Firma Beinlich Pumpen GmbH vor. Er nannte die Voraussetzungen für die Ausbildung und schilderte den Verlauf bis zum Abschluss „Bachelor of Engineering“, Fachrichtung Maschinenbau. Frank Elsche, Geschäftsführer der VES GmbH, eines in Gevelsberg ansässigen IT-Consulting- und Serviceunternehmens, gab Einblicke in die Ausbildungsmöglichkeiten seiner Firma und erläuterte die Kriterien, nach denen er Auszubildende einstellt.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Schüler Gelegenheit, sich an den Ständen der rund 30 vertretenen Unternehmen zu informieren. Sie interessiere sich für einen dualen Studiengang im Bereich Wirtschaft, sagte Maja Klein aus der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums. Und so klapperte sie die Stände der Unternehmen ab, die entsprechende Angebote machen.

„Für uns ist es sehr schwierig, Fachpersonal zu finden“, erklärte Sandra Hinz, Assistentin der Geschäftsführung der TKR Group. Sie betonte, dass auch der Einstieg über eine Ausbildung Aufstiegsmöglichkeiten biete. Ein Mitarbeiter habe nach der Lehre zum Werkzeugmacher beispielsweise nun eine Stelle in der Konstruktionsabteilung. Von der Börse erwartete sie gestern, mit Interessenten Gespräche zu führen, „vielleicht auch Praktika zu vereinbaren.“

Bei den Unternehmen, von der AVU über das Finanzamt und die Stadtsparkasse bis hin zu den heimischen Industriebetrieben bildeten sich immer wieder Trauben von Schülern. „Die sind richtig interessiert“, stellte Architekt Willi Brochheuser erfreut fest, als sich eine größere Gruppe beim Vortrag seiner Mitarbeiterin Nicole von Levetzow einfand.

Hartmut Breyer



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