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Ewoca3-Projekt

Viel geschafft und viel Spaß gehabt

13.08.2009 | 18:39 Uhr
Viel geschafft und viel Spaß gehabt

Gevelsberg. Eine bunte Blumenwiese gleich am Ostportal des Engelberttunnels begrüßt nun jeden Autofahrer und Fußgänger in Gevelsberg. Dabei sprossen die botanischen Schönheiten aber nicht etwas aus dem Boden, sondern wurden von Jugendlichen aus Szprotawa, Butera und Gevelsberg in Fleißarbeit an die graue Betonwand gemalt.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Spaß machen würde”, gibt Marta Pozaraszczyk (20) aus Szprotawa ehrlich zu und verpasst ihrer strahlend lilafarbenen Blume die letzten Pinselstriche. Nickende Zustimmung bekommt sie sofort von ihren Malkolleginnen und man sieht den fleißigen Bienen die Freude an der Blumenmalarbeit an.

Die insgesamt 22 Teilnehmer des heute zu Ende gehenden „Ewoca3"-Projekts (European Work Camp) aus drei Ländern haben sich drei Wochen ihrer Sommerferien Zeit genommen, um Gevelsberg zu verschönern. Gekonnt machen sie ihre Sache auch, denn zunächst bekamen sie eine professionelle Einführung. „In der Malschule haben wir die Motive zunächst auf Leinwand geübt”, erklärt „Maldumal”-Betreiberin Annette vom Bruch. Dabei hatte sie tatkräftige Unterstützung von ihrer Tochter Isabel (17), die schnell mit den etwa Gleichaltrigen auf einer Wellenlänge war: „Die Zeit in das Projekt habe ich gerne investiert, denn ich habe nette Leute kennengelernt und das Resultat lässt sich sehen”, erklärt sie und zeigt stolz auf die nunmehr bunte 45 Meter lange Wand.

Am Deichselbach gaben die Jugendlichen den betonwänden einen freundlicheren Anstrich. Foto: Patrizia Pullano

Zur selben Zeit machen sich Karol und Samanta gemeinsam mit weiteren Jugendlichen aus Szprotawa mit Pinseln bewaffnet und unter der Anleitung von Robert Schiborr daran, den grauen Wänden am Spielplatz Deichselbach in Silschede einen neuen Anstrich zu verpassen. „Eine Dschungellandschaft mit PopArt-Elementen soll am Ende hier entstehen”, so der Künstler.

Andere Mentalitäten kennen gelernt

Noch etwas verschlafen, aber dennoch motiviert machen sich die jungen Leute an die Arbeit. „Das ganze Projekt ist eine gute Gelegenheit die Mentalität anderer Nationalitäten kennenzulernen”, erzählt Karol Bojar, „und das geschieht nicht nur bei der Arbeit, sondern auch abends beim Feiern”, ergänzt er schmunzelnd und reibt sich den Schlaf aus den Augen.

„Mit den Italienern ist es immer lustig, weil sie so ausgelassen sind”, stellt Marta Pozaraszczyk lachend fest – und wie man hört, lassen die überwiegend männlichen Jugendlichen aus Butera bei den vorwiegend weiblichen Helfern aus Szprotawa gerne ihren italienischen Charme spielen.

Die Projekt-Betreuerinnen Katja Kirchhoff-Klamroth und Sonja Scholl. Foto: Stadt Gevelsberg

Die pädagogischen Betreuer in Gevelsberg Katja Kirchhoff-Klamroth und Sonja Scholl sind immer wieder begeistert von der Ausdauer der Jugendlichen: „Wir übernachten gemeinsam mit ihnen im Jugendzentrum und sind noch immer verwundert, wie sie mit so wenig Schlaf auskommen”, so Sonja Scholl. „Klar morgens muss man sie immer etwas motivieren”, ergänzt Katja Kirchhoff-Klamroth, „aber sie lassen sich nicht lange bitten.” Dabei erweisen auch die Betreuer enorme Ausdauer, ohne große Zwischenstopps zu Hause drei Wochen bei den interantionalen Jugendlichen im Jugendzentrum zu verbleiben.

Der Spaß neben der Arbeit motiviert, aber auch die Arbeit ist eine neue Erfahrung: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich sowas hinbekomme”, staunt Katazyna Sutula (18) aus Szprotawa. „Außerdem wurden die Ferien so nicht langweilig”, ergänzt die Gevelsbergerin Mona Morgenstern (16).

Ergebnisse können sich sehen lassen

Das Resultat der gemeinützigen Arbeit lässt sich sehen: fröhlich-bunte ansprechende Betonwände in der Innenstadt und auf den Spielplätzen Deichselbach und Siedlerstraße und die Aufbereitung der Naturspielfläche Hellerfeld (WR berichtete). Mit diesen Ergebnissen dürften auch die Initiatoren des Projekts, das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk und die Mercator-Stiftung, zufrieden sein.

Im Jugendzentrum waren die Jugendlichen untergebracht und aßen gemeinsam. Foto: Stadt Gevelsberg

Zufrieden sind auch die Jugendlichen und die Betreuer mit dem „Ewoca3”-Projekt. Ausflüge nach Köln, in die Skihalle nach Bottrop und ins Phantasialand ebenso wie eine Stadtrallye in Gevelsberg und beinahe tägliche Besuche des „Schwimm In” rundeten das Workcamp ab. „Wir haben etwas geschafft und hatten viel Spaß”, resümiert Katja Kirchhoff-Klamroth und freut sich jetzt schon auf „Ewoca3” im kommenden Jahr – dann in der Partnerstadt Butera.

Von Patrizia Pullano

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Kommentare
14.08.2009
11:09
Viel geschafft und viel Spaß gehabt
von Gevel | #1

Wie? der Rote kißler ist ja gar nicht auf dem Bild...
Es geschehen noch Zeichen und Wunder...

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