Stadtsparkasse: Wachstum
15.02.2011 | 18:18 Uhr 2011-02-15T18:18:00+0100
Gevelsberg.Wachstum in fast allen Bereichen, und das zum Teil deutlich über dem Schnitt der Häuser im Verband Westfalen-Lippe – das ist die Bilanz der Stadtsparkasse Gevelsberg für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010. Einzig der Jahresüberschuss sank deutlich. „Der Verursacher dafür ist die WestLB“, betonte Vorstandsvorsitzender Thomas Biermann gestern bei der Präsentation der Zahlen.
500 000 Euro musste das Institut für die Rücklage der so genannten „Bad Bank“, der aus der WestLB ausgegliederten Abwicklungsbank für Risikopapiere, beisteuern. Insgesamt sind bis zum Jahr 2034 8,5 Mio. von der Stadtsparkasse Gevelsberg beizutragen, so dass das Ergebnis auch in den kommenden Jahren darunter leiden wird. Trotz dieser Belastung betrug der Jahresüberschuss 1,4 Mio. Euro, ein Rückgang von 300 000 Euro gegenüber dem Vorjahr.
Insgesamt zeigten sich Biermann und sein neuer Vorstandskollege Michael Hedtkamp, der am 1. November die Nachfolge von Udo Becker angetreten hatte, sehr zufrieden mit dem Geschäftsjahr. „Wir haben in allen wichtigen Geschäftsfeldern nachhaltige Zuwächse zu verzeichnen“, so Biermann. Die Bilanzsumme stieg um 30,4 Mio. Euro auf 788,3 Mio. Euro.
Wirtschaftswachstum deutlich spürbar
Ein Rekordergebnis verzeichnet die Stadtsparkasse bei den Einlagen: 585,4 Mio. Euro legten die Kunden im Hause an, das sind 32,1 Mio. Euro bzw. 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das Thema Sicherheit steht wieder an erster Stelle“, erläuterte Thomas Biermann. Die Einlagen bei der Sparkasse würden als „sicherer Hafen“ angesehen. Insbesondere bei den kurzen Laufzeiten habe es deutliche Zuwächse gegeben.
Bei den Termin- (plus 50,1 Prozent) und Sichteinlagen (plus 14,5 Prozent) machte sich Biermanns Erklärung zufolge das starke Wirtschaftswachstum bemerkbar, denn diese Zuwächse seien vor allem auf Geschäftskunden zurückzuführen. Rückläufig war dagegen der Wertpapierumsatz (um rund 30 Prozent auf 32,1 Mio. Euro). „Aktuell verstärkt sich die Nachfrage aber wieder“, betont Michael Hedtkamp.
Auch im Kreditgeschäft verzeichnete die Stadtsparkasse ein starkes Plus. 543,5 Mio. Euro lieh das Institut aus, vor allem mit langen Laufzeiten. Das Neugeschäft stieg dabei um 7,5 Mio. Euro auf 76,2 Mio. Euro. Insbesondere Unternehmen und Selbstständige fragten erheblich mehr Kredite nach. Nach einem Rückgang um 35 Prozent im Jahr 2009 verzeichnete die Stadtsparkasse hier einen Zuwachs um 36,6 Prozent.
Als zufriedenstellend bezeichneten die beiden Vorstände das Verbundgeschäft mit LBS und Provinzial.
342 Girokonten mehr als im Vorjahr führt das Institut. „Offenbar ist dabei nicht nur der Preis ausschlaggebend“, freute sich Thomas Biermann. Über die gute Geschäftsentwicklung können sich auch rund 70 Vereine und Institutionen in der Stadt freuen. 234 000 Euro aus dem Jahresüberschuss schüttete die Sparkasse als Spende aus. Neben weiteren 70 000 Euro für Sponsoringmaßnahmen stand auch eine Ausschüttung aus der Sparkassen-Bürgerstiftung in Höhe von 238 000 Euro. Das Geld wurde für das Bürgerhaus Saure verwendet. Insgesamt schüttete die Sparkasse 542 000 Euro aus.
Dass die Kunden mit ihrer Stadtsparkasse in Gevelsberg zufrieden sind, beweise eine repräsentative Umfrage, die das Institut im vergangenen Jahr durchführen ließ. 86 Prozent der Befragten rund 700 Kunden bewerteten ihr Institut mit gut oder sehr gut. Diese Werte liegen ebenfalls über dem Verbandsdurchschnitt.
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