"Sonnenscheine" bringen Hauptschule Solartechnik aufs Dach
11.08.2009 | 18:35 Uhr 2009-08-11T18:35:00+0200Gevelsberg. „Sonnenscheine” ermöglichen der AVU künftig die Nutzung des Sonnenscheins zur Stromerzeugung auf dem Dach der Städt. Hauptschule Gevelsberg. Dort soll noch 2009 eine Bürgersolaranlage in Betrieb gehen.
Gevelsberg. „Sonnenscheine” ermöglichen der AVU künftig die Nutzung des Sonnenscheins zur Stromerzeugung auf dem Dach der Städt. Hauptschule Gevelsberg. Dort soll noch 2009 eine Bürgersolaranlage in Betrieb gehen.
Gestern unterzeichneten AVU-Vorstand Dr. Claus Bongers und Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi den Pachtvertrag über 25 Jahre für den etwa 200 Quadratmeter großen Teil der Dachfläche, den die Fotovoltaikanlage beanspruchen wird. Das Entgelt in Höhe von 200 Euro im Jahr fließt dem Förderverein der Schule zu.
„Die Bürgerinnen und Bürger können sich an dieser Anlage mit einem Darlehen beteiligen”, erläuterte Bongers das Prinzip der Bürgersolaranlage. Dazu werden verzinsliche Anteile, so genannte „Sonnenscheine” im Wert von 500 Euro ausgegeben. Bis zu zehn davon kann ein einzelner Interessent zeichnen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre und ist jeweils um zwei Jahre verlängerbar. Der Zinssatz steht noch nicht fest, er hängt u. a. vom Ergebnis der derzeit noch laufenden Ausschreibung ab.
„Die erste Bürgersolaranlage haben wir im vergangenen Jahr auf dem dach des Kreishauses in Schwelm errichtet”, sagte Bongers. „Der Erfolg hat uns gezeigt, dass viele Kunden interssiert sind, solche Projekte zu unterstützen.” Dort werden die „Sonnenscheine” übrigens mit 4,25 Prozent verzinst.
Schulleiterin Henrike Hallmann freute sich ebenfalls. Erst kurz vor den Schulferien war die Hauptschule Partnerschule der AVU geworden. „Da kommen ganz neue Projekte auf uns zu”, meinte sie und bewertete es als sehr positiv, dass der Umweltschutz, der angesichts vieler anderer Projekte möglicherweise etwas in den Hintergrund gerückt sei, auf diese Weise betont werde.
Die Schüler werden künftig auf einem großen Display ablesen können, wie viel Strom die Solaranlage produziert. Kalkuliert ist, dass auf dem Dach 24 538 Kilowattstunden erzeugt werden, das bringt eine CO2-Einsparung von rund 20 Tonnen.
Nähere Informationen zum Thema Bürgersolaranlage:
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