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Elf närrische Thesen

Prinz „Alltag“ jubelt der Menge zu

19.02.2012 | 18:05 Uhr
Prinz „Alltag“ jubelt der Menge zu
Gevelsberger Stadtprinzenpaar und Bürgermeister erfüllten Aufgaben der Thesen,u.a. Prinz als Lechner Figur, Wikinger kegeln und Verkauf der letzten Lechner Kalender Foto: Volker Speckenwirth

Gevelsberg.Heute ist der Tag der Abrechnung. Beim Sturm aufs Rathaus (ca. 11.11 Uhr) müssen Karnevalsprinz Marc I. und Bürgermeister Claus Jacobi nachweisen, dass sie die elf närrischen Thesen bzw. die drei Bürgermeisteraufgaben erfüllt haben. Am Samstag konnten beide immerhin jeweils ein Häkchen machen.

Marc I. hatte, wie von Jacobi gefordert, einen „Alltagsmenschen“ nach Art der Künstlerin Christel Lechner zu erschaffen. Rund drei Wochen arbeitete der Narrenfürst mit seinen Helfern an der Figur, die ihm zum Ebenbild geriet. Der lebensgroße Pappmachékamerad wurde auf dem Vendômer Platz der begeisterten Öffentlichkeit präsentiert – aus Sicherheitsgründen unterm Zeltdach, denn es regnete. „Ich dachte erst, Du steckst darin“, meinte der Bürgermeister, nachdem er zunächst den lebendigen Prinzen gar nicht gehen hatte. Doch der pappige „Alltagsprinz“ war hohl.

Marc I. und seine Prinzessin Jeanette I. samt Gefolge brachten außerdem die letzten 40 „Alltagsmenschen“-Kalender an Mann und Frau. Der Erlös wird wie der aus der vorangegangenen Kalenderverteilaktion an die „Gebal“ gehen.

Anschließend trat Claus Jacobi an der Seite seines Stellvertreters Axel Mertins – aufgrund des Wetters im Ratsfoyer und nicht wie geplant im Stadtgarten – gegen das Prinzenpaar im „Wikingerkegeln“ an. Bei dem Spiel geht es darum, die fünf auf der Gegenseite aufgestellten Holzkegel des Gegners mit einem Holzstab umzuwerfen. Jeder gefallene Kegel wird dann auf der eigenen Seite aufgestellt, so dass der Gegner mehr abräumen muss.

In der Mitte steht ein großer Holzkegel, der „König“. Er muss gestürzt werden, wenn alle gegnerischen Kegel erledigt wurden. Wird er versehentlich zuvor zu Fall gebracht, ist das Spiel verloren.

Das intellektuell höchst anspruchsvolle Spiel, das nur den Schiedsrichter körperlich stark fordert, der die Kegel ständig neu aufstellen muss, drohte, zum Marathon zu werden.

So einigten sich die Aktiven, zur Entscheidung auf den König zu zielen. Dabei setzte sich Claus Jacobi durch.

Hartmut Breyer

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