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Kreditgeschäft der Motor des Wachstums

02.02.2012 | 19:30 Uhr
Kreditgeschäft der Motor des Wachstums
Vorstand Michael Hedtkamp und Vorstandsvorsitzender Thomas Biermann.

Gevelsberg.Wachstum in nahezu allen wichtigen Bereichen: Die Bilanz der Stadtsparkasse Gevelsberg für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 fällt sehr positiv aus. Gestern präsentierten Vorstandsvorsitzender Thomas Biermann und sein Vorstandskollege Michael Hedtkamp die Zahlen. Einziger kleiner Wermutstropfen: Sonderbelastungen durch die Abwicklung der WestLB und die Übernahme der Landesbank Berlin durch die Sparkassen schmälerten den Jahresüberschuss etwas (siehe Infobox).

Weit über Durchschnitt der Häuser im Verband

Die Bilanzsumme des Instituts wuchs um 7 Prozent auf 843,5 Mio. Euro. „Das ist ein Rekordwachstum“, so Biermann. Mit der Steigerungsrate liegt das Gevelsberger Haus weit über dem Durchschnitt der Sparkassen im Sparkassenverband Westfalen-Lippe. Der beträgt 2 Prozent. „Bei uns kommt das Wachstum zum Glück aus dem Kundengeschäft“, betont Biermann, „und nicht aus irgendwelchen Finanztransaktionen.“

Das Kreditgeschäft habe sich im vergangenen Jahr als „absoluter Motor des Wachstums“ erwiesen. Die Kreditsumme stieg um 6,8 Prozent auf 567,2 Mio. Euro. Insgesamt wurden Darlehen in Höhe von 88 Mio. Euro neu vergeben. „Für eine Sparkasse in unserer Größenordnung ist das schon ein Wort“, meinte der Vorstandsvorsitzende. Den weitaus größten Teil machte dabei die Unternehmensfinanzierung aus (52,1 Mio. Euro). „Bei den heimischen Unternehmen ist sehr viel Optimismus zu verspüren“, so Biermann. Die große Kreditnachfrage habe zwar auch etwas mit Nachholeffekten aus den schwierigen Jahren 2008 und 2009 zu tun, „wir gehen aber davon aus, dass diese Nachfrage in diesem Jahr anhalten wird.“

Auch bei den Krediten an Privatpersonen verzeichnete die Sparkasse einen deutlichen Zuwachs. Im Bereich der Baufinanzierung stand ein Plus von 11,4 Prozent auf 18,4 Mio. Euro. Bei den Verbraucherkrediten stieg die Summe um fast 20 Prozent auf rund 5,8 Mio. Euro. „Das spiegelt wider, dass auch die Binnennachfrage angezogen hat“, erklärte Biermann.

Bei den Einlagen verzeichnete man erstmals einen Wert von mehr als 600 Mio. Euro. Probleme mit der aktuellen Finanzmarktkrise habe man in Gevelsberg nicht, sagte Thomas Biermann. Anleihen aus Krisenländern habe man nicht im Bestand. Zurzeit herrsche bei den Kunden der Wunsch nach Sicherheit, kurzfristiger Bindung und einer Verzinsung wenigstens in Höhe der Inflationsrate vor, erklärte er.

Auch im Wertpapiergeschäft verzeichnete das Institut Zuwächse. „Schwerpunkt waren festverzinsliche Wertpapiere“, so Michael Hedtkamp. Aber auch das Geschäft mit Dividendenwerten zog an. Ebenfalls positiv das Verbundgeschäft. Ob bei der Zahl abgeschlossener Bausparverträge, Lebens- und Rentenversicherungen oder der Vermittlung von Immobilien – überall stand am Ende ein Plus.

INFO:

Unter dem Strich steht ein Jahresüberschuss von 1,2 Mio. Euro – 100 000 Euro weniger als 2010. Neben den Belastungen durch WestLB und Landesbank Berlin wirkte sich auch eine Zustiftung von 500 000 Euro für die Bürgerstiftung der Sparkasse aus.

„Ich gehe davon aus, dass wir den größten Teil des Überschusses wieder in die Rücklagen einstellen können und so unser Eigenkapital stärken“, so Thomas Biermann. Darüber müsse aber der Verwaltungsrat entscheiden.

Abzüglich der Zustiftung für die Bürgerstiftung flossen rund 516 000 Euro an Spenden und Sponsoringleistungen an insgesamt 87 Empfänger – Schulen, Vereine und gemeinnützige Einrichtungen.

Etwa 3 Mio. Euro Steuern zahlte die Sparkasse. Der größte Teil davon geht an die Stadt.

Die Mitarbeiterzahl liegt bei 145 (+1) und soll weiter erhöht werden. Von den zwölf Azubis legten fünf ihre Prüfung ab. Sie werden übernommen.

Hartmut Breyer

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Kommentare
06.02.2012
11:36
Kreditgeschäft der Motor des Wachstums
von ULRRO | #1

Naja,
bei DEN Gewinnen der Stadtsparkasse müsste es doch eigentlich möglich sein, den Menschen, die in wirtschaftlich prekären Verhältnissen leben und ein Konto bei der Stadtsparkasse führen, entweder die Kontoführungsgebühr ganz zu erlassen, oder aber für diese Bevölkerungsgruppe zumindest einen Nachlass zu gewähren ?
Das wäre zum Einen ein Renomee für ein öffentlich rechtliches Kreditinstitut, zum Anderen aber auch ein soziales Zeichen seitens der STADTsparkasse !
Sind doch nur Peanuts...........

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