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Gevelsberger Kirmes 2010

Kirmesabend voller Höhepunkte

13.06.2010 | 18:30 Uhr
Kirmesabend voller Höhepunkte
Der neue Hammerschmied Bernd Matthäi Foto: Volker Speckenwirth

Gevelsberg.„Habt ihr alle etwas zu Trinken? Gut, dann können wir anfangen.“ So begrüßte der Vorsitzende des Kirmesvereins, Gerd Laake, am Samstag die 700 Gäste in der ausverkauften Halle West zum Kirmesabend. Bevor das bunte und aktionsreiche Programm startete, ehrte Laake mit Gisela Bente, Thomas Koziallo und Friedhelm Käufer (genannt Schimmel) drei verdiente Kirmesfreunde der KG „Im Dörnen“ . Im letzten Jahr feierte der Kirmeszug 75-jähriges Jubiläum. 2010 können die KG Vie ut Asbieck (25 Jahre), Ächter de Biecke (60 Jahre) und die Gruppen Börkey, Hippendorf und Haufer Jungen ihr 75-jähriges Bestehen feiern. Außerdem wird der Kirmesverein 50.

Als seine Erbtante Luise aus Bremen stellte Moderator Paul-Werner Herguth Tante Luise und Herrn Kurt vor. Die beiden auf alt getrimmten Künstler präsentierten ein Feuerwerk an artistischer Comedy-Show. Berühmt wollte Tante Luise werden und nach Hollywood. Ob als „Freiheitsstatue“ oder als „Fahrstuhl des Grauens“ , ihre akrobatischen Figuren entwickelten sie aus dem Stand heraus, gepaart mit witzigen Geschichten und süffisanten Zwiegesprächen. Tante Luise auf dem Rücken liegend mit ihren Schultern auf seinen Beinen balancierend forderte Kurt sie auf: „Jetzt mach mal mit den Füßen ein Wasserballett“, um gleich hinterher zu schieben, „nicht wieder wie eine Kaulquappe.“ „Sie“ zog jedoch die Darstellung „Flipper“ mit nach oben gestreckten Füßen vor.

Nach mehreren Drehungen, Überschlägen und Balanceakten auf den Füßen von Kurt, zeigte sich auch Tante Luise gemeinsam mit dem begeisterten Publikum erstaunt, „dass die Physik das überhaupt zulässt!“ Dabei hatte Luise sehr häufig Probleme mit dem nach oben rutschenden Rock, der den Blick auf ihren nostalgischen „Liebestöter“ freigab. Während der Showeinlagen in luftiger Höhe zupfte sie erfolglos am Rock herum, während Kurt Sorge hatte, dass das, was da von oben herunter tropfte, kein Angstschweiß war. Zum Finale „durfte“ Jennifer Jakoby, eher unfreiwillig aus dem Publikum ausgesucht, als dritte Person in der Akrobatik-Figur mitwirken.

Bauchredner Klaus mit seinem Affen „Willi“ verstand es, die Stimmung im Saal mit den frechen Sprüchen des Affen zum Kochen zu bringen. Mit bissigen Bemerkungen und flapsigen Sprüchen gespickt, gab es einen Streifzug quer durch viele Themen. Gleich zu Beginn vermisste Affe Willi den Bürgermeister. „Der ist in Polen.“ „Wie den haben die auch schon geklaut“, bediente Willi ein Klischee.

Klaus schwärmte von Michael Jackson und bedauerte das illegale Herunterladen von Musik aus dem Internet. „Eine CD kauft sich heute keiner mehr.“ Willi: „Doch die Bundesregierung.“ Und an Landtagsabgeordneten Hubertus Cramer gewandt: „Der wird schon ganz blass. Hey. Bist du auch drauf? Dann muss du Golf spielen, das ist der einzige Sport, der mit Handschellen funktioniert!“ Im Flieger nach Istanbul saß angeblich Jürgen Drews neben Willi. „Erst habe ich gedacht, da hat einer seine alter Ledertasche vergessen, aber als die dann zu singen anfing . . .!“ Im Sekundentakt attackierten die Beiden die Lachmuskeln der begeisterten Gäste, die immer wieder spontan mit in die Zwiegespräche eingebaut wurden. Als Coca-Cola-Präsentant Wilfried Blumental vorbei ging, gratulierte Willi. „Woher weiß du, dass der heute Geburtstag hat“, fragte Klaus. „Er hat nicht Geburtstag, aber sein Jackett, das wird heute 30 Jahre!“

Ralf Sichelschmidt

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