In zehn Kneipen gab's kostenlos Musik auf die Ohren
13.09.2009 | 20:03 Uhr 2009-09-13T20:03:00+0200
Es ist Samstagabend und feierfreudige Menschenmassen schieben sich durch die Gevelsberger Mittelstraße, in jeder Kneipe Live-Musik, die für Stimmung sorgt: Keine Frage, auch das Kneipenfestival 2009 ist ein voller Erfolg.
Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr können sich die Kneipenbesitzer, diesmal in Eigenregie, wieder zufrieden schätzen.
Zehn Bands in zehn Kneipen: von 20 bis 24 Uhr gab es nonstop und kostenlos Musik auf die Ohren, mit toller Stimmung und Atmosphäre.
Newcomer in diesem Jahr war die Horror-Ska-Band „Horst and the Heartbrakers” - die Truppe begeisterte bereits bei „Dickes G” - im Papillon. „Horst ist ein Muss, im nächsten Jahr bitte unbedingt wieder dabei”, meinten ihre Fans und rockten die Tanzfläche. Wer ruhigere Klänge mochte, konnte, unter anderem, im Café Royal bei „Gutman und Scholz” zuhören, im Lieschen sorgten „Dos Hombres” mit Akustik-Rock für Stimmung und im Uhlenspiegel warteten „Greyhound” mit Cover-Rock und Oldies auf.
„Ist nicht mehr so viel Kölsch da …”, tönte es von der Kölner Coverband „Määt nix” im Comeback. Mit rheinischer Mundart begeisterten sie das Publikum. „Wir haben schon auf den Tischen getanzt”, sagten weibliche Fans. Für volles Haus im Pub 18 sorgte auch die Reggae-Band „U-Turn”, die ebenfalls vom Band-Festival „Dickes G” bekannt war.
»Festival bald früher, um von wärmeren
Außentemperaturen zu profitieren«
Begleitet wurde das Kneipenfestival von der Abendschau der Straßenkünstler vor dem VHS-Bürgerzentrum, die im Rahmen des 1. Gevelsberger Straßenkunstfestivals auftraten, ebenfalls initiiert von „Ab durch die Mitte”. So konnten die Gäste auf der Partymeile, auf dem Weg von einer Band zur nächsten, Artisten oder Straßenmalkünstler bewundern.
Die Bands spielten offiziell nur bis Mitternacht, doch Anwohner und Auswärtige feierten bis in die frühen Morgenstunden weiter. Auch in den Kneipen, die sonst vorwiegend junges Publikum anziehen, tummelten sich an diesem Abend Besucher aller Altersgruppen. Trotzdem waren gerade die oberen Kneipen gut besucht, teilweise war es so voll, dass es für die Gäste schwierig wurde, Getränke zu bestellen.
„Alles in allem eine schöne Sache und eine tolle Werbung für die Stadt, fast wie Kirmes”, freut sich Ralf Hedtmann, Betreiber des Papillon und 2. Vorsitzender des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes in Gevelsberg. „Wir wollen versuchen, das Festival im nächsten Jahr früher zu organisieren, um auch von wärmeren Außentemperaturen profitieren zu können.”
Vor allem in und vor den Kneipen der oberen Mittelstraße tummelten sich die Menschen, so dass das Ordnungsamt kurzfristig die Straße zwischen Timpen und Nordstraße sperrte. Natürlich seien in großen Gruppen leider auch immer einige Chaoten dabei, meint der Kneipenbesitzer. Daher sei es besser, die Straße von vornherein zu sperren. Hedtmann: „Trotzdem war die Stimmung super. Wir freuen uns auf das nächste Jahr.”
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