In 100 Jahren hat sich viel verändert
03.09.2007 | 10:50 Uhr 2007-09-03T10:50:36+0200Gevelsberg. (ds) "Ich freue mich, Sie in unserer Schule begrüßen zu dürfen!" Mit diesen Worten wurden die Geburtstagsgäste der Förderschule Hasenclever bereits am Eingang empfangen. Im Foyer angekommen, erwartete die Gratulanten ein festlicher Abend anlä
Gleich zu Beginn räumte Schulleiter Wolfgang Euteneuer mit dem Begriff der Sonderschule auf: "Im Laufe der Jahre haben wir uns viele Bezeichnungen anhören müssen, die zum Teil sehr diskriminierend waren. Aber wir finden, dass man Leistung nicht nach dem Intelligenzquotienten bewerten kann."
Ein besonderer Dank gebühre dabei vor allem den Lehrkräften, die Euteneuer als die eigentlichen Helden des Schulalltags betitelte. Im historischen Kostüm und mit einer gelungenen Powerpointpräsentation ließ er die letzten 100 Jahre Schulgeschichte Revue passieren. Dem spannenden und amüsanten Vortrag lauschten nicht nur zahlreiche Eltern sowie natürlich Lehrer und Schüler, sondern auch einige geladene Gäste.
So fanden sich in den ersten Reihen unter anderem Bürgermeister Claus Jacobi, Landrat Dr. Arnim Brux, der 1. Beigeordnete Hans-Christian Schäfer, die ehemalige Schulleiterin Maria Jordan und der Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer.
1907 wurde die erste Hilfsschulklasse in der einstigen Friedrichsschule eröffnet. In den folgenden Jahrzehnten wechselte die Schule oft ihren Standort und habe sich dabei, so Wolfgang Euteneuer, oftmals mit unzumutbaren Quartieren zufrieden geben müssen. Erst 1975 zog die Hasencleverschule, wie die Förderschule seit 1965 heißt, in das gerade fertiggestellte Schulzentrum West ein. In seinem Vortrag erinnerte der Schulleiter zudem an einige seiner Vorgänger wie Otto Remmert und Fritz Estermann.
Heute kann die Hasencleverschule mit einem funktionierenden Ganztagsbetrieb, Mittagessen für 155 Schüler, einem neuen Spielplatz und einem neuen Werkraum aufwarten. Für all die geleistete Arbeit und das Engagement aller Beteiligten fand auch Landrat Brux nur lobende Worte: "Sie sorgen dafür, dass jeder am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann und das ist heute besonders wichtig." Grußworte und Glückwünsche überbrachten außerdem Bürgermeister Jacobi, der Fördervereinsvorsitzende Willibald Limberg, Dieter Fleer, ein Vertreter der Elternschaft, und die Schülersprecherin Jennifer Petschulat.
Neben vielen Gratulationen gab es noch Musik vom Schulchor und den Vortrag eines historischen Textes in einem Klassenzimmer von 1900. Weitere Jubiläumsveranstaltungen sind die Fahrt in den Movie-Park am 5. September, die Kartoffelwoche im Oktober mit anschließendem Tag der offenen Tür und ein Gemeinschaftsgottesdienst im Dezember.
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