Glocken aus der Pauluskirche gehen auf Reisen
20.06.2007 | 08:30 Uhr 2007-06-20T08:30:09+0200Gevelsberg. (hbr) Verstummt waren sie schon seit Ende vergangenen Jahres, gestern nun wurden die Glocken der Pauluskirche in der Haufe abgehängt.
Mehr als zwei Tonnen wiegen die drei Stahlglocken, die seit 1951 in der Pauluskirche hingen. Ihre bronzenen Vorgänger von 1893 bzw. 1922 waren wie so viele Kirchenglocken zu Kriegszeiten eingeschmolzen worden.
Bald werden die drei Haufer Glocken in voller Kraft in einer ev. Gemeinde im litauischen Palanga erklingen. Die Gemeinde, der auch deutschstämmige Christen angehören, wird von einem wohlhabenden Amerikaner unterstützt, der einst aus Litauen ausgewandert war. In Palanga werden auch Altar, Kanzel, Bänke und Lesepult der Pauluskirche ihren Platz finden, zudem soll dort auch die bereits abgebaute Orgel wieder ertönen. In Kürze wird das Inventar auf die Reise gehen.
Eine Glocke aus der Pauluskirche bleibt Gevelsberg erhalten: die ehemalige Nebelglocke des Schiffes "SMS Wittelsbach". Die hatte 1948 der damalige Küster Paul Kunz auf einem Schrottplatz in Dortmund gefunden. Die Gemeinde erwarb sie für einen geringen Betrag. Zu den neuen Stahlglocken passte ihr Klang aber nicht mehr, so dass sie nur noch zum Volkstrauertag geläutet wurde. Für sie soll ein Platz an der Erlöserkirche gesucht werden.
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