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"Gevelsberg liest": Lesepaten erwünscht

24.09.2009 | 18:52 Uhr
"Gevelsberg liest": Lesepaten erwünscht

Gevelsberg. Das Aktionsbündnis „Gevelsberg liest” hat das nächste Kapitel aufgeschlagen. Die Organisatoren freuten sich über großen Zuspruch bei einem ersten Treffen mit Vertretern interessierter Einrichtungen. 22 Teilnehmer fanden sich im „filmriss” ein am „Runden Tisch” ein. Dabei waren unter anderem Vertreter der Kindergärten, der Grundschulen Strückerberg, Schnellmark und Pestalozzi und der weiterführenden Schulen.

Ziel des Bündnisses ist es, die Leseförderung zu verstärken und entsprechende Angebote stärker zu verzahnen. Insbesondere für Kinder und Jugendliche sollen Veranstaltungen organisiert werden. Den Anfang hatte im Juni der Besuch des Bestseller-Autors Zoran Drvenkar gemacht, der sowohl für Erwachsene als auch an Schulen aus seinen Werken las. Auch der „SommerLeseClub” der Stadtbücherei in den Schulferien war in das Projekt eingebunden worden (wir berichteten jeweils).

Einige konkrete Vorhaben vorgestellt

Mit dem „Runden Tisch” möchten die Initiatoren von „Gevelsberg liest” – Cornelia Bildheim (Stadtbücherei), Klaus Fiukowski („filmriss” und Stadt) sowie Stefanie Kron (Buchhandlung Appelt) – nun alle engagierten Gevelsberger zusammenbringen, die in Sachen Leseförderung aktiv werden wollen. „Wir wollen damit eine Ideenbörse einrichten und Netzwerke bilden”, erläutert Stefanie Kron. Etwa halbjährlich wolle man sich künftig zusammensetzen.

Eine Reihe konkreter Vorhaben wurde beim ersten Treffen bereits besprochen. So stellte Sigrun Pollitt vom Kulturamt Hagen die Kinder- und Jugendbuchtage Südwestfalen unter dem Motto „LeseLust” vor, die im kommenden Frühjahr wieder stattfinden sollen und an denen sich das „filmriss” beteiligen wird. Unter anderem soll es diesmal einen „Poetry Slam” geben.

Sponsoren sollen gesucht werden

Darüber hinaus wird es Angebote wie Elternabende in Kindergärten unter dem Titel „Wie wird mein Kind zum Leser?” und Lehrerfortbildungen mit dem Titel „Lesen macht Schule” geben. Außerdem wollen die „Gevelsberg-liest”-Aktiven nach Wegen suchen, Schulen, die nicht über ausreichende Mittel und einen finanzkräftigen Förderverein verfügen, etwa mit Hilfe von Sponsoren bei Leseveranstaltungen zu unterstützen.

Einige Teilnehmer äußerten den Wunsch nach „Lesepaten”.So sollen unter anderem prominente Paten gewonnen werden, die in Kindergärten und Schulen vorlesen. In Stadtteilen wie Berge und Vogelsang, wo viele Kinder mit Migrationshintergrund leben, könnten auch Lesepaten, die gleichfalls einen Migrationshintergrund haben, auf Deutsch, aber möglicherweise auch in der Muttersprache vorlesen.

Von Hartmut Breyer

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