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Neues Konzept für WR und...

Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis

26.03.2009 | 18:02 Uhr
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis

Gevelsberg/Südkreis. Die Westfalenpost schließt in absehbarer Zeit ihre Lokalredaktionen in Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal. Um auch in Zukunft Autoren- und Meinungsvielfalt zu gewährleisten, entsteht unter Führung der Westfälischen Rundschau eine „Gemeinschaftsredaktion” für den EN-Südkreis. Das heißt: Redakteure beider Zeitungen der WAZ-Mediengruppe werden künftig gemeinsam aus allen drei Städten berichten. Die drei Lokalredaktionen der WR bleiben an ihren jetzigen Standorten erhalten.

Die Chefredakteure Bodo Zapp (WP, links) und Malte Hinz (WR) im Gespräch. Aufmerksamer Zuhörer: der stellvertretende WR-Chefredakteur Frank Fligge. WR-Foto: Joe Schöler

Dieses Konzept stellten die Chefredakteure Malte Hinz (WR) und Bodo Zapp (WP) sowie der stellvertretende WR-Chefredakteur, Frank Fligge, am Mittwoch Abend im Gevelsberger Rathaus vor. Dorthin hatte Bürgermeister Claus Jacobi zu einem „Lokalen Bündnis zum Erhalt der Zeitungsvielfalt” geladen - einer Einladung, der mehr als 100 Vertreter aus zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen gefolgt waren, unter ihnen auch die Vize-Bürgermeister aus Ennepetal und Schwelm.

„Drastische Einschnitte” erforderlich

Jacobi eröffnete den zweieinhalbstündigen Abend mit der Sorge, dass durch den Rückzug der WP-Lokalredaktionen ein Stück demokratische Meinungsbildungskultur verloren gehe: Sein „Lokales Bündnis” ziele darauf ab, beide Lokalzeitungen „auch in ihrer Unterschiedlichkeit” vor Ort zu halten. Jacobi: „Beide Zeitungen haben ihre Fankreise”, sie ergänzten sich.

WP-Chefredakteur Bodo Zapp bestätigte den Rückzug seiner Lokalredaktionen aus Gevelsberg, Ennepetal und Schwelm. Das sei traurig. Hintergrund für diese schmerzliche Entscheidung seien „starke Verluste des Verlages”, die „drastische Einschnitte” erfordeten. Ziel sei es, bei den vier NRW-Zeitungstiteln WAZ, NRZ, WR und WP jährlich 30 Mio. Euro einzusparen. Deshalb habe die Geschäftsführung u. a. beschlossen, zukünftig nur noch eine Lokalredaktion pro Ort zu halten; zurückziehen müsse sich jeweils die auflagenschwächere Ausgabe. Das treffe im EN-Südkreis auf die WP zu.

INFO
Mediensituation im EN-Südkreis auch Thema am 31. März

Zu einer öffentlichen Anhörung zur „Situation der Medien im Ennepe-Ruhr-Kreis” laden die Journalistengewerkschaften DJV und dju in Verdi für Dienstag, 31. März ein.

Diskutiert wird über Fragen wie: „Wie sehen die Lokalzeitungen der Zukunft aus? Welche Auswirkungen hat dies auf Vereine, Kommunen und Unternehmen?

Rede und Antwort stehen die Chefredakteure Malte Hinz (WR) und Bodo Zapp (WP), SPD-MdL Hubertus Kramer, Medienwissenschaftler Horst Röper, stellv. WP-Betriebsratsvorsitzender Heinz-Gerd Lützenberger, der stellv. DJV-Landesvorsitzende sowie der WR-Redakteur Volkmar Kah.

Beginn ist um 19.30 Uhr im Kreishaus in Schwelm.

Um dennoch ein Stück Informations- und Meinungsvielfalt zu gewährleisten, kündigten WR-Chefredakteur Malte Hinz und dessen Stellvertreter Frank Fligge eine „Gemeinschaftsredaktion” unter Führung der WR für Gevelsberg, Ennepetal und Schwelm an. Die WR räume Stellen frei für WP-Autoren, die „als gleichberechtige Kollegen” gemeinsam mit WR-Redakteuren aus den drei Städten berichten werden. Über diese Konstruktion wollten beide Zeitungstitel ihren jeweiligen Leserkreisen die Hände reichen: Die WR-„Zeitungswerkstatt” von morgen zeichne sich durch „innere Vielfalt” aus, biete rote wie blaue Farbe, sagte Malte Hinz. Anders: Die Kompetenz der WP werde in die „Gemeinschaftsredaktion” integriert. Zapp, Hinz und Fligge forderten die Gäste im Ratssaal und alle weiteren Leser von WR und WP auf, diesen Prozess konstruktiv und kritisch zu begleiten.

Mit sieben fest angestellten Journalisten plus mehreren Redakteuren in Altersteilzeit (für die nächsten zweieinhalb Jahre) sowie freien Mitarbeitern beider Titel sei die „Gemeinschaftsredaktion” aufgestellt, „um auch weiterhin einen guten Job zu machen”, so Hinz auf Nachfrage aus dem Publikum.

Gleichberechtigte Kollegen sorgen für „innere Vielfalt”

Diesen Kompromiss in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wertete Jacobi am Ende der Aussprache als „positive Entwicklung”. Man nehme die WR-Chefredaktion beim Wort, für die zugesagte Vielfalt zu sorgen: „Wir werden darüber wachen.”

An der Diskussion nahmen auch Vertreter der Betriebsräte von WR, WP sowie der Journalistengewerkschaften teil. Diese machten keinen Hehl daraus, dass sie lieber zwei Titel vor Ort sehen würden. Die Betriebsräte stellten (wie zuvor die Chefredaktionen) auch heraus, dass der Restrukturierungsprozess bei den NRW-Tageszeitungen der WAZ-Mediengruppe höchstwahrscheinlich ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen werde.

Für den Start der „Gemeinschaftsredaktion” gibt es noch keinen Termin; die WR wird das neue Team rechtzeitig vorstellen.

Von Alexander Ebert

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Kommentare
28.03.2009
21:01
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von erstwaehler | #16

Herr oder Frau Firenze, hinter dem Wort Job in Ihrem merkwürdigen Beitrag haben Sie ein Komma vergessen, und es kann nicht um ein Vorbild an unsere Jugend gehen, wie von Ihnen geschrieben, sondern nur für die Jugend.
Kaufen Sie sich einen Duden und ersparen Sie uns dümmliche Kommentare, wie Sie oben geschrieben haben.

Wenn Ihnen die Lokalzeitungen am Herzen liegen, abonnieren Sie diese lieber, und schreiben Ihren Protest nach Hagen, Dortmund und Essen.

27.03.2009
15:54
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von Firenze | #15

@papaK

Danke für den Hinweis zu den Schreibfehlern. Nur ist es nicht mein Job fehlerfreie Texte, welche auch noch ordentlich recherchiert wurden, zu verfassen. Eine gut geschriebene Zeitung stellt auch ein Vorbild an unsere Jugend dar.
In meinem Job kann ich mir eine derart eklatante Anzahl an Fehlern nicht erlauben (ich meine hier keine Schreibfehler).

27.03.2009
10:17
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von scouti | #14

Guten Morgen zusammen,

auf der Gevelsberger Veranstaltung wurde angeregt die Verlagsleitung aus Essen, neben den Chefredakteueren (welche anwesend waren), einzuladen oder diese in Essen aufzusuchen.
Die beiden Zeitungen bleiben ja zumindest hier erhalten, nur die Lokalteile werden zu einem violetten (blau (WP) + rot (WR)) umgefärbt. Kompetenz- und Zuständigkeitsgerangel?

Zumindest ist hier im Portal auf den Mantelseiten nichts von der Veranstaltung zu lesen. Sehr bezeichnend, wenn man bedenkt das sonst jedes überfahrene Reh vorne erwähnt wird, die Plüschetage von WR und WP mit vertreten war, und hoffentlich bei weiteren Veranstaltungen ist.

Ich denke die Leute hier in der Region interessiert - wie auch einer der Anwesenden am letzten Dienstag anmerkte: zuerst die Todesanzeigen, dann der Lokalteil, dann der Sport und zum Schluß der Rest.

Für Wichtiger halte ich, die Resteverwertung aus anderen Lokalteilen (Hagen, Wetter, Herdecke) zu stoppen. Sprockhövel wird ja seit langem schon von Hattingen versorgt - übrigens schon länger mit denselben Inhalten in WR und WP. Wenn schon alles eingestampft und langjährige Traditionen vernichtet werden - lasst die Hagener Lokalteile weg - berichtet mehr von hier, nehmt Breckerfeld noch mit rein. Dann ist es eine EN-Süd-Zeitung!

Zur Idee die Anzeigenblätter der WAZ-Gruppe, z. B. WAP, zugunsten der Tageszeitungen zu schliessen: Die Kleinanzeigen können doch jetzt schon in allen Titeln der WAZ-Gruppe erscheinen - also könnten auch andere Inhalte in die Tageszeitungen integriert werden.

Weiterhin wird das kostenfreie Portal DerWesten.de nicht zu Abonnementssteigerungen führen - im Gegenteil. Nicht jeder wird sich in Zukunft die Printausgabe leisten können (zumal die Abopreise wieder erhöht wurden). Warum nicht für DerWesten.de einen Abopreis für erweiterte Funktionen oder mehr Beiträge nehmen? Es fallen ja die Kosten für Druck und Papier weg. Nur ggf. die Druckfunktion der Online-Artikel zu deaktivieren wie einer der drei Chefredakteure anführte - nützt m. E. nichts um den Leser zum Bezug der Printausgabe zu zwingen. Ob das Portal in der WAZ-Gruppe vollkommen unterschätzt wird (s. Bestellung einzelner ausführlicher Artikel bzw. Themenbereiche gegen Bezahlung bei Nachrichtenmagazinen wie bei Spiegel Online etc.)

Hinzukommen die Kommentarfunktionen (hier kann jeder auch mit falscher Mailadresse und Wergwerf-Nick, oder marginal geändertem Benutzernamen versuchen andere Kommentatoren in ein anderes Licht zu rücken (wenn einige noch weiter nach rechts oder links rückbar sind)), die sicherlich so nicht lange ertragbar sind. Führt die namentliche Registrierung mit Nick und Profil ein, so dass die Redaktion und der zentrale Newsdesk in Essen auch den wahren Autor kennt.

So jetzt bin ich vom Schreiben ganz Heiser und gehe jetzt Kaffeetrinken und (Print-)Zeitung lesen.

27.03.2009
09:12
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von helgasp | #13

Volle Zustimmung!
Alles bereits gemacht.

27.03.2009
08:37
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von gevelsbuerger | #12

Zur Zeit sorgen über 20 Kolleginnen und Kollegen der beiden Zeitungen für eine umfassende, wertneutrale Information der Öffentlichkeit. Nur sieben Kollegen werden dies kaum leisten können, schon gar nicht an drei verschiedenen Standorten. Als Leser beider Zeitungen weiss ich, wie wichtig die Besonderheiten jedes Titels für die Region sind.

Schreiben Sie Ihren Protest nach Essen, schreiben Sie Ihren Protest nach Dortmund und Hagen, verlangen Sie einen Erhalt zweier unterschiedlicher Zeitungen in Gevelsberg, Ennepetal und Schwelm.

Und abonnieren Sie eine der lokalen Zeitungen - ohne Einnahmen kann kein Unternehmen auf Dauer überleben.

27.03.2009
08:10
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von Knötterkopp | #11

Hallo, liebe Moderatoren,
wieso steht dieser Artikel überhaupt hier im Internet? Bisher habt Ihr doch alles, was auch nur irgendwie auf die Schließung von Redaktionen und die Vernichtung von 330 Arbeitsplätzen hingewiesen hat, rigoros gelöscht.
Aber Ihr habt nicht alles gefunden . . .

27.03.2009
07:44
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von papaK | #10

@Firenze

Schreibfehler ??? du meckerst über Schreibfehler ??schau dir mal dein eigenes Geschreibe an.
Wer im Glashaus sitzt ..........

sinke sinke sinke

26.03.2009
20:09
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von helgasp | #9

@ scouti
Statt Parkplatz zum Ausrollen könnte man Fahrgemeinschaften bilden, aus der (Parkplatz-)Not eine Tugend machen und sich kennen lernen.

26.03.2009
19:49
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von scouti | #8

Wieso Abschreiben? Du sendest als Verein deine Texte per E-Mail zu, hängst noch ein nettes Bild in guter aber nicht zu hoher Auflösung (soll ja kein Starschnitt werden) an. Oder sendest du Beiträge per Fax oder Brief? Der Rest wie Rechtschreibkorrektur, kürzen oder umstellen, Bildzuschneiden wird dann vor Ort gemacht.

26.03.2009
19:31
Gemeinschaftsredaktion für den EN-Südkreis
von Nontius | #7

Ist dann auch einfacher beim abschreiben der Artikel.

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