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Gefangen im eigenen Wagen

11.08.2009 | 17:39 Uhr
Gefangen im eigenen Wagen

Sie haben den Horror auf der Autobahn erlebt. Der Wagen von Sarah Hanneken und Benjamin Buske aus Gevelsberg machte, was er wollte.

Der VW Golf, Baujahr 1990, raste mit 150 km/h auf der A 43 Richtung Richtung Recklinghausen, ohne sich bremsen zu lassen. Gefangen im eigenen Auto. Nur einer Reihe von glücklichen Umständen verdanken es die beiden jungen Leute, dass sie noch leben.

Der 25 Jahre alte Benjamin Buske war am Steuer des Wagens. Zusammen mit seiner vier Jahre jüngeren Verlobten wollte er am Montag vom Einkaufen in Hattingen wieder zurück nach Gevelsberg fahren. Die erste Panne: Die zwei nahmen die falsche Auffahrt, nicht Richtung Wuppertal, sondern Münster. Als Buske einen Lkw überholen wollte, begann das Drama.

»Die vor uns dachten, da kommt ein Raser«

Buske drückte das Gaspedal bis zum Anschlag. Bei einem Automatik-Wagen wird damit ein so genannter Kick-Down-Mechanismus ausgelöst. Das Getriebe schaltet einen Gang herunter und erhöht die Drehzahl, um schneller zu beschleunigen.

Nach dem Überholvorgang der Schreck. Der Gevelsberger trat auf die Bremse - nichts geschah. Das Tempo wurde noch höher. „Erst haben wir darüber gelacht”, so der 25-Jährige. Aber nicht lange: „Wir mussten uns durch den Verkehr schlängeln. Von der Standspur auf die Überholspur und wieder auf die Standspur bei dieser hohen Geschwindigkeit.”

Der erste glückliche Zufall: Sarah Hanneken und Benjamin Buske sind Profis. Beide steuern beruflich einen Rettungswagen der Johanniter-Unfallhilfe. Sie haben es also gelernt, sich mit einem hohen Tempo einen Weg durch den Verkehr zu bahnen. Doch, diesmal war alles anders. „Im Dienst haben wir Blaulicht und Martinshorn. Nun versuchten wir, mit der Hupe und Fernlicht auf uns aufmerksam zu machen. Aber die Fahrer vor uns haben das als Provokation aufgefasst. Die dachten, da kommt ein Raser, der sich den Weg frei machen will”, sagt Buske. Und seine Verlobte fügt hinzu: „Wir haben nur gehofft, dass es keinen Stau oder keine Baustelle gibt. Dann wäre alles zu spät gewesen.” Der zweite große Zufall: Es gab keine Verkehrsbehinderungen auf der vielbefahrenen Strecke.

Sarah Hanneken alarmierte über Handy die Polizei: „Die Beamten wollten uns erst gar nicht glauben.” Doch schnell erfassten die Polizisten die gefährliche und hilflose Lage der beiden Gevelsberger. Tipps der Beamten nutzten nichts. Das Getriebe ließ sich nicht in einen niedrigeren Gang umschalten. Benjamin Buske trat inzwischen verzweifelt mit beiden Füßen auf die Bremse: „Ich konnte die Geschwindigkeit auf 100 km/h drosseln, der Wagen beschleunigte aber sofort wieder, wenn ich den Fuß von der Bremse nahm.” Und dann noch die bange Frage: Wie lange würde die Bremse solchen Belastungen aushalten?

Inzwischen hatte die Polizei einen Rettungsplan geschmiedet. Ein Streifenwagen setzte sich mit Blaulicht vor das Fahrzeug der Gevelsberger, einer dahinter. Der dritte große Zufall: Die Beamten hatten den VW im Verkehr auf der Autobahn auch entdeckt. „Jetzt den Motor abschalten”, lautete das Kommando. Ohne Geleitschutz wäre das zu gefährlich gewesen. Und siehe da: Der Golf rollte in der Höhe von Marl-Sinsen, nach 30 Kilometern Höllenfahrt, langsam aus. Nur die Stoßstange war bei einem leichten Zusammenstoß mit dem vorausfahrenden Polizeiwagen verloren gegangen. „Der Beamte, der den Unfall aufnahm, hat uns erzählt, dass er vor 15 Jahren schon einmal einen solchen Fall erlebt hat. Damals hätte der König von Mallorca, Jürgen Drews, im Wagen gesessen,” so Hanneken.

Übrigens: Die beiden Verlobten besitzen das Auto erst seit einem Monat. Das Fahrzeug ist ein Geschenk von Benjamin Buskes Mutter. Einmal musste er bereits in die Werkstatt - weil der Motor mitten in der Fahrt aussetzte.

„Es ist ein absolutes Horrorszenario, das der Fahrer erlebt hat”, kommentierte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer gestern in München den dramatischen Vorfall. Ein ähnlicher Fall sei nur aus den USA bekannt. Normalerweise seien Automatikgetriebe sicher.

Für Josef Pereira von der Oldtimerschmiede in Gevelsberg, der den VW repariert, ist der Fall klar: „Der Wagen gehörte 19 Jahre einer älteren Frau, die den Kick-Down-Mechanismus zur schnellen Beschleunigung wahrscheinlich noch nie im Leben des Autos genutzt hat.” Die Folge: Der entsprechende Gaszug sei verrostet gewesen. Als Benjamin Buske nun auf die Tube drückte, sei er gerissen und habe sich verklemmt. Pereira: „Der Motor beschleunigt dann in einer sehr hohen Drehzahl.” Es sei kaum möglich, ihn zu bremsen. Auch ein Schalten in einen niedrigeren Gangbereich sei in einer solchen Situation unmöglich, so der Experte.

Normal sei das allerdings nicht, so der ADAC. „Eigentlich ist die Kraft der Bremsen wesentlich stärker als die des Motors”, so Maximilian Maurer, der selbst seit Jahren einen Wagen mit Automatik-Getriebe fährt. „Man hört immer wieder von solchen Sachen, aber dann stellt sich heraus, dass ältere Fahrer das Gaspedal mit der Bremse verwechselt haben”, so der ADAC-Sprecher.

Gefangen im eigenen Wagen

Klaus Bröking

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Kommentare
20.03.2011
02:34
Gefangen im eigenen Wagen
von SarahHanneken | #19

So jetzt werde ich mich auch mal dazu melden

Ich bin die Beifahrerin gewesen.

1. Das falsche Auffahren ist auch wichtig :), wenn man erst 6 Monate da wohnt und eigentlich aus Hamburg kommt.

2.Den Zündschlüssel haben wir umgedreht, aber wenn man fast 160 kmh drauf hat, steht man auch in 200 Metern. teilweise gab es keine Standspur, dann standen da autos, der Platz reichte nicht aus.

3. Die Auto Bahn nicht leer 13 uhr

4. Haben wir nach Anweisungen der polizei gehandelt.

5. Er hatte Neu TÜV

6. Hatte der Golf zusätzlich noch ein Elektronik Problem.

7. Der Von der Werkstatt hat es falsch erklärt bzw dar Gestellt DEKRA Stern Tv hat es richtig erklärt

Lg Sarah Hanneken

10.09.2009
19:43
Gefangen im eigenen Wagen
von nadine jansen | #18

ganz hamburg kennt die beiden.im mittelpunkt stehen ist einfach alles,und das um jeden preis.in hamburg wäre die story so unglaubwürdig wie schnee im sommer.eigendlich ist es doch nicht schlimm in canada einen mann zu heiraten und ihn dann verarscht in deutschland hängen zu lassen.glaubt mir das ist nicht die letzte unwahre geschichte dieses tollen paares.

18.08.2009
09:04
Gefangen im eigenen Wagen
von dreifragezeichen | #17

versteht hier einer noch irgendwas???

17.08.2009
09:33
Gefangen im eigenen Wagen
von wir | #16

der name jamie birgt einiges in sich.
hübscher name für einen kurzfilm!!!!
wir kennen auch einen jamie, er ist canadier, homosexuell und ---- alles festhalten---- ein sehr guter freund von uns.
dies hätte das ATTAGESCHWARDER , ich meinte natürlich eine die putzt, nicht erwartet.
ach ja : wieso schon wieder aufgesetzt, ich weis nur von einer, aber im duett kann mann einem ursprung sehr nahe kommen.
aber bitte nichts überstürzen, da das hier tierisch spaß macht.
nächter versuch

16.08.2009
20:25
Gefangen im eigenen Wagen
von Jamie | #15

Ihrem Kind ? Hat sie schon wieder die Schwangerschaftsmütze aufgesetzt ???

15.08.2009
16:54
Gefangen im eigenen Wagen
von wir | #14

wenn jemand nicht homosexuell sein kann, hofft man, das er es nicht ist. wenne er es aber sein sollte, ist demjenigen der viel putzt es bestimmt nicht egal.
darum geht es in dem kurzfim vom 14.08.09 auch gar nicht...ALSO: nächster versuch

15.08.2009
09:50
Gefangen im eigenen Wagen
von Putzteufel | #13

?????
?????
Der Junge MAnn kann nicht homosexuel sein.
Und wenn ist es auch völlig egal.

14.08.2009
14:29
Gefangen im eigenen Wagen
von wir | #12

insider. hier vor ort haben mehrere einen ast.
angenommen ich drehe jetzt einen kurzfilm:
ich nenne mich mal b., setze mich in meinen 5èr, fahre rückwerts, sehe meinen ehemann, halte wieder an und begrüde mein spätes stoppen mit der ausrede,( ah... ich meine natürlich entschuldigung) da hat was geklemmt. ich wollte dich nicht anfahren.- ob ich wohl bühnenreif war?

zum thema schädigung bin ich natürlich geicher meinung: niemandem ist etwas passiert. benjamin nichts, ihr nichts ( und ihrem kind hoffentich auch nichts). anderen ist auch nichts passiert, was wollen wir mehr?

14.08.2009
08:45
Gefangen im eigenen Wagen
von Gevel | #11

Den letzten Kommentar verstehe ich gar nicht.
Können Sie ja mal erklären, wenn Sie sich son Ast lachen.

egal ob die sich jetzt gut verhalten haben oder nicht, wichtig ist das sie es heil überstanden haben.

13.08.2009
21:45
Gefangen im eigenen Wagen
von wir | #10

mann,mann,mann,
was wird wohl der ehemann oder schon vielleicht exmann von benny dazu sagen? der sitzt in canada und macht sich vielleicht sorgen ob der situation, das er scho wieder in die falsche richtung gefahren ist. weiter wäre noch zu vermerken, das egel wo man sich gerade befindet, man muß auch mal die bremse ziehen, den schlüssel drehen und dann die situation neu betrachten. wer kann das schon, wenn man den mittelpunkt liebt. meine frau und ich lachen uns hier `nen ast. schon wieder mal etwas nicht gebacken bekommen.

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