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Erste Häuslebauer könnten 2016 starten

22.01.2015 | 07:00 Uhr
Erste Häuslebauer könnten 2016 starten
Baugebiet am Dörnerbusch: Hier sollen bald 50 Häuser mit insgesamt 100 Wohneinheiten entstehen.Foto: Stefan Scherer

Gevelsberg. Die Politiker haben ihre Daumen einstimmig für die Verkehrsführung im Baugebiet „Dörnerbusch“ hinter der Maus erhoben. Die folgenden Abstimmungen in Hauptausschuss und Stadtrat sind wohl nur noch reine Formsache. Läuft alles reibungslos, könnten bereits Mitten 2016 die ersten Häuslebauer damit beginnen, ihre neuen Eigenheime zwischen Börkey und Klosterholz zu errichten.

Bedenken wegen Rettungswegen

Es zeichnete sich bereits im Vorfeld des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaftsförderung deutlich ab, dass die neu erdachte Verkehrsführung „Variante 0“ konsensfähig für Politik, Verwaltung, Investor und Anwohner ist. Kurz und knapp: Dieser nun beschlossene Alternative unter insgesamt sechs Vorschlägen sieht vor, das Baugebiet ausschließlich über die Straße „An der Maus“ zu erschließen und somit keinerlei Durchgangsverkehr zur Habichtstraße, Elsternstraße oder Wachtelstraße zu ermöglichen. In diese Richtungen sind lediglich Fußwege angedacht.

Eine Variante, mit der sich grundsätzlich alle anfreunden können. Einen „Schwachpunkt der Planungen aus Sicht der SPD“, brachte allerdings Bernhard Bösken in die Diskussion ein. „Was passiert, wenn im Katastrophenfall die einzige Zuwegung versperrt sein sollte?“, fragte er und regte stellvertretend für seine Fraktion an, über einen den angedachten Fußwege eine Noteinfahrt einzurichten. Bürgermeister Claus Jacobi betonte, dass diese zum Beispiel durch einen Poller so gesichert sein müsse, dass sie nicht als Durchfahrtsstraße genutzt werden könne.

Wieland Rahn, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, steht dem kritisch gegenüber. „Es gibt etliche Wohngebiete, die nur über einen Zugang erschlossen sind. Was machen wir denn mit den Sackgassen in unserer Stadt? Das Problem erschließt sich mir nicht. Vor allem sollte eine solche Lösung im Angesicht unserer angespannten Haushaltslage ganz genau durchgerechnet werden.“

Ratsbeschluss im Dezember

Wie geht es nun nach erfolgtem Ratsbeschluss über die Verkehrsführung weiter? Zunächst müssen einige obligatorische Gutachten, die jedem Bauleitverfahren anhängig sind, erstellt beziehungsweise modifiziert und dem Verkehrskonzept angepasst werden. Danach muss die Öffentlichkeit erneut beteiligt werden. „Wir gehen derzeit davon aus, dass der Beschluss darüber im Stadtentwicklungsausschuss am 17. Juni gefasst werden kann“, sagt Bürgermeister Claus Jacobi. Aus Rücksichtnahme auf Urlaube legt die Stadt Gevelsberg allerdings grundsätzlich nicht während der Sommerferien aus. „Daher wird dieser Schritt dann wohl von Mitte August bis Mitte September erfolgen“, sagt Jacobi.

Sein Ziel lautet, dass der Stadtrat in seiner Sitzung am 17. Dezember den Satzungsbeschluss fassen kann. Der Investor, der Ennepetaler Architekt Wolfgang Frey, könnte dann 2016 die Erschließungsstraße bauen, so dass die Bagger für die ersten neuen Häuser im Sommer kommenden Jahres anrücken könnten.

Top-Wohngebiet

Dies – das betont Bürgermeister Claus Jacobi allerdings ausdrücklich – wäre ein optimaler Verlauf ohne jegliche Zwischenfälle. Würden plötzlich schützenswerte Flora und Fauna gefunden, gäbe es Klagen gegen das Verfahren oder Unvorhersehbarkeiten beim Bau, könnte sich das Vorhaben schnell in die Länge ziehen. Doch das will niemand hoffen und Jacobi ist sich sicher, dass die Gevelsberger „hier ein Top-Wohngebiet im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis bekommen.“

Stefan Scherer

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2015-01-22 07:00
Gevelsberg