Ein Renntag aus dem Bilderbuch
16.10.2011 | 20:24 Uhr 2011-10-16T20:24:00+0200
Gevelsberg.Heiße Kisten, strahlender Sonnenschein und tausende Zuschauer an der Heidstraße: Das 6. GevelsBerg-Rennen für Seifenkisten und „Fun-Mobile“ am gestrigen Sonntag war ein großer Erfolg.
Sehr zur Freude aller Beteiligten herrschte am Renntag Bilderbuchwetter. Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Theodorstraße zogen die Fahrer in Begleitung der Aechterbiekschen Husaren & Lands-Knechte zum Startplatz.
Die Rennen eröffnete Bürgermeister Claus Jacobi mit dem ersten Prominentenrennen an diesem Tag. Er trat gegen seinen Amtskollegen aus Wetter, Frank Hasenberg, an. Hasenberg hatte sich vom Motorsportclub Wetter, dessen Mitglieder am Renntag tatkräftig für einen reibungslosen Ablauf mitarbeiteten, eine rasante Kiste bauen lassen. Ein etwas neidischer Blick wanderte denn auch von Jacobi zum Kontrahenten auf der Startrampe. Dennoch schaffte es das Gevelsberger Stadtoberhaupt, der bei der späteren Siegerehrung die Wetteraner Rennmaschine als „Rolls-Royce-Seifenkiste“ bezeichnete, im ersten Lauf den kurzzeitig führenden Hasenberg zu schlagen.
In vier Klassen
ging es an den Start
Bei den zahlreichen Rennen säumten tausende Besucher die Strecke und feuerten die jungen Rennfahrer in den vier Klassen an. Vor allem am Start herrschte Hochbetrieb. Die wärmende Sonne ließ hier die meisten Besucher verweilen. Zeitweise hatten es die Organisatoren schwer, die in der als Boxengasse umfunktionierten Dörnenstraße wartenden Seifenkisten durch die Menschenmengen zum Start zu bugsieren.
Die einzelnen „Rennställe“ hatten es sich im Fahrerlager mit Stühlen, Bänken und Tischen gemütlich gemacht. An der ein oder anderen Kiste wurden nach den ersten Läufen auch noch geschraubt und gewerkelt.
Am Start gab es dann noch die letzten Tipps aufgeregter Erwachsener, die bei den jungen Rennfahrern in deren Konzentration aber kaum noch ankamen. Denn Blick starr nach vorne gerichtet, warteten sie, dass sich die Klappe vor den Vorderrädern endlich senkte. Der Ausruf: „Komm Tom, gib Gas“ konnte der Fahrer mangels Pedal dann allerdings nicht wirklich in die Tat umsetzen.
Neben klaren Siegen auf der 320 Meter langen Strecke gab es auch viele Kopf-an-Kopf -Rennen, bei denen der kleinste Fahrfehler über Sieg oder Niederlage entschied. Zum Glück hatten alle Fahrer ihre Kisten gut im Griff, so dass es auf der Rennstrecke zu keinem Unfall kam. Lediglich hinter der Ziellinie krachte ein Fahrer mit seiner Kiste in die Absperrgitter. Fahrer und Zuschauer kamen mit einen kräftigen Schrecken davon. Die Rennmaschine musste allerdings aus dem Verkehr gezogen werden.
Für die Sicherheit im Zielbereich sorgten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz stand für alle Fälle bereit.
Shantychor und junge Bands auf der Bühne
Während auf der Rennstrecke ein heißer Reifen gefahren wurde, gab es bei den Rotariern in der Theodorstraße heißen Kaffee und Waffeln, sowie leckeren Kuchen. Die Evangelische Kirchengemeinde Gevelsberg versorgte die Besucher mit Bratwürstchen und Pommes und der Bierstand der FSV Gevelsberg sorgte für kühle Getränke.
Außerdem konnten Jung und Alt bei der Straßenverkehrswacht einen Reaktions- und Sehtest absolvieren, während die jungen Besucher am Stand der ABC-Lehrwekstatt spielen konnten. Der neue Tauchsportclub TSV „Deep Stop“ stellte sich mit einem Infostand vor.
Viele Kinder nutzten die Gelegenheit sich am Infomobil der Westfälischen Rundschau mit dem Maskottchen ablichten zu lassen. Auf der Bühne sorgten der Shantychor „Dorf am Hagebölling“, sowie die heimischen Rockbands „Watch it Crash“ und „Pariah Disaster“ für Stimmung. Die Verpflegung der vielen Helfer übernahm die Arbeitsgemeinschaft der Alleinerziehenden.
Die abschließende Siegerehrung nahmen Bürgermeister Claus Jacobi und Jan Schulte, der den ganzen Tag an der Strecke moderierte, vor.
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