Ein Fest der kulturellen Vielfalt
18.09.2011 | 16:35 Uhr 2011-09-18T16:35:22+0200
Gevelsberg.Wenn es einen Idealfall für Stadtteilfeste gäbe, dann wäre das Berger Fest seit nun sieben Jahren sehr nah dran. Mit den Akteuren aus dem Viertel, den beiden christlichen Kirchen, der Feuerwehr, der Kirmesgruppe Berge, dem Bauverein Gevelsberg und vielen weiteren Mitwirkenden präsentiert Berge einmal im Jahr die kulturelle Vielfalt, die sich durch das Zusammenleben vieler Nationen und Kulturen ergibt.
Es ist das gewollte Miteinander, dass seit vielen Jahren im Berger Bürgertreff an der Berchemallee prägend für die soziale Arbeit ist. Der Spaß hat also einen ernsthaften Hintergrund.
Plädoyer für Nachsicht
Vor allem für Kinder ist der Parkplatz am Berger S-Bahnhaltepunkt an diesem Samstag ein Eldorado – auch der Polizist, der am Eingang des Fests Position bezogen hat, ist für die Kinder ein zu bestaunendes Objekt. Der Bauverein punktet mit einer Spielwelt, lässt die Kleinsten im kindergroßen Kreisel drehen, in der Hüpfburg tollen und die Größeren den meterhohen Kistenturm – natürlich gesichert – erklimmen.
Robert Schiborr bietet das Offene Atelier und verlost unter allen Teilnehmer ein Bild seiner „Chucks“-Reihe.
Unter dem Zelt der evangelischen Kirchengemeinde tönt es: „Quäl dich“. Grund sind die letzten zurückzulegenden Meter auf der Rudermaschine.
Pastor Thomas Weber und sein katholischer Kollege Martin Stais wählten für den Gottesdienst zu Beginn des Stadtteilfest ein Thema Isaac Newtons „Die Menschen bauen mehr Mauern als Brücken“. Das Stadtteilfest ist ein klares Plädoyer für Brücken und Verständnis, für Zielstrebigkeit und Nachsicht.
Auf der Bühne tanzt die tamilische Mädchengruppe, dann folgt die thailändische, dann das Akrobatik– und Clownerie Duo „Drauf und dran“ mit Herrn Drauf und Herrn Dran aus Hagen.
Ein besonderes Stückchen Programm sind die preisgekrönten Weltmusiker von „Karibuni“. Die Gruppe hat bereits zweimal den Preis der Deutschen Schallplattenkritik bekommen. 5 CDs und 10 pädagogische Bücher hat „Karibuni“ bislang veröffentlicht. Ihre Musik vereint die europäische mit der afrikanischen und orientalischen Tradition.
Nicht zum ersten und bestimmt nicht zum letzten Mal, bestritten Carnage das Abendprogramm zu dem auch die katholische Kirchengemeinde ab 18 Uhr mit alkoholischen statt Saftcocktails beitrug.
Mit Rock aus den 80ern bis heute begeisterten Carnage das Publikum – trotz Handicap von Sänger Jupp, der nach einem Unfall ohne kreisende Hüften, aber mit gewohntem Schmelz in der Stimme auftrat.
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