Ehrung für Rita Wohlgemuth
13.02.2012 | 18:13 Uhr 2012-02-13T18:13:00+0100
Gevelsberg.Der Welttag der Kranken im Bistum Essen führte Weihbischof Franz Vorrath am Wochenende in das Haus Maria Frieden. Gemeinsam mit dem Probst der katholischen Gemeinde Heinz D. Janousek, Pfarrer Martin Stais, weiteren katholischen Geistlichen und Seniorinnen und Senioren feierte der Weihbischof eine Messfeier mit anschließender Segnung.
Eine besondere Rolle spielte die Fraternität für Menschen mit Körperbehinderungen und deren Mitbegründerin Rita Maria Wohlgemuth. Erst zehn Minuten vor Beginn der Messe erfuhr die Ehefrau von Lothar Wohlgemuth, dass sie in der Messe das Ehrenzeichen des Bistums Essen aus den Händen des Weihbischofs erhalten sollte.
Nicht alle Bänke in der kleinen Andachtskapelle des katholischen Seniorenzentrums im Vogelsang sind besetzt. Die Senioren aber, die gekommen sind, erhoffen sich Unterstützung und Gottes Hilfe in ihrem Alltag, aber auch in besonderen Situationen, die Kraft erfordern.
Weihbischof Franz Vorrath kritisierte in seiner Predigt, den anhaltenden Trend der Medien und der Gesellschaft, das Leiden, die Krankheit und auch den Tod, wenn nicht aus dem Leben auszuschließen, so doch wenigstens an den äußersten Rand der Wahrnehmung zu verbannen. Und damit auch alte Menschen und Kranke. „Leben heißt aber nicht nur Freude, sondern auch Leid, Trauer und Krankheit,“ so der Weihbischof.
Diese Trauer anzunehmen, das eigene Leid anzunehmen und zu bejahen. Die Fraternität sei ein Beispiel für die Annahme von Krankheit und Leiden, um dennoch das Beste zu erreichen.
Für Rita Maria Wohlgemuth, Mitglied der Fraternität und seit vielen Jahren Unterstützerin, ist ihr Glauben Kraftspender und die Segnung durch Franz Vorrath eine Zusage Gottes.
Rita Maria Wohlgemuths Urkunde wir gerahmt werden und neben der Urkunde ihres Mannes Lothar, der die Auszeichnung bereits 1998 bekommen hatte, aufgehängt werden.
Die gelernte Krankenschwester Rita Maria Wohlgemuth und ihr Mann Lothar sind seit 1981 die treibende Kraft hinter der Fraternität. Auch wenn beide immer weider auf das Leitungsteam verweisen, dass viele Veranstaltungen erst möglich mache, sind es doch diese beiden, die seit nunmehr 31 Jahren das Gesicht der Fraternität sind und streitbar für die Anliegen kranker und behinderter Menschen kämpfen.
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