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Auf dem Stundenplan stand Mobbing - als Theaterprojekt

27.08.2007 | 02:28 Uhr

Gevelsberg. (wö) Mobbing - die permanente Erniedrigung und Ausgrenzung von Mitschülern - wird an Schulen zu einem immer größeren Problem. Für das Gymnasium Grund genug, dem mit professioneller Hilfe intensiv entgegenzuwirken. Für die 150 Schüler der si

Theater als präventive Maßnahme, um Schüler in ihrer Verantwortung für Mobbingprozesse zu sensibilisieren, bildet einen Teil des westfalenweiten Projekts "Stark im MiteinanderN", initiiert von der Westfälischen Provinzial, dem Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, dem Arbeitskreis soziale Bildung sowie der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster.

Sechs Unterrichtsstunden arbeiteten die Schüler mit dem zehnköpfigen Projektteam zusammen und zeigten in der Aula abschließend ihre geleistete Arbeit in gespielten Konfliktsituationen.

"Die Schüler können oft nicht alles versprachlichen, was in ihren Klassen an Gewalt passiert", erklärt Lehrerin Angelika Launag. Und: "Das Theater ist eine gute Gelegenheit, die Probleme offener anzusprechen." Schon in den Stufen 5 und 6 habe es Mobbingsituationen gegeben, bevor sich die Klassen in der Stufe 7 neu gemischt haben, berichteten die Schüler. "Für uns war das deshalb eine gute Gelegenheit, hier präventiv zu arbeiten", sagte "Spotlight"-Leiter Andreas Raude. Besonders wichtig sei, dass Schüler Mobbing-Fälle sofort Lehrern oder Eltern mitteilen. "Oftmals glauben die Schüler zu petzten und scheuen sich, auf ein Problem aufmerksam zu machen", so Launag.

Wie gravierend die Zahl der Erniedrigungen unter Schülern im Verlauf der letzten Jahre zugenommen hat, weiß auch Gevelsbergs Jugendbeauftragter der Polizei, Uwe Kreis. Insbesondere würden hier immer häufiger neue Medien genutzt, um Konfrontationen im Klassenzimmer zu vermeiden. "Mittlerweile werden sogar Lehrer mit dem Handy gefilmt und im Internet massiv gemobbt", so Kreis.

Im November wird das Theaterprojekt auch an den Gevelsberger Hauptschulen durchgeführt. Ein besonderer Dank des Gymnasiums für die Verwirklichung des Projekts gilt der Stadtsparkasse Gevelsberg. Denn ohne die 4000-Euro-Spende anlässlich des 150-jährigen Jübiläums wäre die Finanzierung nicht möglich gewesen.

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