Am kommenden Sonntag ist "Gevelsberger Frühling"
04.03.2009 | 17:36 Uhr 2009-03-04T17:36:40+0100Gevelsberg. Sonntag ist Frühling. Jedenfalls in Gevelsberg. Von 13 bis 18 Uhr öffnen die Geschäfte. Einige Händler stellen Tische und Stühle raus oder bitten auf andere Inseln des aufkeimenden Lebens entlang der Mittelstraße.
Beispielsweise lädt Floristin Laura Buschmann an ihren Stand mit Deko- und Geschenkideen auf den Butera-Platz vor der VHS; Garten- und Landschaftsbauer Klaus-Detlev Fröhlich kommt mit eigenen Angeboten hinzu. Das Markthallen-Trio bietet vor dem Geschäft Fruchtiges, Süßes und Herzhaftes an, das Kunden in einem kleinen "Blumengarten" verspeisen können.
Im oberen Bereich der Fußgängerzone präsentieren Gevelsberger Blumenhändler an Ständen ihr kreatives Grün (u. a. Klostermann, Petit Fleur und ein Händler des Wochenmarktes).
Freiluft-Auftakt ohne Rahmenprogramm Da der erste Verkaufssonntag 2009 unter dem Motto "Gevelsberger Frühling" steht, halten auch andere Händler für ihre Kunden spezielle Aktionen bereit, so City-Manager Frank Manfrahs gestern. Allerdings: Schminkangebote oder Karussells wie zur Eröffnung des oberen Teils der neuen Mittelstraße vor einem Jahr wird´s in diesem Jahr nicht geben.
Der Verkaufssonntag am 8. März ist ohnehin stärker umstritten als alle seine Vorgänger, weil er auf den Internationalen Frauentag fällt (den die Stadt und VHS gemeinsam feiern im VHS-Gebäude). Wegen dieser Bedenken hatte der Rat der Stadt den Aktionstag nur mit knapper Mehrheit genehmigt: 22 Ja- und 18 Nein-Stimmen (WR berichtete).
Inzwischen "verurteilt" auch "Die Linke" den Termin. Kreissprecherin Christina Zett teilte mit: "Es ist ein Affront gegen die beschäftigten Frauen im Einzelhandel, ausgerechnet am 8. März einen verkaufsoffenen Sonntag durchzuführen. Gerade die Frauen sind es, die an diesem Sonntag, dem internationalen Frauentag, zusätzlich arbeiten müssen."
Und: "Trotzdem beschlossen die Gevelsberger Parteien - auf Initiative von ProCity - diesen geschichtsträchtigen Tag auf Kosten der Frauen zu begehen." "Die Linke" fordere "ProCity" und die Parteien auf, in Zukunft den internationalen Frauentag angemessen zu unterstützen.
12:06
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09:46
Viel Spass - ich lebe in Gevelsberg, aber Einkaufen ?
Nein danke ! Seit Beginn der Dauerbaustellen und unmöglichen Verkehrsführung kauf ich lieber dort, wo ich bequem hinkomme und gut parken kann. Wer will denn seine Einkäufe quer über die Fußgängerzone light schleppen ? Es sei denn natürlich, man wohnt genau gegenüber.
Als Frau bleibe ich am Frauentag eh zuhause, bei Kaffee und (selbstgebackenen) Kuchen.
Draußen ist es noch viel zu kalt für Veranstaltungen. Das war an Quellenfesttagen anders.......
18:48
Wie es die im Gevelsberger Rat vertretenen Parteien mit der Frauenquote halten (in Rat und Ausschüssen), ist schon bedenklich. Offensichtlich fehlt dort eine Partei die auch Frauen in der Kommunalpolitik eine Chance gibt.
Wenn man sich das 150 Jahre alte Zitat eines großen deutschen Denkers:
Der gesellschaftliche Fortschritt lässt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts!
zu Gemüte führt und es überdenkt, scheint es ja in Gevelsberg noch nicht weit her sein mit dem gesellschaftlichen Fortschritt, was sich wohl auch in dem Ratsbeschluß den verkaufsoffenen Sonntag auf den Weltfrauentag zu legen äussert.