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Alte Brennerei "Saure" für die Zukunft erhalten

25.02.2008 | 23:10 Uhr

Gevelsberg. (kini) "Gut, wenn unseren Kindern erhalten bleibt, was einmal hier war. Es gibt leider nicht mehr allzu viele alte Gebäude im Stadtkern. ...

... Wir werden das Projekt Brennerei Saure positiv begleiten", äußerte sich CDU-Fraktionschef Manfred Trachte gestern im StUWi, nachdem der Vorsitzende des Verschönerungsvereins (VVG) Michael Pfleging und Kassiererin Bettina Bothe dargestellt hatten, wie sich der Vorstand die Nutzung und Finanzierung des Baudenkmals, Elberfelder Straße 39, als "Bürgerhaus" vorstellen könnte. Die Entscheidung darüber liegt bei der Mitgliederversammlung.

Genauso angetan von der Vorstellung, das immer baufälligere Gebäude nicht nur zu erhalten, sondern auch öffentlich zugänglich zu machen, zeigte sich Axel Mertins und sagte die Unterstützung der SPD-Fraktion zu. Auch die anderen Parteien äußerten ihren Gefallen an dem Projekt "Saure", doch wollten sie noch beraten.

Der Beschlussvorschlag sah für die Stadt die Verpflichtung vor, die projektbezogenen Zuwendungen des Landes an den VVG zu geben und eine jährliche Summe von 10 000 Euro für Ambiente-Trauungen zu garantieren. Michael Pfleging: "Wenn die Politik zustimmt, wäre das ein positives Signal für die Mitgliederversammlung."

Der Hauptausschuss wird in seiner heutigen Sitzungüber die Alte Kornbrennerei beraten, der Rat am 6. März über die Vorlage entscheiden.

Michael Pfleging in seinem engagierten Vortrag: "Wir im VVG sind Bürger der Stadt, und als solche sehen wir eine gewisse Verpflichtung für die Zukunft von Gevelsberg. Vereine, Tennisplätze, das Dorf am Hagebölling sind entstanden, weil Menschen den Mut hatten, etwas zu bewegen. Warum nicht auch der VVG."

Zwei Grundsätze nannte der Vorsitzende: Die Vermögenswerte des Vereins sollen durch die Saure-Investition nicht in Anspruch genommen werden und die wirtschaftliche Existenz von Forsthaus samt Wildgatter darf nicht gefährdet werden.

Die dauerhafte wirtschaftliche Tragfähigkeit des Konzeptes, so Michael Pfleging, müsse vor Baubeginn feststehen. Er betonte, wie schon bei vorherigen Präsentationen des Projektes, die Seriosität und Realitätsnähe der Planungszahlen sowie die hohe moralische Verpflichtung des Vereins, die schon aus einer Finanzierung ausschließlich durch öffentliche Gelder resultiere. Mit der Entwurfsplanung und der Kostenschätzung war das Schwelmer Architekturbüro Heinze + Lange beauftragt.

Die Investitionen sind auf ingesamt 1,282 Millionen Euro beziffert, wobei die Bestandssicherung des Gebäudes mit 731 000 Euro zu Buche schlägt, die Umnutzung mit 496 000 Euro. Das Land NRW hat 894 600 Euro (70 Prozent) zugesagt, die Bürgerstiftung der Sparkasse trägt 366 000 Euro, der Gemeindeanteil würde sich auf 18 600 Euro belaufen.

Die zugrunde gelegten Betriebskosten von 21 600 Euro im Jahr will der VVG-Vorstand mit Veranstaltungen und Vermietungen für Feiern, Seminare, Vorträge, Trauungen etc. einspielen. Den Landeszuwendungen entsprechend soll das "Bürgerhaus Saure" eine nicht vereinsgebundene Begegnungsstätte sein und für jedermann zugänglich. Die Stellplatz-Pflicht könnte finanziell abgelöst werden, doch bemüht sich der Verein um eine andere Lösung. Er will außerdem noch Gespräche mit Anwohnern, mit den Eigentümern und der Gaststätte Saure führen.

Feststeht, dass in Kürze etwas geschehen muss mit dem Bauwerk. Denn im Dachgeschoss zeigen sich große Risse und auch die äußere Giebelseite befindet sich in bedenklichem Zustand, berichtete F. Eiling von Heinze + Lange. Man müsse über Sicherungsmaßnahmen nachdenken.

Ist die Mitgliederversammlung des VVG einverstanden mit einer Trägerschaft für das "Bürgerhaus Saure", könnte mit dem Bau Ende 2008 begonnen werden.

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Kommentare
29.02.2008
16:35
Alte Brennerei Saure für die Zukunft erhalten
von Klaus Köster | #1

Endlich wieder etwas aus Gevelsberg. Viel um die Ohren mit Karneval, war durch die kurze Session etwas hektisch. Musste auf meinen Nachfolger (Politiker MdB) eine unpolitische Laudatio halten, da brauchte ich schon einige Zeit für. Wenn etwas in Gbg. passiert, melde ich mich. Soll ich Dir das Buch von Frau Korn schicken? Bitte wantworten, Marlis

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