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Raubüberfall

83-Jährige am helllichten Tag überfallen und gefesselt

11.02.2016 | 21:00 Uhr
83-Jährige am helllichten Tag überfallen und gefesselt
Foto: Andreas Bartel (Archiv)

Gevelsberg.  In Gevelsberg hat es am Donnerstag einen brutalen Raubüberfall auf eine Seniorin gegeben. Die Täter flohen mit Bargeld und Schmuck.

Eine Gevelsberger Seniorin ist am Donnerstag am helllichten Tage Opfer eines brutalen Raubüberfalls geworden. Die Kreispolizei sucht dringend nach Augenzeugen, um das Verbrechen schnell aufklären zu können. Ihr Sprecher Dietmar Trust gestern auf Nachfrage unserer Zeitung: „Wir gehen davon aus, dass die Frau gezielt als Opfer ausgesucht wurde.“ Für Hinweise die zur Aufklärung der Straftat führen, wurde von einer Privatperson eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt.

Tresor ausgeräumt

Gegen 13 Uhr klingelte es gestern an der Etagentür in dem Mehrfamilienhaus Hagener Straße 303. Die Wohnung gehört einer 83 Jahre alten Frau. Die Seniorin öffnete die Tür, ohne misstrauisch zu werden. Vor der Gevelsbergerin stand ein Paar – ein Mann und eine Frau. Die ungebetenen Besucher drängten ihr Opfer sofort mit Gewalt in die Wohnung zurück. Sie fesselten die 83-Jährige, ohne Rücksicht auf ihr Alter zu nehmen. Anschließend öffnete das Gangster-Duo den Tresor der Seniorin, nahm Bargeld sowie Schmuck heraus und flüchtete schließlich.

Die Frau, ihr Opfer, ließen die Eindringlinge in der Wohnung zurück. Die Seniorin konnte sich schließlich selbst von den Fesseln befreien. Sie rief dann erst einmal eine Bekannte an, die wiederum sofort die Polizei benachrichtigte. „Meine Kollegen wurden gegen 14 Uhr, also eine Stunde nach dem Überfall, alarmiert“, erklärt Dietmar Trust. Das Opfer war nach den Angaben des Polizeisprechers gestern nicht vernehmungsfähig: „Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Deshalb können wir im Augenblick nicht mehr zum Tathergang sagen.“

Die Gangster sind allerdings auch nicht ganz spurlos von dem Tatort in der Hagener Straße verschwunden. Nachbarn ist besonders die Frau aufgefallen. Sie trug einen ins Auge fallenden schwarzen Koffer bei sich, der mit Strass-Steinen besetzt war. „Er sieht aus wie der Koffer eines Friseurs. Deshalb hatten Zeugen die Frau auch für eine mobile Friseurin gehalten,“ beschreibt Trust die Situation. Die Frau hatte ihre dunklen Haare bei dem Raubüberfall zu einem Pferdeschwanz oder einem Zopf zusammen gebunden. Der Mann telefonierte während des Überfalls in der Wohnung. Das Gespräch führte er in einer fremden Sprache.

Südländische Erscheinungen

Beide Eindringlinge – der Mann und die Frau – wurden von den Zeugen später als Menschen mit „südländischer Erscheinung“, wie es im Polizeiprotokoll steht, geschildert. Sie sollen zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß sein. Das Alter wird von den Zeugen auf 25 bis 30 Jahre geschätzt. Bei dem Überfall war das Paar dunkel bekleidet.

Die Kriminalpolizei glaubt nicht, dass die 83-Jährige nur zufällig zum Opfer geworden ist. „Wir gehen davon aus, dass hier bei der Planung Insiderwissen vorhanden sein musste. Vielleicht hat den Eindringlingen jemand einen Tipp gegeben“, glaubt Polizeisprecher Dietmar Trust.

Um die Hemmschwelle für eventuelle Zeugen zu senken, wird heute in der Zeit von 9 bis 11 Uhr die „Mobile Wache“ der Kreispolizei in der Nähe des Tatorts an der Hagener Straße aufgestellt. Alle Bürger können sich an die Beamten wenden.

Klaus Bröking

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2016-02-11 21:00
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