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2007 deutlich mehr Einsätze der Wehr: 606

29.02.2008 | 21:25 Uhr

Gevelsberg. ...

... (bl) 2007 hatte die Feuerwehr rund 30 Prozent mehr Einsätze als im Vorjahr zu verkraften - auch etliche spektakuläre wie beim Orkan Kyrill, bei Unfällen auf der Autobahn, bei einer Waldbrandbekämpfung in Ennepetal oder der Rettung eines Arbeiters aus dem Kanal in der Mittelstraße.

Für die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, die gestern Abend in der Aula Alte Geer stattfand, hatte der stellvertretende Wehrführer Rüdiger Kaiser einen umfangreichen und detallierten Jahresbericht zusammengestellt.

Das Fazit vorweg: Die an die Einsatzkräfte der Wehr gestellten Anforderungen wachsen ständig, komplexere Einsätze erfordern immer bessere Leistungen. Erfreulich: Die Zahl der Feuerwehr-Mitglieder ist leicht gestiegen, heute zählt man insgesamt 234 Kameradinnen und Kameraden. Die Jugendfeuerwehr besteht aus 43, die Ehrenabteilung aus 44 Mitgliedern. 28 Feuerwehrangehörige versehen ihren Dienst hauptamtlich in der Feuer- und Rettungswache an der Körnerstraße. Dazu kommen vier Angestellte und zwei Jahrespraktikanten im Rettungsdienst (1797 Notfalleinsätze). Das Durchschnittsalter der 128 Ehrenamtlichen der Einsatzabteilung liegt bei 34 Jahren.

Die Feuerwehr hat zur Zeit 18 Einsatzfahrzeuge und drei Sonderanhänger. Für den Rettungsdienst standen ein Rettungswagen und ein Krankentransportwagen zur Verfügung. Aufgestockt wurden Kleiderkammer und technische Ausrüstung - darunter ein neuer Hitzeschutzanzug und Rettungsscheren für die Pressluftatmer.

In Eigenleistung bauten die Kameraden der Hauptwache einen Sportraum aus. Dieser mit diversen Sportgeräten ausgestattete Fitnessraum wird nun regelmäßig von allen genutzt.

"Alle Finanzmittel, die erforderlich waren um diese Maßnahmen umzusetzen, sind auch in 2007 bewilligt worden. Dafür bedanke ich mich im Namen aller Feuerwehrangehörigen recht herzlich bei allen Verantwortungsträgern aus Rat und Verwaltung", sagte der Referent.

606 Einsätze waren im letzten Jahr bei der Brandbekämfung und der Technischen Hilfeleistung zu bewältigen.

16 970 Stunden leisteten die Ehrenamtlichen bei Einsätzen und in der Aus- und Fortbildung. Insgesamt 43 Menschen und zehn Tiere konnten aus Notlagen befreit werden. In 17 Fällen wurde Fahrlässigkeit als Brandursache nachgewiesen, in acht Fällen Brandstiftung. Noch eine Zahl: 34 Fehlalarme.

Ganz wichtig: der vorbeugende Brandschutz. Im Rahmen der Brandschau wurden im letzten Jahr 37 Gebäude und Einrichtungen überprüft, an zehn Objekten wurden Räumungsübungen durchgeführt. Bei den Übungen war die außergewöhnlichste wohl die im neuen Tunnel, zuvor bereits war mit einem kontrollierten Feuer der Rauchabzug getestet worden.

Der Jahresbericht endete mit schönen Bildern vom ersten Feuerwehr-Familientag am 12. Mai im Erlebnispark. Zahlreiche Ehrungen und Beförderungen schlossen sich an. Die WP berichtet noch.

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