Zuwanderung bleibt eine Herausforderung

Mit einem eindringlichen Appell beendete Uwe Gerwin im ASA seinen Bericht über den Ist-Stand bei der Zuwanderung. Das Thema bleibe weiterhin eine große Herausforderung, sagte der Projektleiter des Teams Zuwanderung EU-Ost. Ein Problem sei die hohe Fluktuation. Zwar sei die Zahl von rund 4500 Neubürgern aus Rumänien und Bulgarien relativ konstant, aber: „2700 Menschen sind zu- und 1850 wieder weggezogen“. Gerwin: „Wir fangen also immer wieder von vorne an.“ Auffällig sei die wachsende Zahl junger Zuwanderer unter 18 Jahren. Im Januar 2014 waren dies noch 28 Prozent der aus Südost-Europa Zugewanderten, im Dezember bereits 35 Prozent.

590 Kinder besuchen aktuell Internationale Förderklassen (IFö), 142 Mädchen und Jungen die Kita. Dem Jobcenter liegen nach Gerwins Worten inzwischen 860 Anträge auf Hatz IV-Leistungen vor, 273 davon wurden bereits bewilligt.

Eine positive Entwicklung sei im Bereich Recht und Ordnung zu verzeichnen: „Die Beschwerden sind rückläufig.“ Was wohl auch auf die konsequente Umsetzung des Handlungskonzepts zurückzuführen sei, zu dem auch gehören: die konsequenten melderechtlichen Überprüfungen aller Neuanmeldungen, monatliche Objektprüfungen, Kfz-Aktionen, die Kontrolle von „Verdachtsimmobilien“ und die Strategie im Umgang mit so genannten „Profiteuren“ und kriminellen Strukturen. Gerwins Wunsch: eine Verstetigung der aufsuchenden Sozialarbeit. Es bleibe Handlungsbedarf. Etwa, was würdegerechten Wohnraum und angemessene Mieten oder den Krankenversicherungsschutz angehe.