Zündstoff Verkehrspolitik

Zündstoff für kontroverse Diskussionen dürfte die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Verkehr am morgigen Donnerstag, 16 Uhr im Rathaus Buer (Saal Cottbus) bieten. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem diese Themen: die Sanierung der Hafenmundbrücke (mit den zu erwartenden Staus durch Umleitungen und Sperrungen), die Problematik rund um das Nadelöhr Kreuzung Overwegstraße/Florastraße sowie die Umsetzung des Luftreinhalteplans – Letzteres betrifft insbesondere die von Feinstaub überaus stark belastete Hauptverkehrsachse zwischen Nord und Süd, die Kurt-Schumacher-Straße.

Die CDU äußerte sich bereits im Vorfeld der Sitzung kritisch gegenüber den Plänen der Verwaltung, den Verkehrsfluss an neuralgischen Stellen zu verstetigen – etwa durch Temporeduzierungen an der Feldmarkstraße – und wirft der Stadt blanken Aktionismus vor. Dazu sagte Sascha Kurth, Sprecher der CDU-Fraktion im Verkehrsausschuss: „Das zuletzt erstellte Gutachten berücksichtigt den ÖPNV genauso wenig, wie die anfallenden Fußgängerströme. Beides ist beispielsweise an der Feldmarkstraße ein unübersehbarer Faktor. Wir halten es für mehr als nur fragwürdig, ob die Einschränkungen für den Verkehr auch nur ansatzweise in einem tragbaren Verhältnis zu den angeblichen Verbesserungen für die Anwohner stehen. Hier wird mit Einzelmaßnahmen auf dem Rücken der Autofahrer und Anwohner herumgedoktert, anstatt eine gesamtstädtische Lenkung der Verkehrsströme nachhaltig auszugestalten.“