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Urteil

Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen

17.09.2012 | 18:20 Uhr
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Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
Zu langsam auf der A2 - Ein Autofahrer wurde vom Gericht zu eine Geldstrafe verurteilt.Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.   Mit weit unter 100 km/h zog ein Autofahrer in Buer mit seinem Audi A 6 von der Beschleunigungs- direkt in die mittlere Spur auf der Autobahn A 2 - und verursachte fast einen Auffahrunfall. Hinter ihm musste ein zweiter Fahrer voll in die Bremsen gehen. Vor Gericht entschuldigte sich der Audifahrer für seine Aktion - und muss eine Geldbuße zahlen.

Dietmar K. war erleichtert, als er am Montag den Saal im Amtsgericht verließ. Es bleibt bei einem Strafbefehl von 500 Euro, den Führerschein darf er behalten. „Gefährdung des Straßenverkehrs“ lautete der Vorwurf der Anklage. Im März dieses Jahres war er mittags mit seinem Audi A 6 in Buer auf die Autobahn, mit weit unter 100 km/h aber gleich auf die mittlere Spur gefahren.

Ein Autofahrer, der mit etwa 130 km/h unterwegs war, musste voll in die Bremsen gehen, um einen Auffahrunfall zu verhindern. Der Vorfall täte ihm leid, sagte der 58-Jährige kaufmännische Angestellte vor Gericht.

Wagen einfach nicht gesehen

Der Mann, der auf den Führerschein angewiesen ist, kann bisher ein sauberes Konto in der Flensburger „Sünderkartei“ aufweisen. Er habe den Wagen einfach nicht gesehen. Vor ihm sei ein Fahrzeug ins Schwanken geraten. Er habe nur wählen können zwischen einer Vollbremsung oder dem Überholvorgang. Leider habe er sich falsch entschieden.

Staatsanwalt, Richterin und Verteidiger waren in ihrer rechtlichen Beurteilung schnell einer Meinung. Zeugen durften wieder gehen. Der 58-Jährige war so erleichtert, dass er das Geld sofort einzahlen wollte. „Ich will das Ding weg haben.“

Kommentare
20.09.2012
16:27
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von Guntram | #16

Es sollten mal, und das meine ich ernsthaft, gewisse Grundregeln für das Autobahnfahren wieder in Erinnerung gerufen werden. Denn ofenbar herrscht hier ein wirres Durcheinander an Meinungen.
Irrtum 1: Ich kann einfach reinziehen, der Verkehr auf der Autobahn muss einfädelnde reinlassen. Falsch. Niemand ist dazu verpflichtet, Fahrzeuge von der Beschleunigungsspur einscheren zu lassen. Es darf aber auch nicht "zu gemacht" werden.
Irrtum 2: Auf dem Beschleunigungsstreifen darf nicht überholt werden. Falsch. Man darf schneller fahren, als der Verkehr auf Autobahn und damit auch rechts überholen.
Irrtum 3: Am Ende des Beschleunigungsstreifens muss ich anhalten. Falsch. Sollte der Beschleunigungsstreifen nicht ausreichen, muss sogar auf dem Standstreifen weiter gefahren, bis eine Lücke zum Einscheren auftaucht. Anhalten ist nicht erlaubt.

Und noch ein Hinweis: Das Ding heißt Beschleunigungsstreifen, um zu beschleunigen. Also nicht erst mit 50 links rüber und dann erst Gas geben.

18.09.2012
11:25
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von roadrunner1 | #15

Mindest- und Höchstgeschwindigkeit hin oder her. Das wird ja schon diskutiert.

Ich habe mal eine ganz andere Frage: Wie alt ist der Verfasser des Artikels? 10 Jahre?

18.09.2012
11:18
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von drasos | #14

Naja das Rüberziehen auf eine andere als die rechte Spur ist eine andere Geschichte aber nur mal für alle Uninformierten : MINDESTGESCHWINDIGKEIT aud deutschen Autobahnen ist 60 km/h....

Ich DARF also durchaus mit 60 rechst entlangtuckern....ich MUSS keine 100 fahren auch wenn das da als HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT auf den Schildern steht....

2 Antworten
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von freimeinung | #14-1

Das ist nicht richtig. Die "bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit" eines Kraftfahrzeugs darf nicht weniger als 60 km/h betragen (eingetragen in den Fahrzeugpapieren), d.h. ein Wagen muss schneller fahren können als 60km/h um auf die Autobahn fahren zu dürfen. Das hat nichts mit angemessener Mindestgeschwindigkeit auf selbiger zutun.

@drasos Falsch!
von Noergelpitter | #14-2

Sie dürfen keineswegs mit 60 auf der Autobahn fahren wenn sie eigentlich schneller fahren könnten. Wer ohne triftigen Grund durch langsames Fahren den Verkehr behindert verstößt sehr wohl gegen die StVO!

18.09.2012
10:11
Rechts ist das Gaspedal
von bochumerjunge1965 | #13

Wagen nicht gesehen!!! Dafür gibt es den Schulterblick. Dann müsste man natürlich den Kopf bewegen :-)

Von diesem Verkehrsteilnehmer werden wir in Zukunft noch öfter in den Medien lesen.
Wenn er jetzt schon verwirrt ist, was soll dann erst in 10 Jahren sein.
Und die saubere Weste in Flensburg sagt gar nichts.

Er hat sich bisher nur noch nicht erwischen lassen...........

18.09.2012
09:29
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von gambler1 | #12

Also, ich habe damals in der Fahrschule (1978) gelernt, das:

. . . wenn ich am Ende der Beschleunigungsspur ausnahmsweise einmal NICHT die Geschwindigkeit zum einfädeln in den Verkehr links von mir habe, darf ich dann die dort beginnende Standspur noch zum Rest-Beschleunigen benutzen!

Selbstverständlich NUR um noch den Rest zu beschleunigen ! Dann MUß ich auf die normale Fahrbahn !

1 Antwort
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von Guntram | #12-1

Genauso habe ich es auch gelernt. Es ist mir aber schon oft passiert, dass am Ende des Beschleunigungsstreifens der Einfahrende zu dem Schluss kommt: So, jetzt war ich lange genug rechts, jetzt zieh ich einfach mal rein. Das sorgt dann im besten Fall nur für ein melodische Untermalung mit der Autohupe.

18.09.2012
09:09
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von gegenrealitatsverweigerer | #11

Wie hol und blind muss man denn Auto fahren.

Wenn vor mir einer langsam ist, sehe ich das. Wenn man es erst spät sieht, kann man doch nicht blind links rüber ziehen, ich hätte den freien Standstreifen als ausweichmöglichkeit sofort vorgezogen.

Ich überhole beim Auffahren regelmäßig solche Gurken, die direkt bei der ersten Lücke in der Linie auf die Autobahn rüberziehen anstatt mal wirklich bis zum Ende auf Tempo zu kommen. Alle zu dumm.

18.09.2012
08:40
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von DrDr | #10

Ob schnell oder langsam ist ziemlich egal, das direkte Auffahren über mehrere Spuren hinweg ist einfach ein Unding und sollte prinzipiell bestraft werden.

18.09.2012
08:07
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von essenerjung60 | #9

Ja, solche Auffahrten mit einer durchgezogenen Linie gibt es schon. Dort kann man dann wunderbar beobachten, dass diese Linie allenfalls eine Empfehlung ist. Es hält sich nämlich niemand an das Überfahrverbot.

18.09.2012
06:30
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von amki | #8

Das Leute von der Beschleunigungsspur direkt in die Mitte ziehen, weil vor ihnen ein LKW auffahren will, sieht man immer wieder. Um dies zu vermeiden hilft nur, eine für mindestens 100 m durchgezogene Linie entlang der rechten Fahrspur.

1 Antwort
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von dumper | #8-1

Und diese wird gnadenlos überfahren . Was nützen Verkehrsregeln wenn viele sich nicht daran halten . Bestes Beispiel . Wendeverbot auf einer Linksabbiegerspur . Es wird munter gewendet ,egal ob ein Fahrzeug entgegen kommt . Der kann ja bremsen .

17.09.2012
23:58
Zu langsam auf der Autobahn - Pkw-Fahrer aus Gelsenkirchen muss Geldstrafe für „Gefährdung des Straßenverkehrs“ zahlen
von 3Stefan3 | #7

Ich bin beim ersten Mal durch die praktische Prüfung gerasselt, weil ich auf der Autobahn zu langsam fuhr. Wollt wohl damals Eindruck als besonders besonnen machen.

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