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Zoom Gelsenkirchen baut Revier für Sibirische Tiger

11.10.2012 | 07:37 Uhr
Zoom Gelsenkirchen baut Revier für Sibirische Tiger
Auf einem rund 1000 m² großen Teilstück entsteht in der Zoom Erlebniswelt Asien in Gelsenkirchen eine neue Anlage für Tiger.Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.  Ab Frühjahr ziehen vier bis fünf Sibirische Tiger in den Gelsenkirchener Zoo ein. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Für 950.000 Euro baut die Zoom Erlebniswelt ein 1000 Quadratmeter großes Revier für die Raubkatzen.

Noch sind sie klein, knautschig und absolut handzahm. Denn noch gibt es sie nur im Andenkenshop in Form von knuddeligen Stofftieren und niedlichen Schlüsselanhängern. Ab Frühjahr aber ziehen vier bis fünf ausgewachsene Sibirische Tiger in den Gelsenkirchener Zoo ein. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Für 950.000 Euro baut die Zoom Erlebniswelt gerade ein neues, 1000 Quadratmeter großes Revier für die schnurrenden, aber höchst gefährlichen Raubkatzen. Anfang September rollten bereits die ersten Bagger an und bezogen Position gleich hinter der Tropenhalle. Die hier beheimateten Kraniche flogen aus, bzw. mussten umziehen, ihre einstigen Reisfelder wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Kein Handel mit Wildtieren

Mit Blick auf den asiatischen Dschungel und in Hörweite Afrikas ist der Boden ausgeschachtet. Rund 530 Kubikmeter Boden mussten bewegt werden, bevor es nun an die Rohbauten geht. Der zukünftige Tigerkäfig hat die erste Betondecke bekommen, die Konturen von Freigehege und Besucherwegen sind bereits grob erkennbar. Zaungäste beobachten aufmerksam den Fortschritt der Arbeiten, die auf einer Tafel erläutert werden.

Video
Die Zoom Erlebniswelt in Gelsenkirchen baut ein neues Tigergehege für fünf sibirische Tiger. Wir haben uns einmal den Fortschritt der Bauarbeiten angeschaut.

In den nächsten Wochen werden ins Tigergehege rund 175 Kubikmeter Beton gekippt und sechs Tonnen Stahl verarbeitet, zwölf Schieber und 15 Glasscheiben eingesetzt. Denn die Zoobesucher sollen hier die perfekte Sicht auf die gestreiften Katzen bekommen.

Artgerechte Haltung wird überprüft

Woher die Tiger am Ende kommen, steht noch nicht fest. Zoom-Sprecherin Sabine Haas weiß aber, dass der Zoo bereits in engem Kontakt zum EEP, dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm in London steht, der die Verteilung der Raubkatzen auf die Zoos koordiniert: „Mitarbeiter werden sich zuvor die Anlage ansehen und auf artgerechte Haltung überprüfen.“ Gehandelt wird mit den Tieren übrigens nicht, der Zoo muss höchstens die Transportkosten der Tiger übernehmen. Auch der freien Wildbahn dürfen die Raubkatzen nicht entnommen werden.

Wenn sie denn im Frühjahr im Revier ankommen, werden die Tiger zunächst vier Wochen in Quarantäne geschickt, bevor sie dann das Freigehege erkunden können. Das erhält einen Wasserbereich und eine asiatische Pflanzenwelt.

Zusammen mit den Eis- und Braunbären werden die Tiger dann zu den besonders gefährlichen Raubtieren zählen. Der Unfall im Kölner Zoo , bei dem eine Pflegerin zu Tode kam, liegt noch nicht lange zurück. Sicherheitsunterweisungen finden im Zoom regelmäßig statt. Denn handzahm, das sind in der Tat nur die Stofftiere im Andenkenladen.

Expedition durch den Zoo

 

Von Elisabeth Höving

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