Zehn Gelsenkirchener sind im neuen WAZ-Leserbeirat

Der neue Leserbeirat der WAZ Lokalredaktion Gelsenkirchen für die Jahre 2015/16 traf sich am Donnerstag zur ersten Sitzung in den Räumen der Redaktion. Im Bild: (v.l.) Laura Ann Rosen (20), Elisabeth Höving (Red.), Anna Kanderske (65), Thomas Tölle (45), Inge Ansahl (Red.), Redaktionsleiter Friedhelm Pothoff, Anne Bolsmann (Red.), Wolfgang Kranefoed (65), Silke Bestek (52), Jörn Stender (stellv. Redaktionsleiter) Herbert Hütte (63, sitzend links) und Heinz Schröder (59).Regina Koch, Norbert Sehlke und WernerSkiba waren beim Termin verhindert.
Der neue Leserbeirat der WAZ Lokalredaktion Gelsenkirchen für die Jahre 2015/16 traf sich am Donnerstag zur ersten Sitzung in den Räumen der Redaktion. Im Bild: (v.l.) Laura Ann Rosen (20), Elisabeth Höving (Red.), Anna Kanderske (65), Thomas Tölle (45), Inge Ansahl (Red.), Redaktionsleiter Friedhelm Pothoff, Anne Bolsmann (Red.), Wolfgang Kranefoed (65), Silke Bestek (52), Jörn Stender (stellv. Redaktionsleiter) Herbert Hütte (63, sitzend links) und Heinz Schröder (59).Regina Koch, Norbert Sehlke und WernerSkiba waren beim Termin verhindert.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Das erste Treffen stand nun in der WAZ Gelsenkirchen an. Der neue Leserbeirat wird für zwei Jahre die Arbeit der Lokalredaktion mit Anregungen und Kritik begleiten.

Gelsenkirchen.. Sie sind Gelsenkirchener, sie sind heimatverbunden und interessiert an der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und natürlich auch sportlichen (Schalke!) Entwicklung in ihrer Stadt, sie lesen (überwiegend ganz klassisch auf Papier) täglich die WAZ – und sie sind der neue Leserbeirat der WAZ Redaktion Gelsenkirchen: Über 50 Frauen und Männer hatten sich beworben, die Wahl fiel schließlich auf zehn Kandidatinnen und Kandidaten, die jetzt zu einem ersten Treffen in der Redaktion an der Ahstraße zusammenkamen. Kennenlernen war dort zunächst einmal angesagt, in lockerer Plauderstimmung, mit munterer Vorstellungsrunde und ersten Plänen für die Beirats-Tätigkeit in den nächsten beiden Jahren.

Mit ihren Leserbeiräten will die WAZ noch näher ans lokale Geschehen rücken, sich noch stärker vor Ort verankern. Impulse und Ideen, Anregungen und Kritik wollen und sollen die Beiräte liefern. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sie das auch gerne und regelmäßig tun, dass Vieles in die alltägliche Arbeit einfließt. Und mancher war dabei schon als Radweg-Tester oder Stadtteil-Experte mit und für die WAZ Gelsenkirchen unterwegs. Auch mit dem neuen Beirat wird es sicher wieder Aktionen geben, die sich im Ergebnis in Ihrer WAZ wiederfinden. Eines, das merkte man gleich zum Start, ist für die neuen Beiräte klar. Gelsenkirchen, ihre Stadt, ist besser als ihr Ruf...

Die Mitglieder des Beirats bei der Premieren-Sitzung:

Thomas Tölle, 45, Bismarck. Anspruch: „Wenn man von Gelsenkirchen spricht, wird die Stadt oft negativ dargestellt. Das finde ich schade. Mein Anliegen ist, mehr Positives rüberzubringen.“
Persönlich: Tölle stammt aus Lünen. Er lebt seit 18 Jahren in Gelsenkirchen, ist verheiratet, hat zwei Töchter (13 und 16), „zwei Hunde und 40 Fische“. Der ambitionierte Tischtennisspieler ist im Elternrat des Ricarda-Huch-Gymnasiums.

Laura Ann Rosen, 20, Schalke. Anspruch: „Ich mag meinen Stadtteil Schalke. Die Verbesserungen, die dort stattfinden, finde ich gut, doch da könnte noch mehr passieren.“
Persönlich: Rosen macht eine duale Ausbildung in der Finanzverwaltung des Landes und studiert Steuerrecht. Politisch ist sie in der CDU und der Jungen Union aktiv – und macht eine gute Figur auf dem Parkett, bevorzugt bei Standard- und Latein-Tänzen.

Wolfgang Kranefoed, 65, Feldmark. Anspruch: „Ich bin selbst kulturell sehr interessiert. Das gilt nicht nur für die klassische Variante, sondern auch für Subkultur. Mein Interesse wäre auch, etwas bei der Darstellung der lokalen Wirtschaft mitzuwirken. Wichtig finde ich, dass Schalke 04 stärker als bisher als Wirtschaftsfaktor herausgestellt wird.“
Persönlich: Der Vater zweier Töchtern ist Goldschmiedemeister mit eigenem Geschäft am Neumarkt.

Herbert Hütte, 63, Erle und Rostock. Anspruch: „Wirtschaft interessiert mich sehr, ebenso die Stadtteilentwicklung im Berger Feld und Erle. So schlecht wie Gelsenkirchen dargestellt wird, ist die Stadt nicht.“
Persönlich: Hütte war 35 Jahre lang für RWE und die ELE als Leiter des Rechnungswesens tätig. Seinen Ruhestand verbringt er in Erle und (getaktet mit dem Schalke-Spielplan) am Zweitwohnsitz in Rostock-Warnemünde.

Silke Bestek, 52, Resse. Anspruch: „Vielleicht bietet sich die Chance, selber etwas anzustoßen. Damit man sich nicht nur ärgert, sondern auch Vorschläge liefern kann, um etwas zu verbessern.“
Persönlich: Die Juristin ist (bis auf ihren 1-Euro-Job im Gartenbau) derzeit ohne feste Beschäftigung, engagiert sich aber ehrenamtlich in ihrer evangelischen Gemeinde in Resse als Presbyterin, im Gottesdienstausschuss und für den Gemeindebrief. Zudem singt sie im Kirchenchor und spielt Klavier.

Anna Kanderske, 65, Buer. Anspruch: „Kultur, Schulentwicklung und Inklusion beschäftigen mich. Und natürlich die Situation in Buer. Ich halte das Fähnlein für den Stadtteil hoch, finde aber, dass sich manches negativ verändert hat.“
Persönlich: Kanderske unterrichtete bis 2013 Kunst und Englisch an der Hauptschule Eppmansweg. Ehrenamtlich ist sie noch im Schülercafé tätig – und Gasthörerin im 5. Semester an der Uni Bochum im Fach Anglistik.

Heinz Schröder, 59, Rotthausen. Anspruch: „Mein Anliegen ist es mitzuwirken. Es gibt Verschiedenes, über das ich mich ärgere. Großes Thema ist die Sichtweise unserer Arbeit oder die Prostitution.“
Persönlich: Schröder, verheiratet, zweifacher Vater und Schrebergärtner, arbeitet beim Ordnungsamt. Nach gut 20 Jahren im Außendienst sitzt er jetzt am Beschwerdetelefon. „Wenn Bürger Probleme haben, landen sie bei mir oder meinen beiden Kollegen.“

Zum WAZ-Leserbeirat gehören zudem:

Regina Koch , 61, Heßler. Dort betreibt Koch seit 1996 eine Naturheilpraxis. Die zweifache Mutter ist freie Dozentin für Akupunktur und „alte Heilweisen“.

Werner Skiba , 68, Bulmke-Hüllen. Sein Ziel: „Gemeinsam daran arbeiten, um mögliche Probleme wie auch besondere Stärken Gelsenkirchens ins rechte Licht zu rücken.“

Norbert Sehlke, 65, Ückendorf. Sehlke ist Mitglied im Gebietsbeirat Süd-Ost, sein Interesse gilt der Kommunalpolitik.