Zahl der Leiharbeiter ist stark angestiegen

Die Zahl der Leiharbeiter in Gelsenkirchen hat drastisch zugenommen. Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben der Arbeitsagentur 1661 Beschäftigte in Leiharbeit, zehn Jahre zuvor waren es noch 1020. Das macht eine Zunahme von 63 Prozent, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt. In ganz NRW verdoppelte sich sogar die Zahl der Leiharbeiter im selben Zeitraum. Die NGG Ruhrgebiet spricht von einer alarmierenden Tendenz und fordert die Politik zum schnellen Handeln auf.

Wildwuchs im heimischen Arbeitsmarkt

„Gerade berät der Bundestag über ein Gesetz gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen. Die Zahlen zeigen, dass wir eine Regelung dringender brauchen denn je“, sagt NGG-Geschäftsführerin Yvonne Sachtje. Allerdings müsse am Gesetz noch deutlich nachgebessert werden, um den „Wildwuchs im heimischen Arbeitsmarkt“ wirklich zu bekämpfen. Hierfür sollten sich jetzt die Bundestagsabgeordneten aus Gelsenkirchen in Berlin stark machen.

Bei der Leiharbeit werden Beschäftigte an einen Betrieb verliehen, wo sie dann für den gleichen Job weniger Geld bekommen als das Stammpersonal. Und die Leiharbeiter bekämen meist keine Chance, ins Stammpersonal aufzurücken.