Ruhr.2010
Wie eine Gelsenkirchenerin Europa im Lied vereint
02.02.2010 | 05:00 Uhr 2010-02-02T05:00:00+0100
Gelsenkirchen. Maegie Koreen hat im Rahmen eines TWIN-Projekts die „Ruhr Chansonnale” entwickelt. Zehn Vokalsolisten und sieben Musiker aus acht Städten treffen zu vier Terminen im März zusammen, stehen miteinander auf der Bühne, erzählen musikalisch von ihrer Kultur und ihrem Leben.
„Wenn der ganze Ruhrpott eine Stadt wär”, heißt es im Lied von Maegie Koreen, dann könne sich diese mit New York messen. So bunt, so facettenreich, so kosmopolitisch aber präsentiert sich auch das Revier in diesem Jahr, in der der Pott die Kulturhauptstadt ist. Und mit ihm präsentiert sich auch Maegie Koreen, die im Rahmen eines TWIN-Projektes die „Ruhr Chansonnale” initiierte.
Zehn Vokalsolisten und sieben Musiker aus acht Städten in Deutschland und Europa treffen zu vier Terminen im März zusammen, stehen miteinander auf der Bühne, erzählen musikalisch von ihrer Kultur, ihrem Leben. Vor allem junge Künstler band Maegie Koreen in das Projekt ein. „Ich kümmere mich sehr um den Nachwuchs, das liegt mir am Herzen”, lacht sie. Denn mit Jennifer Labath und Pascal Valleé stehen zwei „Eigengewächse” mit der Chanson-Sängerin, die selbst auch junge Talente unterrichtet, auf der Bühne.
Die unvergessene Piaf
Die 23-jährige Jennifer Labath, deren Spezialität die Lieder der unvergessenen Edith Piaf sind, steuert zur „Ruhr Chansonnale” unter anderem „Johnny tu n'es pas un Ange” bei, das sie mitreißend und sinnlich interpretiert. Ebenfalls aus Gelsenkirchen stammt der Deutsch-Franzose Pascal Valeé, der sich im Programm mit Titeln wie „Ach, Sie sind mir so bekannt” humorvoll, flott und jugendlich präsentiert.
Daneben weht aber auch europäischer Wind auf der Bühne. Der russische Singer-Songwriter Yurij Tsendrovsky aus Nishnij Nowgorod ist ebenso mit dabei wie die französische Gruppe „Lolanj”, die bereits mehrere CD's veröffentlichten. Die jüngste Mitstreiterin von Maegie Koreen ist die 18-jährige Sonia Godoj aus dem polnischen Gliwice. „Eine echte Chanson-Granate”, verspricht Maegie Koreen, die selbst den vier Auftritten im März entgegen fiebert.
Nur ein Tag zur Vorbereitung
„Die erste Vorstellung ist in Hagen, und am Tag zuvor treffen wir uns alle zum ersten Mal. Wir haben also nur einen Tag zur gemeinsamen Vorbereitung”, erklärt Maegie Koreen, die die jeweiligen Beiträge der Musiker zu einem großen Ganzen dramaturgisch zusammen stellte. „Die Gäste werden mit diesem Programm die Vielfalt des Chansons kennenlernen.”
Maegie Koreen ist froh, dieses Projekt in dem Reigen der TWIN-Projekte platziert haben zu können. „So ist es sehr international geworden. Besonders wichtig aber ist auch die Nachhaltigkeit. Die Polen fragen jetzt schon an, wann kommt ihr mit dem Programm auch zu uns. Und so kann man sagen, es ist das erste Chanson-Festival von vielen, die noch kommen werden.”
0mitdiskutieren