Wie die Heinzelmännchen
25.07.2008 | 19:45 Uhr 2008-07-25T19:45:53+0200Bei der Führung durch das Logistik-Unternehmen in Erle hatten die WAZ-Leser viele Fragen im Gepäck. In Lagerhallen ging es vorbei an Fernsehern, Klimaanlagen und Fässern. Disponenten sprechen über 20 Sprachen
WAZ ÖFFNET PFORTEN LOXXDie große Überraschung kommt gleich zu Beginn. "Wir haben keine eigenen LKW", stellt Loxx-Geschäftsführer Alexander Brockt gegenüber den 23 erstaunten WAZ-Lesern klar. "Wenn sie einen LKW mit Loxx-Plane sehen, dann ist das ein Unternehmer von uns", greift er der wahrscheinlich nächsten Frage im angenehm kühl klimatisierten Besprechungsraum vorweg. Bei schönstem Wetter haben die Leser von hier oben aus freien Blick auf die Schalke-Arena und das vielzitierte unerwartet viele Grün.
Viele von ihnen transportieren Fragen an den Geschäftsführer und seine Mitarbeiter Lars Kalke und Zeqir Hajdari. "Und was ist mit Drogen? Sind bei ihnen im Lager schon mal welche aufgetaucht?", möchte Elke Heuser-Schmidt wissen. Alexander Brockt verneint: "Nicht, das ich wüsste."
Auch die Lagerung und der Transport von Lebensmitteln gehöre in der Regel nicht zum alltäglichen Loxx-Geschäft. Aber an ein Kuriosum kann sich der Chef erinnern: In der Vorweihnachtszeit hätten mal palettenweise Schokoladen-Nikoläuse von Bundesliga-Vereinen nebeneinander gestanden. Die Schalke-Weihnachtsmänner mussten sich ihren Lagerplatz damals ausgerechnet mit welchen aus Dortmund und München teilen.
Großen Wert legt das Logistik-Unternehmen auf seine "native speaker" - die Muttersprachler. Die Loxx-Disponenten sprechen insgesamt über 20 Sprachen und bearbeiten jährlich 250 000 Speditionsaufträge. Der Albaner Zeqir Hajdari ist einer von ihnen. Mit ihm geht es für die Leser zunächst durch die Abteilungen Disposition und Kunden-Service. "Jetzt in den Ferien sind die Abteilungen relativ schwach besetzt", erklärt er den verhaltenen Betrieb. "Urlaub" verkündet ein selbstgebasteltes Schild auf einem der vielen Schreibtische.
In der Empfangshalle zeigt Pressesprecherin Marga Marczyk auf den Info-Bildschirm, der Auskunft über die CO2-Emissionen und die Erträge der Solar-Anlage auf dem Dach gibt. "Gestern war der schlechteste Tag des Jahres", erinnert sie sich an das wenig schöne Wetter vom Vortag.
Mehrere hundert Paletten Fernseher und Klimaanlagen passieren die Leser unter anderem in den Lagerhallen. Dabei müssen sie vor den Gabelstaplern auf der Hut sein, die auch mal Fässer mit reizendem Inhalt bewegen.
Der meiste Betrieb sei allerdings nachts, sagt Alexander Brockt. "Wenn Sie schlafen, wird gearbeitet. Und morgens, wenn Sie wach sind, sind die Sachen da." Dazu fällt Ingrid Neumann ein: "Das ist ja wie bei den Heinzelmännchen."
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