Werke im Original

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Wenn sich ein Ballett mit dem Werk einer Malerin auseinandersetzt, deren Bilder kaum jemand kennt, dann ist es nahezu unerlässlich, dass der Zuschauer auch einen Einblick in diese üppige Malerei bekommt. „Und zwar möglichst im Original“, fand Ballettchefin Bridget Breiner.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bochum gelang es ihr, passend zur Uraufführung der Ballett-Produktion nahezu 250 Originalzeichnungen und Gouachen von Charlotte Salomon ausstellen zu können. Charlotte Salomon setzte sich, um einem drohenden Nervenzusammenbruch zu entgehen, malend mit der eigenen Geschichte auseinander. Innerhalb weniger Monate entstanden so über 800 Gouachen, gemalt mit Aquarell- und Ölfarben und Kreiden. Dabei verwandte sie filmische und comicartige Elemente und fügte Musiktitel als Begleitmelodien hinzu.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Jüdischen Historischen Museum in Amsterdam, wo sich das komplette Werk Charlote Salomons befindet. Die Ausstellung im Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, wird am 28. Februar um 17 Uhr eröffnet. Das Gelsenkirchener Ballett tanzt im Museum Ausschnitte aus seiner Produktion. Im Musiktheater selbst ist im oberen Foyer eine digitale Ausstellung zu sehen.