Wenn das Heimspiel zum Kammerspiel wird

Das Trias Theater unter Federführung von Schauspieler und Regisseur Ulrich Penquitt (v.l.) und die „Bühne im Revier“ (BiR) seines Kollegen Elmar Rasch werden ab sofort in den frisch renovierten Kulturrraum „die Flora“ einziehen. Flora-Leiterin Wiltraut Apfeld freut sich über die Kooperation.
Das Trias Theater unter Federführung von Schauspieler und Regisseur Ulrich Penquitt (v.l.) und die „Bühne im Revier“ (BiR) seines Kollegen Elmar Rasch werden ab sofort in den frisch renovierten Kulturrraum „die Flora“ einziehen. Flora-Leiterin Wiltraut Apfeld freut sich über die Kooperation.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die „Bühne im Revier“ und das „Trias Theater“ erhalten im Gelsenkirchener Kulturraum „die Flora“ ein neues Domizil

Gelsenkirchen.. Ideen sind da, Requisiten und Kostüme auch – allein der Raum, um die Stücke zu zeigen, fehlte den kleinen Bühnen in Gelsenkirchen bislang. Ihr lang gehegter Wunsch: Eine eigene Spielstätte in „ihrer“ Stadt.

Dieser Wunsch soll nun, zumindest in Teilen, in Erfüllung gehen: Das Trias Theater unter Federführung von Schauspieler und Regisseur Ulrich Penquitt und die „Bühne im Revier“ (BiR) seines Kollegen Elmar Rasch werden ab sofort in den frisch renovierten Kulturraum „die Flora“ einziehen.

Der Raum an der Florastraße 26 zeigt sich in neuem Glanz, wurde komplett überarbeitet und wirkt jetzt hell und geräumig. Die tragenden Pfeiler, die massiven Säulen mitten im Raum, sind jedoch geblieben. „Bei der Planung wurde schnell klar, dass dies die tragenden Säulen des Hauses sind und daher auch nicht entfernt werden können“, erklärt Wiltrud Apfeld, Leiterin des städtischen Kulturraums „die flora“: „Wir haben aber aus der Not eine Tugend gemacht und den Raum so eingerichtet, dass hier rund 99 Zuschauer Platz finden – für Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen in kleinem Rahmen ist das doch ideal."

Kulturförderung betreiben

Als Ausstellungsraum soll „die Flora“ zunächst nicht mehr genutzt werden. „Aber da wir Bühnentechnik und Techniker ja hier direkt vor Ort haben, können wir jetzt ganz konkrete Kulturförderung betreiben“, so Apfeld, die betont, dass man so die Grundsteine für erfolgreiche Produktionen legen will, „mit denen die Künstler dann auf Tour gehen können.“ „Wir freuen uns über diese Gelegenheit – vor allem, weil wir uns erhoffen, dass wir mit einer festen Spielstätte auch ein Stammpublikum etablieren können“, betont Ulrich Penquitt. Elmar Rasch fügt hinzu: „Ich hoffe, dass wir auch mehr interessierte junge Leute dauerhaft für das Theaterspiel gewinnen können.“

Für die erste Produktion in den neuen „Kammerspielen“ von Gelsenkirchen werden beide kooperieren: Das Stück „Die Polizei“ von Sławomir Mrożek soll am Freitag, 18. September, Premiere feiern.