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Was Kinder gerne lesen würden - „Schreib doch mal über Lillifee“

09.02.2012 | 18:49 Uhr
Was Kinder gerne lesen würden - „Schreib doch mal über Lillifee“

Gelsenkirchen.Eine schöne Geschichte vom Pferd würden sich die großen Mädels aus der grünen Gruppe gerne mal aus der Zeitung vorlesen lassen.

Oder einen Bericht über den Erfinder von Prinzessin Lillifee und warum die eigentlich so heißt, wie sie heißt. In der blauen Gruppe diskutieren die Mädchen und Jungen über das Titelbild in der WAZ-Lokalausgabe vom 8. Februar. „Das sind Giovanna und Arisa im Wald.“ Im roten Team wird ausgeschnitten und aufgeklebt, was heute in der Zeitung steht. Beim Aufräumen erleben einige den berühmten Aha-Effekt: Wenn man die Seiten an den vorhandenen Knickstellen faltet, sehen sie aus wie neu.

Erlebnis Zeitung: Was steht drin, wie fühlt sie sich an, wie schwer ist sie, was ist Werbung, was eine Nachricht? Wo wird sie gedruckt – und überhaupt: Wer macht diese Zeitung eigentlich, wie kommt die zu den Lesern und was geschieht mit ihr, wenn Papa und Mama sie durchgelesen haben? 29 angehende i-Dötze aus den vier Gruppen des städtischen Kindergartens an der Leithestraße sind mit Herzblut bei der Sache.

Mit der Zeitung Neues lernen

Zwei Wochen lang bekommen sie die WAZ frei Haus, um zu stöbern, Rubriken zu finden, Unterschiede zu entdecken. Jeden Tag lesen ihre Erzieherinnen Marianne Margowski, Stefanie Jonassohn, Ingrid Rosen-Peter und Katharina Hojnacki die Nachrichten für Kinder aus der gleichnamigen Rubrik vor. Am Ende der beiden Wochen haben alle eine eigene Zeitungsmappe mit Titelblatt – und ganz viel Neues gelernt.

„Wir möchten die Neugier der Kinder wecken, Was steht da drin? Was kann ich erfahren, wenn ich lesen kann?“ Kita-Leiterin Sigrid Brusinski erläutert den pädagogischen Ansatz des Projekts. Da darf dann auch schon mal geschmunzelt werden. Wenn etwa zu erfahren ist, dass der Papa die Zeitung jeden Morgen mit zum Klo nimmt, ein anderer Vater die aktuellen Nachrichten immer auf der Arbeit liest.

Doch zurück in die Gruppen. Dort lassen sich die Erzieherinnen am Ende der täglichen ein, zwei Projektstunden etwas von den Kindern erzählen. Das wird aufgeschrieben und kommt in die Mappe der kleinen Medien-Forscher.

Inge Ansahl

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