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Die Kommunalwahl in...

Wahlensalat

29.08.2009 | 11:53 Uhr
Wahlensalat

Gelsenkirchen vor der Entscheidung: Der Westen liefert die wichtigsten Daten, Fakten und Informationen. Einen Rekord gibt's bei der Briefwahl. Über 20 000 Menschen haben schon abgestimmt.

20 000 Briefwähler - diese magische Grenze ist am Freitag im städtischen Wahlamt gefallen: Rekord! Ob daraus auch eine höhere Wahlbeteiligung abzuleiten ist, bleibt abzuwarten. 2004 machten 48,5 % ihr Kreuz bei der Kommunalwahl, 1999 waren's 44,4 %.

3 Stimmen hat jeder Wähler am Sonntag: eine für den Oberbürgermeister, eine für den Rat der Stadt, eine für die Bezirksvertretung. Während der Oberbürgermeister und der jeweilige Kandidat im Wahlbezirk für den Rat direkt gewählt werden, gibt es im Bezirk eine Listenwahl.

155 Mandate sowie ein (OB)-Amt sind am Sonntag zu vergeben: 66 Sitze im Rat (33 direkt, 33 je nach Stimmenanteil über die Reservelisten), 89 in den Bezirken (jeweils 19 in Mitte und Nord, jeweils 17 in Ost, West und Süd).

198 087 Menschen dürfen diesmal den OB wählen sowie die Zusammensetzung des Rats und die fünf Bezirksvertretungen (Mitte, Nord, Ost, Süd, West) bestimmen. 2004 waren's noch 204 234 Berechtigte. Wenn die Stadt in diesem Tempo weiterschrumpft, fällt die Kommunalwahl ab dem Jahr 2170 aus - es gibt dann nämlich keine Wähler mehr.

23mal (geschätzt) hat die WAZ in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, heute erfolgt der 24. und definitiv letzte Hinweis: Die OB-Stichwahl zwischen den beiden erfolgreichsten Kandidaten nach dem 1. Wahlgang ist abgeschafft worden; am morgigen Sonntag wird definitiv eine Stadtspitze gewählt. Und diese regiert nicht nur wie bisher für fünf Jahre das Rathaus bzw. das Hans-Sachs-Haus, sondern für sechs Jahre.

9 Oberbürgermeister bestimmten nach dem Zweiten Weltkrieg Gelsenkirchens Geschicke (siehe auch Foto-Galerie). Die Stadt regierten: 1946-47 Emil Zimmermann (SPD; eingesetzt von der britischen Besatzungsbehörde), 1946-63 Robert Geritzmann (SPD), 1963-1969 Hubert Scharley (SPD), 1969-75 Josef Löbbert (SPD), 1975-89 Werner Kuhlmann (SPD), 1989-1996 Kurt Bartlewski (SPD), 1996-1999 Dieter Rauer (SPD), 1999-2004 Oliver Wittke (CDU), seit 2004 Frank Baranowski (SPD). Oliver Wittke war der erste direkt gewählte Bürgermeister, der vom Rat gewählte Sozialdemokrat Rauer nach Auflösung der Doppelspitze OB/Oberstadtdirektor der erste hauptamtliche Oberbürgermeister.

7 Wahlpartys steigen am Sonntag nach Schließung der Wahllokale in Gelsenkirchen. Neben der zentralen Veranstaltung der Stadt im Rathaus Buer (siehe Meldung auf Seite 1) feiern oder betrauern auch fast alle Parteien die Ergebnisse bei eigenen Partys: Während die SPD in der Schauburg auf ganz großes Wahlkino hofft, sind die Grünen auf der anderen Straßenseite im Kunstmuseum anzutreffen. Die CDU trifft sich in der Altstadt in der Sportsbar Manhattan, die Linke bei den Strohmeiers in Beckhausen. Die Linke Alternative hat in der Alternative an der Overwegstraße ihren (traditionellen) Stützpunkt, AUF in Schacht III in Horst. Die FDP wird im Rathaus mitfiebern.

19 Stimmen fehlten Thorsten Rehberg (SPD) 2004 im Wahlkreis Buer-Süd für den Direkteinzug in den Rat. Jens Petershöfer (CDU) hatte damals das glücklichere Ende für sich. Und auch das aktuelle Duell im buerschen Süden verspricht stadtweit wieder die größte Spannung - trifft doch Ex-Genosse und Hugo-Aktivist Klaus Herzmanatus (CDU) auf SPD-Fraktions-Geschäftsführer Günter Pruin.

21 Uhr soll das Ergebnis der Kommunalwahl feststehen - so die vorsichtige Prognose des städtischen Wahlkoordinators Hans-Georg Nasiadek. Ohne Gewähr! Denn der Teufel steckt bisweilen im Detail oder im Aus- bzw. Verzählen.

Lars-Oliver Christoph

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31.08.2009
14:05
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von Thomas.Lau | #6

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31.08.2009
12:51
Wahlensalat
von rolf hüttermann | #5

wo ist denn die ratstroika vom roten baneanenboten geblieben?
sie zieht mit 0,4 Prozent in den rat auf die hinteren bänke. respekt. respekt der dla.

31.08.2009
10:48
Wahlensalat
von Hinke | #4

Für eine Partei die insbesondere in Gelsenkirchen ein sehr größes Wählerpotential hätte ansprechen können ist das Ergebnis ein einzigartiges Trauerspiel.
Wie wenig diese Partei in Gelsenkirchen angenommen wird kann man ebenfalls unschwer an der geringen Anzahl (50) der Feiernden erkennen.

30.08.2009
21:51
Wahlensalat
von 76543210 | #3

im Garten waren öffentlich ca. 50 Personen und feierten den Erfolg der Partei, natürlich öffentlich unter unter dem Beifall der Nachbarschaft.

29.08.2009
15:19
Wahlensalat
von 76543210 | #2

Wer so wieder über die LINKE schreibt, der will bewusst wieder Stress säen. Und sei es auch nur 17 Stunden vor der Wahl. Aber zum besseren Verständnis folgendes. Die LINKE trifft sich im Garten bei den Strohmeiers (ca.1000 qm) zum Wahlausklang und zwar in aller Öffentlichkeit. Das weiß inzwischen jeder nur die #1 natürlich nicht, die feiert in der Overwegstraße oder ? Nein geht ja nicht, der Laden ist ja dicht, man trifft sich heute im Stadtgarten. Aber warum schreibt man Overwegstraße, sollen die ProtestlerInnen auf eine falsche Fährte gelockt werden. Also langsam nehmen da seltsame Meldungen überhand, erst die Vergewaltiger und nun die falsche Ortsangabe. Mann mann mann #1, ich würde mal nachfragen ob es überhaupt noch was gibt.

29.08.2009
13:25
Wahlensalat
von LINKE Gelsenkirchen | #1

.....die Linke bei den Strohmeiers in Beckhausen.....

Bei allen anderen Parteien darf der interessierte Bürger dabei sein.
Die Linke aber schottet sich -einmal mehr- in Privaträumen zurückgezogen von den Bürgern und Wählern unserer Stadt ab.

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