Vortrag in den Ev. Kliniken

Handwerkskammer, Ärztekammer, Handelskammer, das alles sind bekannte berufsständische Vertretungen. Aber wie sieht es mit der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen aus? Die rund 1,2 Millionen Pflegefachkräfte in der Alten- und Krankenpflege haben keine einheitliche Stimme als Vertretung ihres Berufsstandes. Höchste Zeit, das zu ändern findet Ulrich Deutsch, Pflegedirektor der Evangelischen Kliniken Gelsenkirchen (EVK).

Um das Bewusstsein für die Errichtung einer Pflegekammer zu schärfen, lud er Heinz Günter Niehus, den 1. Vorsitzenden des Fördervereins, zur Errichtung einer Pflegekammer in NRW, am 3. Februar in die EVK ein. In einem Vortrag informierte Niehus über die Ziele und die Aufgaben einer Pflegekammer. Schnell wurde den Zuhörern die Verbesserungen für die professionell Pflegenden und die Bürger deutlich. Neben den zahlreichen Aufgaben wie z. B. Schaffung einer Berufsordnung, Benennung von Sachverständigen und der Regulierung von Aus-, Fort- und Weiterbildung wurde schnell klar, dass durch eine Pflegekammer die Interessen der Berufsgruppe selbstbestimmt vertreten werden würden.