Vorhang auf fürs zweite Filmfest in Gelsenkirchen
20.01.2010 | 09:00 Uhr 2010-01-20T09:00:00+0100
Gelsenkirchen. Nach der glanzvollen Premiere folgt nun die zweite Auflage: Am Samstag steigt in der Flora das 2. Filmfest Gelsenkirchen. Wie in Hollywood werden auch hier diverse Preise verliehen. Die 13 besten Beiträge werden gezeigt.
Am vergangenen Sonntag wurden in Los Angeles die Golden Globes verliehen, am 7. März steigt die Oscar-Verleihung. Und dazwischen? Findet das von der Agenda-21-Projektgruppe ausgerichtete „2. Filmfest Gelsenkirchen” statt. Genauer gesagt: am Samstag, 23. Januar, ab 15 Uhr in der Flora.
Und wie in Hollywood werden auch im städtischen Kulturraum diverse Preise verliehen: Für drei der eingereichten 30 Beiträge gibt es jeweils 250 Euro, und zwar in den Kategorien Fiktional, Nicht-fiktional sowie Kinder/Jugend. „Nur” für die Ehre ist der Publikumspreis, über den die Besucher am Samstag befinden. Vor der finalen Preisverleihung werden in der Flora die (aus Jury- und Veranstalter-Sicht) besten 13 Beiträge gezeigt.
Filme über die Stadt und ihre Menschen
Rückblende: „Eine glanzvolle Premiere” urteilte die WAZ nach dem 1. Filmfest Gelsenkirchen am 26. Januar 2008 in einer unter dem riesigen Besucherandrang ächzenden Flora. Die Vorgabe an potentielle Teilnehmer - Filme über Gelsenkirchen und/oder von Gelsenkirchenern - ist geblieben, der damalige Organisator Roland Küpper hat sich aber längst ausgeklinkt. Die Federführung liegt nun bei Nina Ude, die mit vier Mitstreitern (Jörg Menard, Timo Josefowicz, Anke Schonschor sowie Lyonel Ude) unterm Dach der Agenda 21 sowie mit Unterstützung von Flora-Leiterin Wiltrud Apfeld sowie Agenda-Chef Werner Rybarski die zweite Auflage auf die Beine gestellt hat.
Die Resonanz der Filmer ließ diesmal etwas zu wünschen übrig, weshalb das Filmfest von (ursprünglich geplanten) drei Tagen auf einen Tag eingedampft worden ist. Angesichts einer Halbierung der eingereichten Wettbewerbsbeiträge von 60 auf 30 können Ude & Co. eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen. Man müsse jedoch berücksichtigen, so Nina Ude, dass es sich bei der Premiere bei der Hälfte aller Einsendungen um älteres Material gehandelt habe. Ob es ein drittes Filmfest Gelsenkirchen in dieser Form noch einmal geben wird, lässt sie offen. Der Wunsch sei da, aber: „Der Aufwand ist schon sehr groß.” Ehrenamtlich und ohne zusätzliche Unterstützung sei dies kaum zu leisten.
Sechs Stunden Programm
Zurück in die Gegenwart: Viel Sitzfleisch müssen Filmfreunde am Samstag mitbringen - gilt es doch sechs Stunden Programm (inklusive einiger Pausen) zu bewältigen. Hinsichtlich der Qualität reichen die Beiträge nicht an das Premieren-Programm heran, aber Abwechslung wird allemal geboten: Das Spektrum reicht von einem Streifzug durch alle Gelsenkirchens Stadtteile über eine Hommage an Michael Jackson, einen Barbie-Videoclip und eine Doku über eine Förderschule bis hin zu einer Momentaufnahme des Zusammenlebens in Ückendorf.
Dazu werden in dem städtischen Kulturraum an der Florastraße 26 Snacks an die Besucher gereicht. Für musikalische Zwischenspiele sorgt der Sänger und Gitarrist Reinhard Titz mit eigenen und gecoverten Songs. Der Eintritt ist frei!
Der Zeitplan:
- 15 Uhr: Begrüßung
- 15.15 Uhr: „Eiswerbung”, Kerstin „Kery” Felske (ca. 1 min)
- 15.20 Uhr: „Alles DAS ist Gelsenkirchen”, Heinz Kruska (45 min)
- 16.10 Uhr: „Lauf der Welten”, Jugendzentrum Schaffrath (4 min)
- Pause
- 16.30 Uhr: „Echt falsch: Ückendorf weiß – schwarz”, Workshop Medienbüro Claudia Ferda (6 min)
- 16.40 Uhr: „Blacklist”, David Aulenkamp und Torsten Weber (40 min)
- „Thriller 2009”, Rungenbergschule Gelsenkirchen (12 min)
- Pause
- 18.15 Uhr: „Overdrive”, Dirk Gerigk (5 min)
- 18.25 Uhr: „Blaue Träume - Der letzte Witz”, Workshop Medienbüro Claudia Ferda (5 min)
- 18.35 Uhr: „Lena, Stella, Ümmü und die anderen”, Betty Schiel (44 min)
- 19.25 Uhr: „Unleashed”, Jan Storp und Daniel Thurau (3 min)
- Pause
- 19.45 Uhr: „Leidenschaft für geschnitztes Holz”, Manfred Bosselmann (12 min)
- 20 Uhr: „Robert Foster ist tot”, Sebastian Wotschke (17 min)
- 20.25 Uhr: „Wir sind Gelsenkirchen”, Anna Itkina (25 min)
- 21.15 Uhr: Preisverleihung
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