Vorbild Essen?
20.11.2008 | 13:40 Uhr 2008-11-20T13:40:00+0100
Die Diskussion übers Sozialticket geht in Gelsenkirchen in die nächste Runde. Der Gong dafür ist in Essen ertönt: Der Sozialausschuss der Nachbarstadt hat auf Initiative von Schwarz-Grün dem Rat empfohlen, dieses vergünstigte Ticket für Hartz-IV-Empfänger und andere Leistungsbezieher einzuführen.
Grund genug für die Grünen in Gelsenkirchen, nun auch jenseits einer bisher angestrebten „großen” Lösung auf Ebene des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr einen neuen Vorstoß zu machen.
Mit dem geplanten Modell habe Essen einen möglicherweise haushaltsneutralen Weg zur Finanzierung aufgezeigt, sagt Burkhard Wüllscheidt (Grüne; im Bild). Er sieht aber noch weitere Pluspunkte für die Essener Lösung. Und zwar: Durch die Ausgabe eines „normalen” Ticket 1000 an die Berechtigten würde die stigmatisierende Wirkung eines Sozialtickets entfallen. Und: Auch die Bezieher von Wohngeld würden einbezogen.
Doch auch Nachteile haben die Grünen ausgemacht: Das Ticket sei mit 27,80 Euro für Personen über 18 fast doppelt so teuer wie in Dortmund und im Kreis Unna. „Für die Grünen bleibt daher das Ziel, einen günstigeren Tarif für Gelsenkirchen zu finden”, so Wüllscheidt.
Die Verwaltung solle nun mit anderen Bogestra-Städten Kontakt aufnehmen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Die Grünen sind überzeugt, dass es angesichts der Lösungen in Köln, Dortmund und Essen sowie im Kreis Una auch bei der Bogestra einen Weg zur Einführung des Sozialtickets geben müsste.
Im Sozialausschuss wollen die Grünen und Kooperationspartner SPD das Thema in der kommenden Woche erneut auf die Tagesordnung setzen.
16:43
Friedhelm es ist Wahlkampf und da versuchen die Grünen nun ihr Bürgertickett gegen ein Sozialtickett umzutauschen. Aber damit durchkommen bleibt abzuwarten und ich denke wir werden in den nächsten Monaten die richtigen Antworten auf die Art von Wählerverarschung haben.
15:12
zu #4 von WeihnachtenFälltWegenHartz4Aus
und alle interessierten Bürger für ein Sozialticket
Am Mittwoch, dem 26. November 2008 findet um 16:00 Uhr die 31.Sitzung des Ausschusses für Soziales und Arbeit (ASA) statt.
Ort: Haus Marienfried
Straße: Marienfriedstr. 25
45899 Gelsenkirchen-Horst
ACHTUNG: Das ist eine öffentliche Sitzung eines Ausschusses des Rates der Stadt Gelsenkirchen, an der jeder interessierte Bürger teilnehmen kann; ein Eintritt wird nicht erhoben.
Unter dem TOP-Punkt 2 :
Gemeinsamer Antrag der SPD-Ratsfraktion und der Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN - Sozialticket - Drucksache DS 04-09/6471
Ein jeder Bürger, welcher Einwände zu Ausführung und/oder Preis in welcher Form auch immer zum Sozialticket hat, kann vorbeischauen und vor Ort seinen Protest
hierzu den jeweiligen Farktionsführern abgeben.
Im Nachhinein abgegebener Protest hierzu ist nicht sehr hilfreich, weil diese Person(en) es versäumt hat, rechtzeitig seine Bedenken vorzubringen.
In gleicher Sitzung hat die SPD einen Dringlichkeitsantrag
Antrag 04-09/6528 (Dringlichkeitsantrag der SPD-Ratsfraktion - Sachstandsbericht Gebäudesanierung Sozialamt -)
eingebracht, von der Verwaltung der Stadt Gelsenkirchen Auskunft zu erhalten, wie die zukünftige Situation im personellen, räumlichen und finanziellen Bereich des Sozialamtes sich in Zukunft für die Stadt Gelsenkirchen stellt.
Da hierzu in der 30. Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften am 22.Oktober unter der DS 04-09/6272 Sanierung Dienstgebäude Zeppelinallee 4 (Sozialamt) - hier: Weitere Teil-Anmietung von Flächen im Gebäude Ahstraße 22 schon alles einverständlich geregelt worden ist, bleibt es spannend, was die SPD nun doch noch für Fragen hierzu hat und von der Verwaltung so dringend (siehe DRINGLICHKEITSANTRAG) erläutert haben möchte.
01:41
27,80 Euro für ein Ticket nur innerhalb der Stadt?
Wie bekloppt ist das denn bitte?!!
Im Regelsatz ist für Bus und Bahn gerade einmal ein Betrag von 11,30 € vorgesehen und so ein paar Möchtegern-Soziale glauben, dass ein Hartz 4 Bezieher 27,80 € vom regelsatz abknapsen kann!
Ich bin auch Hartz 4 Empfänger aber so ein beknacktes Sozialticket brauche ich nicht. Wozu denn auch? Wo soll ich denn jeden Tag hinfahren?
Zum Shoppen nach Ge-Mitte, GE-Buer, GE-Horst?
Geht nicht, dafür ist mit Hartz 4 kein Geld vorhanden. Und zum ALDI drei Straßen weiter kann ich zu Fuß gehen. Etwas weitere Strecken fahre ich mit dem Rad. Sollte es einmal vorkommen, dass ich dann doch einmal mit dem Bus fahren muß dann reicht ein normales Ticket. Das kommt im Monat billiger als dieses blöde Sozialticket.
Mal ganz ehrlich, wozu braucht ein Arbeitsloser ein Ticket-Abo für den ÖPNV??????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????
01:01
Interessante Links zum Sozialticket
VRR-Vorstand denkt sich neue Argumente gegen das Sozialticket aus
http://www.bo-alternativ.de/2008/10/02/vrr-vorstand-denkt-sich-neue-argumente-gegen-das-sozialticket-aus/
--------
VRR-Vorstand gegen Einführung Sozialticket - Brief im Wortlaut
http://www.bo-alternativ.de/2008/10/02/einfuehrung-sozialticket/
19:39
Hat Burghard Wüllscheidt (Ausschussmitglied im Sozialausschuss) den eigenen Beschluss der Grünen in Gelsenkirchen schon vergessen, kein Sozialticket auf kommunaler Ebene zugunsten eines landesweiten Bürgertickets zu fordern?
Der wurde bekanntlich erst im April diesen Jahres einstimmig im Kreisverband Gelsenkirchen beschlossen und seine Rats-Kollegen haben sich ja im Rat der Stadt Gelsenkirchen gegen ein Sozialticket in Gelsenkirchen ausgesprochen; wegen der dann entstehenden Kosten für die Stadt Gelsenkirchen.
Was den Kontakt mit DGB bzw. Gewerkschaften angeht: wie kann es kommen, dass der Gesamtbetriebsrat der BoGeStra mit Gewerkschaftsunterstützung (ver.di) die eigene Belegschaft aufhetzt, ....wenn das Sozialticket kommt geht es an Eure Flocken.
Das hatte zur Folge, das der VRR alle Verkehrsbetriebe und die Kommunen in ihrem Einzugsgebiet anschrieb, ja nicht zu Gunsten eines Sozialtickets für Einkommenschwache zu stimmen.
Das hielt zum Glück weitere Kommunen im Umkreis von Gelsenkirchen (Lünen, Unna, Witten) nicht ab, für die Einführung eines Sozialtickets ab Jahresanfang 2009 zu plädieren.
Wenn der Rat der Stadt Essen am 26.11.2008 die öffentliche Vorlage: lfd Nummer 2003-2008 Sozialticket für den ÖPNV zustimmt und beschließt, hat auch Essen ein SOZIALTICKET FÜR EINKOMMENSCHWACHE BÜRGER in Essen zum 1.März 2009 eingeführt; vorerst befristet bis zum 28.02.2010. (Ticket 1000 Preisstufe A - von der Stadt Essen rabattiert)
Die von den berechtigten Bürgern in Essen zu entrichtenden Preise für das Sozialticket:
27,80 € für über 18-jährige einkommenschwache Bürger
19,50 € für unter 18-jährige einkommenschwache Bürger
Die Berechtigung soll für ein halbes Jahr gelten und für weitere 6 Monate verlängerbar sein, wenn der Anspruch weiterbesteht.
Dieses Sozialticket nach Essener Modell soll für die EVAG in dieser 12 monatigen Pilotfase aufwandsneutral abgewickelt werden und belastet prognostiziert die Stadt Essen mit 3.359 900,00 €..
15:15
Um die Befürchtungen der Bogestra-MitarbeiterInnen auszuräumen bietet es sich an, auch Kontakt mit dem DGB und der Gewerkschaft aufzunehmen.
Marlies Mrotzek