Von Weizsäcker war der Stadt verbunden

Trauer herrscht auch in Gelsenkirchen um den im Alter von 94 Jahren verstorbenen Altbundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Der beliebte Politiker, 1984 bis 1994 hoch respektiertes Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland, fühlte sich in jungen Jahren der Stadt Gelsenkirchen eng verbunden.

Denn von 1950 bis 1953 arbeitete Richard von Weizsäcker, gleich nach dem Referendarexamen, als wissenschaftliche Hilfskraft beim Bergbau der Mannesmann AG in Gelsenkirchen.

1953 wechselte er in die Rechtsabteilung der Mannesmann AG nach Düsseldorf. Dort erhielt er im Juli 1955 Prokura und wurde 1957 Leiter der wirtschaftspolitischen Abteilung. Ende Juni 1958 schied Weizsäcker dann endgültig bei Mannesmann aus.

Später kam er als Gast in die Stadt und die Region zurück. Der CDU-Politiker Weizsäcker besuchte zum Beispiel im Februar 1976 die Gelsenkirchener Zeche Consolidation, stilecht in Bergmannskluft.

1994 nahm von Weizsäcker in Recklinghausen an der Trauerfeier für den verstorbenen DGB-Chef Heinz-Werner Meyer teil.