Von Wahlsocken und Bikini-Jubel
02.01.2010 | 12:00 Uhr 2010-01-02T12:00:00+0100
Was bleibt vom Superwahljahr 2009? Neben den reinen Fakten und Zahlen drei Momentaufnahmen, die symbolhaft für überraschende bis sensationelle Ergebnisse der Urnengänge und ihre Folgen in Gelsenkirchen stehen.
– Die Socken des Frank B.: Ein rundum zufriedener OB lüftet auf der SPD-Kommunalwahlparty in der Schauburg in einer für ihn geradezu überschwänglichen Geste das Hosenbein und bringt seine schwarzen Schornsteinfeger(glücks)socken zum Vorschein. Aus Sicht vieler Bürger hatte Baranowski alles andere als einen Sockenschuss: 57 346 Wähler schenkten ihm das Vertrauen - mit 63,9 % erzielte er damit landesweit den Bestwert.
– Buschmann im Bikini: Die Liberalen außer Rand und Band - in der buerschen Lokalität Bikini lassen Marco Buschmann & Co. am Abend der Bundestagswahl angesichts der Prozente für die FDP die Party des Jahres steigen. Als den 31-jährigen Juristen gegen 3.30 Uhr aus Berlin die telefonische Nachricht vom unerwarteten Einzug in den Bundestag ereilt, macht er mit Freundin erst einmal einen Spaziergang.
– Werner allein im (Rat-)Haus: Gegen Ende der (überlangen) ersten Sitzung des Stadtplanungsausschusses nach der Kommunalwahl hält für die einstmals so starke CDU nur noch Fraktions-Chef Werner Wöll die Stellung, weil die beiden weiteren CDU-Vertreter wegen anderweitiger Termine den Ausschuss vorzeitig verlassen haben. Von 35,4 auf 22,5 %, von 22 auf 15 Stadtverordnete - was für ein Absturz!
Und sonst? Gibt es noch mehr Bemerkenswertes von den Wahlen zu berichten:
– Gewonnen und verloren: Das bundesweit beste Ergebnis räumte SPD-Direktkandidat Joachim Poß mit 54,3 % ab. Das verdankte er auch der ausgeprägten Neigung der Linken, sich selbst zu schaden - wurde doch die Frist zur Meldung eines Direktkandidaten verpennt. Die Freude dürfte sich bei Poß aus bekannten Gründen in sehr engen Grenzen gehalten haben.
– M & M: Als Tiger ge-sprungen, als Bettvorleger gelandet - dieses etwas angestaubte Motto passte 2009 auf die Situation von CDU-Chef Wolfgang Meckelburg und den von ihm aus dem Hut gezauberten OB-Kandidaten Norbert Moers. Während sich Moers nach einer Anstandsfrist inzwischen politisch komplett verabschiedet hat, ist Meckelburg immerhin noch CDU-Ehrenvorsitzender. Angesichts des Desasters bei der Kommunalwahl und dem bitteren Abschied aus Berlin ein schwacher Trost.
– Dreikampf um Rang 3: Auch in Gelsenkirchen rangen recht groß gewordene kleine Parteien um den Platz auf dem Treppchen. Gefühlte Verlierer waren dabei die Grünen, obwohl sie bei zwei der drei Wahlen FDP und Linke schlugen. Sie blieben nämlich entgegen der eigenen Erwartungen bei Bundestags- und Kommunalwahl im 6-Prozent-Ghetto. Zwiespältig sind aber auch Ergebnisse der Konkurrenz: Die Liberalen konnten in der Regel weniger vom Trend profitieren als Parteifreunde in Nachbarstädten. Und die Linke muss damit klar kommen, dass sie bei der Kommunalwahl mit eigenen Kandidaten 5,5 % und einen Monat später bei der Bundestagswahl 12,1 % erzielte.
Die spannendste Abstimmung fand 2009 nicht im Wahllokal, sondern in der CDU-Fraktion statt. Mit dem Ergebnis, dass der im Kampf um den Vorsitz gegen Wöll mit 8:9 Stimmen gescheiterte Vize Wolfgang Heinberg sich mit Meckelburg und Moers den Titel „Politischer Verlierer 2009” teilen darf.
21:28
zu #3:
Wenn ich in Zusammenhang mit einer Zeitung von Rotstift lese, dann kann ich dahinter finanzielle Einsparungen vermuten, wenn ich aber den Link von #1 lese, vermute ich allerdings den Wunsch nach Zensur.
Was das alles mit der WAZ und LOC zu tun hat, erhellt doch Ihr eigener Beitrag - also: einfach mal über das nachdenken, was man selbst von sich gibt.
18:28
Man sollte das Thema Die Linke Gelsenkirchen ebenso wie das Thema proNRW Gelsenkirchen nicht mehr aktualisieren.
Beide aus Horst und beides Extremisten!
13:19
Na endlich kommt Leben in die Bude, bzw es kommt der gleiche Müll wie 2009 unter den Steinen hervor gekrochen. Wenn man aber wie #4 vom leeren Kopf schreibt, dann sollte man noch mal die eigene Rechtschreibung studieren, siehe Kommenatren,,. Auch die Satzbildung spricht nicht gerade für ein helles Köpfchen vom toten Geronimo. Ich würde sagen, der IQ einer Baumlaus, gelle. Was nun aber die 20,5 Millionen angeht, ich hätte mich nicht enthalten, sondern zugestimmt, weil dieses Geld geht nicht zu Millionären, sondern in die Arena AG, die über 800 Menschen beschäftigt, die bei Nichtübernahme der Kosten ziemlich alt ausgesehen hätten. Ich hätte auch nicht gegen die Erhöhung der Fraktionsbezüge gestimmt, aber leider bin ich nicht in der Ratsfraktion. Aber GottseiDank der tote Geronimo auch nicht. Aber wie schon geschrieben, das kann man als geistige Baumlaus natürlich alles nicht wissen, deshalb schön weiter träumen, sich über Futtertröge aufregen und irgend einen Müll über eine neue Gelsenkirchener Partei von sich geben, denn irgend ein geistiger Nachbar auf deinem Baum wird es schon glauben. Ansonsten dein Nickname ist durchaus passend gewählt, politisch tot und seit Anfang 2009 am verwesen. Ich aber werde also jetzt am Futtertrog Kaviar fressen und mit Cinzano Spumante auf das Ende aller anstoßen, die leider leider die nächsten 5 Jahre davon ausgeschlossen sind. Ich hoffe ich habe damit etwas zur allgemeinen Kommunikation und Erheiterung beigetragen.Bleib also weiter in deinem Grab toter Geronimo und müffel vor dich hin.
12:14
Und die Linke muss damit klar kommen, dass sie bei der Kommunalwahl mit eigenen Kandidaten 5,5 % und einen Monat später bei der Bundestagswahl 12,1 % erzielte.
Warum klar kommen?
Die hatten doch nur das Eine im Sinn: Endlich an die in den Kommenatren und Foren hier viel bejammerten *Futtertröge* zu gelangen.
Da sind sie nun angekommen und fressen sich dick und fett. Und so viel Anstand hat auch Die Linke in Gelsenkirchen, mit vollem Mund spricht man nicht. Darum auch ihr Schweigen zum Thema 20,5 Millionen GEW-Gewinn statt in die Stadtkasse auf die Konten von Fußballmillionären fließen zu lassen.
Nur eines scheint Die Linke Gelsenkirchen noch nicht zu wissen, man spricht auch nicht, wenn man einen leeren Kopf hat! An Letzterem müssen sie noch lernen sich zu halten.
5,5 %, das ist kein Ruhmesblatt sondern nur eine schallende Ohrfeige für die Unfähigkeit der eigenen Person (?) und der Partei (in welche man sich als Parteienhopper par exellence eingefunden hat), das weiss nun wohl auch endlich *genosseüberzwölfprozent*.
Aus unbestätigten Berichten ist zu vernehmen, dass einige Parteiangehörige schon die Fühler zu einer neuen Gelsenkirchener Partei ausgestreckt haben.
10:39
wenn sich einer als Zombie outet, dann sicherlich #2GG Art.5, was immer das auch sein mag. Was die Käseglocke von Horst angeht, so ist seit der letzen Kommunalwahl wenigstens der Gestank einer bestimmten politischen Couleur verschwunden, was schon ein riesiger Erfolg war. Was das aber mit der WAZ und LOC zu tun hat, verschließt sich dem geneigten Leser.
22:47
Warum muss Linke damit klar kommen, dass die WAZ keinen Ersatz für sich selber finden sollte?
Warum muss die WAZ damit klar kommen, dass die Linke mit sich selbst nicht klar kommt?
Oder ist das alles nur ein Problem, das in der Käseglocke von Horst entstanden ist, wo der Populismus fröhliche Urstände feiert - egal, welcher politischen Couleur er sich gerade bedient?
Ich dachte, nachdem die Bezirksverordneten von den Linken und ProNRW ihr WAZ-Abo öffentlich gekündigt hatten, hätte sich diese Auseinandersetzung allmählich tot gelaufen. Nun ja, so geistern sie doch als Zombies weiter!
20:20
Die Linke aber auch die WAZ muss damit klarkommen, das immer noch keinen Ersatz für LOC gefunden wurde. Aber es besteht noch Hoffnung, nach unbestätigten Berichten aus der Zentralredaktion, wird in auch in Gelsenkirchen der Rotstift angesetzt.
http://raz-gelsenkirchen.de